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Jupiter 1: Kristalltod von Vandemaan, Wim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.07.2016
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Jupiter 1: Kristalltod

Seit 3000 Jahren reisen die Menschen zu den Sternen. Die Erde und die weiteren besiedelten Welten der Liga Freier Terraner haben sich zu einer blühenden Gemeinschaft entwickelt. Die Menschen leben weitgehend im Einklang mit den anderen Völkern und Sternenreichen der Milchstraße. Die letzte kosmische Krise liegt lange zurück. Doch dann mehren sich die Anzeichen, dass eine neue Gefahr für die Menschheit heraufzieht. Sie kommt diesmal nicht aus den Tiefen des Universums, sondern aus dem Herzen der terranischen Zivilisation. Unerklärliche Ereignisse geschehen in der tödlichen Atmosphäre des Jupiters und auf Ganymed, seinem größten Mond. Eine mysteriöse Droge verbreitet sich über die Welten des Sonnensystems. Perry Rhodan setzt alles daran, den Feind aufzuspüren und dessen Pläne zu durchkreuzen. Denn die Bedrohung lauert nicht nur auf dem Jupiter, sondern bereits auf der Erde. Hier muss Rhodan erkennen: Die gefährlichste Waffe des Gegners ist der KRISTALLTOD ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 07.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845350141
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 633 kBytes
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Jupiter 1: Kristalltod

Prolog

MERLIN

27. Dezember 1460 NGZ

Der Tau funkelte.

Die Dose, in der Chayton Rhodan den Kristallstaub verwahrte, war rund und kaum größer als eine antike Taschenuhr. So viel Macht, so viel Schönheit, so viel Freiheit auf so kleinem Raum.

Chayton bewegte das Gefäß höchst vorsichtig, um nichts von dem wertvollen Staub an einen Lufthauch zu verlieren. Das Tau-acht fing das kalte Licht der Faktoreibeleuchtung ein, verwandelte es in etwas Wunderbares. Schillerndes Türkis, wie die Wellen einer Lagune. Smaragdgrün, Purpur, das Indigo einer warmen Sommernacht.

Er benetzte die Spitze seines Zeigefingers mit der Zunge, tippte leicht auf das Pulver. Einige Partikel blieben haften. Er verteilte sie auf seinen Lippen, dann leckte er sie sanft auf.

Es prickelte.

Chayton lächelte. Das war sein kleines Ritual. Es erinnerte ihn daran, wie er das erste Mal Tau-acht genommen hatte: Er hatte es von Paos Lippen geküsst.

Damals hatte diese winzige Menge ausgereicht, um ihn in die Klarheit zu führen. Inzwischen brauchte er mehr, und er musste es auf andere Weise nehmen. Auf die übliche Weise.

Chayton griff nach der Pipette und sog etwas Tau auf, dann schraubte er die Dose wieder zu. Mit Daumen und Zeigefinger fixierte er ein Augenlid, mit der anderen Hand hob er die Pipette.

Die Spitze des gläsernen Röhrchens schwebte vor seiner Pupille. Dieser Moment machte ihm jedes Mal Angst. Doch die Belohnung war wunderbar.

Der Tau sprühte ihm entgegen, löste sich in der Tränenflüssigkeit, entfaltete seine Magie. Über den Sehnerv fand er unmittelbar ins Gehirn.

Chayton Rhodan spürte den Jupiter, das Magnetfeld, die Schwerkraftverwerfungen. Er spürte die Wasserstoff-Helium-Atmosphäre, in der die Faktorei schwebte und erntete. Er spürte die Hyperkristalle.

Den Tau.

Er spürte seine eigene Macht.

Er war vom selben Blut wie Perry Rhodan. Er war zu Großem bestimmt.

Und er war bereit.

Er steckte das Tau-acht ein und machte sich auf den Weg.

Mit hocherhobenem Haupt schritt Chayton durch die Korridore der Faktorei. Er war fast am Ziel: Immer mehr Menschen kamen ihm entgegen - und auch Arkoniden, Jülziish, Cheborparner und andere Außerirdische. Die Ladenzeilen im Zentrum von MERLIN heischten mit schriller und aufdringlicher Werbung um Aufmerksamkeit. Chayton hätte sich weder die extravagante Kleidung noch die erlesenen Delikatessen oder die diskret erbrachten Dienste leisten können.

In den etwas abgeschiedeneren Ecken lagen einige träge Körper. Die, die wieder schliefen. Die Bedauernswerten, die nicht stark genug waren für den Tau.

Oder die ihn sich nicht mehr leisten konnten. Wenn er an diesem Tag versagte, würde es ihm genauso ergehen.

Aber er würde nicht versagen. Er war unbesiegbar.

Amüsiert bedachte er die wechselhafte Entwicklung des eigenen Vermögens. Noch vor einem Vierteljahr hatte er nicht geahnt, was das Schicksal für ihn bereithielt, wusste nichts von Pao, nichts von dem Tau. Seine Rücklagen waren aufgebraucht gewesen, und er hatte wieder Geld verdienen müssen.

Der Auftrag war ihm gerade recht gekommen: Drei Monate lang sollte er MERLINS komplexes System von Schirmfeldprojektoren, Antigravitationsgeneratoren und Antriebsmodulen an die neuesten Erkenntnisse anpassen, die aus der Forschungsstation Cor Jupiter in der Tiefe des Gasplaneten stammten.

Der Auftrag war gut bezahlt. So gut, dass er danach mindestens ein Jahr zu Hause bei seinen Kindern und seiner Schwester hätte verbringen können.

Wie sehr diese drei Monate sein Leben verändert hatten. Er hatte Pao getroffen und Tau-acht kennengelernt!

Ein dürrer Jülziish riss Chayton aus seinen Gedanken. "Gib es mir", krächzte der Blues. "Ich will nicht wieder schlafen ..."

Chayton ging

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