text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Imperium der Drachen - Kampf um Aidranon von Perplies, Bernd (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Imperium der Drachen - Kampf um Aidranon

Der Drachenprinz entdeckt die Macht seines Erbes! Iolan war der Sohn eines einfachen Fischers, doch nun hat er es bis auf den Thron des Cordurischen Reiches geschafft. Aber die Mächtigen der Hauptstadt Aidranon versuchen ihn zu manipulieren. Von ihren Ränkespielen desillusioniert, begibt sich Iolan auf eine Reise durchs Reich. Denn noch immer lastet der Drachenfluch auf ihm und verbirgt ein Monstrum in seinem Menschenkörper. Auf der Suche nach dem Geheimnis hinter dem Fluch trifft er auf das seit Jahrzehnten geknechtete Volk der Dyrracher. Je mehr er über die geheimnisvollen Anhänger der Gottdrachen und ihre Magie erfährt, desto klarer wird ihm, dass er sein wahres Schicksal noch lange nicht erfüllt hat. Iolan geht ein gewaltiges Wagnis ein - und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Reich in den Untergang reißen könnten ... High Fantasy trifft Antike! eBooks von beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen. Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Filmwissenschaft und Germanistik in Mainz. Parallel zu einer Anstellung beim Deutschen Filminstitut in Frankfurt a. M. wandte er sich nach dem Studium dem Schreiben zu. Heute ist er als Schriftsteller, Übersetzer und Journalist tätig. 2015 erhielt Bernd Perplies den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie 'bester deutschsprachiger Roman' für sein Werk Imperium der Drachen - Das Blut des Schwarzen Löwen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732569748
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2863 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Imperium der Drachen - Kampf um Aidranon

1

SCHATTEN ÜBER AIDRANON

13. Tag des 8. Mondes

im 301. Jahr der cordurischen Könige

Auf den nächtlichen Straßen von Aidranon herrschte Chaos. In aufgeregten Gruppen standen die Menschen vor ihren Mietshäusern, und Soldaten rannten in kleinen Trupps zu den Mauern. Manch einer schleppte bereits sein Hab und Gut vor die Tür seiner Bleibe, um es auf einen Eselskarren oder Handwagen zu laden. Weit hallend dröhnte die Glocke des Verdamon-Tempels und warnte die Bewohner der Stadt. Ein Drache war gesichtet worden - und dies keine Kutschenstunde entfernt! Nie zuvor in der aufgezeichneten Geschichte Aidranons war eine große Echse so nah vor den Toren aufgetaucht.

Gesehen hatte ihn kaum jemand. Trotzdem schien jeder etwas über das Untier zu wissen. "Eine gewaltige Bestie, mit nachtschwarzen Schuppen und Augen, die wie Feuer glühen", berichtete ein Mann lautstark den Umstehenden. "Und Flammen schlugen aus seinem Maul, heißer als die Feuer des Unterreichs. Er soll ganze Felder im Westen der Stadt verbrannt haben! Nur die Sechsgötter wissen, was dieses Untier in unsere Gefilde verschlagen hat."

Orontoghast lauschte diesen Schilderungen mit wachsender Sorge, während er ruhelos vor dem Haupttor des Königspalasts auf und ab schritt und auf die Rückkehr von König Iurias Agathon wartete. Auch er hatte das Ungeheuer keineswegs mit eigenen Augen gesehen, doch anders als alle anderen hegte er die schreckliche Befürchtung, genau zu wissen, woher der Drache gekommen war.

Oh, Gahat, wie konnte das nur geschehen? , fragte sich der ehemalige Erztheurg von Aidranon wieder und wieder. Hätte er geahnt, was den König und seine Männer erwarten würde, als diese sich aufmachten, um eine Gruppe von Verschwörern im Landhaus des Senators Therius festzunehmen, hätte er Iurias Agathon niemals mit nur einer Handvoll Getreuer losziehen lassen. Aber mit einer solchen Entwicklung der Dinge hatte er wahrhaftig nicht gerechnet.

Iolan ist ein Berührter Dyrracher , dachte Orontoghast, und die grauen Hände des greisen Quano suchten Halt an einer der hoch aufragenden Marmorsäulen nahe dem Palasttor, weil sein Stab allein ihn nicht davor bewahren konnte, vor Entsetzen zu Boden zu sinken. Es muss so sein. Aber wie ist das möglich? Ist der Zauber der Dyrracher-Hexe so mächtig, dass er aus einem Menschensohn einen Sendboten der Gottdrachen gemacht hat?

Trotz all der Jahre, die inzwischen vergangen waren, erinnerte Orontoghast sich noch lebhaft an die Nacht vor siebzehn Sommern, in der Cassendrea, Iurias' erste Ehefrau, das missgestaltete Neugeborene zur Welt gebracht hatte. Der König hatte ihn, seinen Freund und Vertrauten, zu sich gerufen und ihn angefleht, etwas für das Kind zu tun, dessen Haut graubraun verhornt war und dessen Augen an flüssige Lava erinnerten.

Doch sosehr es ihm das Herz brach, Orontoghast hatte nicht helfen können. Der Fluch der Hexe aus Dyrrach, mit dem sie den König zur Strafe für den Eroberungsfeldzug Cordurs zwei Jahre früher belegt hatte, war vom Vater auf den Sohn übergegangen - und keine Wunder Gahats hatten das Kind retten können. So blieb Orontoghast nur, das Neugeborene, in dem böse Kraft lauerte, zu töten - die einzig barmherzige Entscheidung.

Und wäre er gestorben, wäre alles gut gewesen ... Die Finger des greisen Quano glitten von der Säule ab, und er stützte sich wieder auf seinen Stab.

"Reiter!", brüllte ein Mann, der auf der Mauer über dem Tor stand. "Es nähern sich Reiter! Legar Galban kehrt zurück."

Die Menschen auf der Straße zum Palast reckten die Hälse, und auch Orontoghast blickte auf. Galban, der als Anführer der Königsgarde zugleich für die Sicherheit Aidranons verantwortlich war, hatte sich umgehend mit einem Trupp Soldaten auf den Weg gemacht, als der erste Wachposten auf den Mauern Drachenalarm ausgerufen hatte. Orontoghast

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen