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Kinder der Ewigkeit von Brandhorst, Andreas (eBook)

  • Erschienen: 23.06.2010
  • Verlag: Random House E-Books
eBook (ePUB)
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Kinder der Ewigkeit

Was macht ein Profikiller, wenn die Menschen den Tod besiegt haben?
Die Zukunft: Die Menschen haben sich in der Galaxis ausgebreitet und zahlreiche Allianzen mit Außerirdischen geschmiedet. Und sie haben - mittels hoch entwickelter Biotechnik - den Tod besiegt. Keine guten Zeiten also für unseren Helden, möchte man meinen, übt er doch den Beruf eines Profikillers aus. Doch dann erhält er wider Erwarten noch einen Auftrag. Einen Auftrag, der das Universum für immer verändern wird ...

Andreas Brandhorst, geboren 1956 im norddeutschen Sielhorst, hat mit seinen Romanen die deutsche Science-Fiction-Literatur des letzten Jahrzehnts entscheidend mitgeprägt. Mit dem erfolgreichen 2Kantaki'-Zyklus - bestehend aus Diamant, Der Metamorph, Der Zeitkrieg, Feuervögel, Feuerstürme und Feuerträume - gelang ihm Anfang der 2000er Jahre der Durchbruch. Seither sind spektakuläre Zukunftsvisionen verbunden mit einem atemberaubenden Thrillerplot zu seinem Markenzeichen geworden. Außerdem liegen von ihm die Mystery-Thriller Äon, Die Stadt und Seelenfänger vor. Andreas Brandhorst hat viele Jahre in Italien gelebt und ist inzwischen in seine alte Heimat in Norddeutschland zurückgekehrt.

Produktinformationen

    Größe: 799kBytes
    Herausgeber: Random House E-Books
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641042318
    Erschienen: 23.06.2010
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Kinder der Ewigkeit

Als Esebian in sein Haus über den Experimentalseen von Angar zurückkehrte, wusste er sofort, dass etwas nicht stimmte.
Während fünfhundert Meter weiter unten zweihundertsiebenunddreißig feuchtigkeitsorientierte Spezies in einem Beschleunigten Ökologischen Experiment grunzend, quiekend und manchmal in stummer Verzweiflung um ihr Überleben kämpften, herrschte hier oben Stille. Aber es war eine Stille, die weniger friedlich geworden war; irgendwo darin verbarg sich Gefahr.
Reiner Instinkt ließ Esebian im Eingang innehalten, ein alter Instinkt, so tief in ihm verankert, dass er selbst in seinem derzeitigen mentalen Modus, dem des gelassenen Wissenschaftlers, Alarm schlug."Kommen Sie herein", erklang die Stimme eines Fremden.
Es war völlig unmöglich, dass sich jemand ohne Autorisierung Zugang verschafft hatte. Das Haus war mit den besten Sicherheitssystemen ausgestattet, die man für Meriten bekommen konnte. Esebian musste es wissen, denn er hatte einen großen Teil seines Lebens damit verbracht, solche Systeme zu überlisten.
Er trat einen Schritt vor und damit über die erste Sicherheitsschwelle, die ihm durch subliminale Signale mitteilte, dass sein Haus über volles Verteidigungspotenzial verfügte. Seine Erweiterungen meldeten Bereitschaft."Ich verstehe Ihre Überraschung", fuhr die Stimme aus dem Innern des Hauses fort. "Ich versichere Ihnen, dass Sie nichts zu befürchten haben. Zumindest nicht hier."Esebian ging weiter und brachte auch die anderen Sicherheitsschwellen hinter sich, woraufhin das Innere des Hauses vom Stand-by - in den Standardmodus wechselte. Mehrere Zimmer entstanden, mit Möbeln aus dunklem Holz, wie er es mochte. Neben dem Tisch im Salon stand eine humanoide Gestalt vor dem hellen Hintergrund des breiten Panoramafensters, das sich zum Himmel von Angar öffnete und in der Ferne einige der fliegenden Forschungsstationen zeigte."Wer sind Sie?", fragte er und meinte eigentlich: Was sind Sie?"Nennen Sie mich ... Tirrhel.""Sie verletzen meine Privatsphäre, Tirrhel." Esebian ging zum Tisch im Salon und stellte seine Tasche darauf ab, in der sich auch einige externe Erweiterungen befanden."Niemand kann uns hören, niemand kann uns sehen", sagte Tirrhel ungerührt. "Für den Rest der Welten findet dieses Gespräch nicht statt. Und wenn Sie gestatten: Ihre Privatsphäre spielt in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle."Esebian begann zu ahnen, was es mit dem ungebetenen
Gast auf sich hatte. Eine der Möglichkeiten, und derzeit die unangenehmste, bestand darin, dass es sich um einen Schatten seiner Vergangenheit handelte. Manche Brücken ließen sich nie ganz abbrechen. Aber dass sie ihn ausgerechnet hier gefunden hatten, wer auch immer "sie" waren ..."Dieses Haus steht mit dem Magister beim Filigran über dem ersten Planeten dieses Sonnensystems in Verbindung", sagte er."Nicht mehr", erwiderte der Fremde gelassen. "Ich finde es erstaunlich, dass Sie es noch nicht bemerkt haben. Sind Sie nachlässig geworden?"Esebian wandte den Blick nicht von dem Fremden ab, als er mit einem Wink das Gesteninterface aktivierte und unmittelbar darauf den Grund für die Stille erfuhr, die ihm zuvor aufgefallen war: Aus dem angeregten Dialog des Hauses mit den verschiedenen Teilen des fast dreihundert Millionen Kilometer entfernten Magisters war ein gelegentliches Flüstern geworden."Haben Sie die Verbindung unterbrochen?", fragte Esebian erstaunt. "Ja."Das war Anlass genug für Esebian, den Besucher auf seiner persönlichen Gefährlichkeitsskala drei Stufen höher einzuordnen. Er hatte nicht nur die Sicherheitsschwellen des Hauses überwunden, unter ihnen einige sehr kreative, sondern auch den Kontakt zum Magister unterbrochen. So etwas erforderte erhebliche Ressourcen. Zum zweiten Mal innerhalb einer Minute fragte sich Esebian, wie er reagieren sollte. Er konnte seine eigenen Waffen verwenden, oder die des Hauses. Nichts deutete auf ein Neutralisierungsfeld hin, und die Verletzung der Privatsphäre galt nicht

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