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Kuss der Todesfrucht von Holdborg, Agnes M. (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Kuss der Todesfrucht

Morgen ist das Heute schon wieder gestern, oder? Was ist, wenn Traum, Wirklichkeit, Erinnerung und Zukunft nicht mehr ihre geordneten Wege gehen? Die Welt der Träume ist Manuela bekannt, flüchtet sie sich doch Nacht für Nacht dort hin. Doch die Schatten der Vergangenheit verfolgen sie überall, bis der geheimnisvolle Adol sie davon befreit. Er bringt sie in sein Reich, wo Zeit und Traum sich anders messen. Ihre Liebe scheint die verschiedenen Welten miteinander zu verbinden. Allerdings lauert Gefahr, die den Schrecken aus Manuelas früherem Leben zurückbringt. Es ist an der Zeit, dass sie sich dem stellt.

Marlies Borghold wurde 1959 in Borken (Westfalen) geboren, ist glücklich verheiratet und lebt seit über dreißig Jahren in der Nähe von Düsseldorf. Im Jahre 2013 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Agnes M. Holdborg die ersten beiden Teile ihrer romantischen Fantasy-Elfensaga Sonnenwarm und Regensanft ( Zwei Sonnen und Sonnensturm ). Im Sommer 2014 folgten hierzu der 3. Band Elfenstern , im Herbst 2015 der 4. Elfenlicht . 2016 erschien ihr Erotik-Thriller Der Horizont ist nah!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 433
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738028270
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 962 kBytes
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Kuss der Todesfrucht

Zeitlos

Bumbum, bumbum - Er kommt dich holen!

Bumbum, bumbum - Schleicht sich an auf leisen Sohlen.

Bumbum, bumbum - Er will dich beißen!

Bumbum, bumbum - Wird dich bald in Stücke reißen.

Bumbum, bumbum - Spür seinen Atem!

Bumbum, bumbum - Sollst in deinem Blute waten.

Sein Fell so warm! Sein Blick so kalt!

Er kommt dich holen, und zwar bald!

Bumbum, bumbum - Bumbum, bumbum - Bumbum, bumbum ...

Nein! Hilf mir!

Sie spürt die scharfen Krallen, hört das leise Grollen, riecht seinen Hunger, seine Lust - und weiß, Flucht ist sinnlos.

Ein Baum! Hoffnung!

Ihre Krallen schlagen in den Stamm. Nur noch ein Stück! - Doch da schnappt er zu, bringt sie erbarmungslos zu Fall ... lässt sie stürzen ... immer tiefer ... und tiefer ...

Bumbum, bumbum - Bumbum, bumbum - Bumbum, bumbum ...

Waren es ihre Herzschläge, die sie endlich erlösten und ins Hier und Jetzt zurückbeförderten, oder das monotone Ticken des alten Weckers? Manuela wusste instinktiv, es war ihr Herz. Es hatte sie zurückgeholt, zurück in ihre Welt, wo ihr nichts passieren würde. Hoffentlich!

Um vier in der Früh tappte sie ins Bad, um sich den dünnen Schweißfilm von der Haut zu schrubben.

Nichts sollte sie an die Nacht erinnern! Nichts durfte davon an ihr haften bleiben!

Fast hätte er mich gehabt , durchfuhr es sie. Für einen Augenblick lehnte sie die Stirn an das kühle Glas der Duschkabine, bevor sie abrupt das Wasser andrehte. Aber er kriegt mich nicht!, tröstete sie sich.

Müde nahm sie ihren weiteren Morgenrhythmus auf, der sie für den kommenden Tag aufbauen und stärken sollte: Cremen, Föhnen, Schminken, Anziehen.

"Fast fünf Stunden", überlegte sie laut, während sie die blank schimmernde Küche betrat. In ihrer Stimme schwang Zufriedenheit. Sie hatte die Nacht überstanden, darüber hinaus fast fünf Stunden Schlaf gefunden. Die Kaffeemaschine brodelte und zischte, bevor sie ihr herrlich duftendes Gebräu ausspuckte. Mit der Tasse in der Hand stellte Manuela sich auf ihrem winzigen Balkon dem Sonnenaufgang entgegen. Dabei versuchte sie, sich einzig auf den blutroten Feuerball zu konzentrieren, der einem goldschimmernden Schleierdunst entstieg.

"Auf den neuen Tag, Manuela. Du schaffst das." Dieses Mantra flüsterte sie nun schon seit mehr als vier Monaten jedem Tagesanbruch zu. Niemand kannte es. Niemand wusste es. So sollte es auch bleiben.

Mit einem Seufzer kehrte sie in die Küche zurück und stellte das Radio an, um den Sechs-Uhr-Nachrichten zu lauschen: "Guten Morgen, liebe Zuhörer, es ist Samstag, der ..."

Die restliche Ansage ging in dem Rauschen unter, das sich explosionsartig in Manuelas Hirn ausbreitete. Rauschen, Schwindel, plötzlich einsetzende rasende Kopfschmerzen übernahmen das Regiment, machten es ihr unmöglich, einen einigermaßen klaren Gedanken zu fassen.

"Samstag?", rief sie aus. "Wieso Samstag? Heute ist Freitag, verdammt nochmal, Freitag, Freitag, Freitag!"

Der Schwindel wurde stärker, ließ sie taumeln, sodass sie sich am rettenden Esstisch festhalten, dann hastig auf einem Küchenstuhl Platz nehmen musste. Trotz des Dröhnens im Kopf versuchte sie verzweifelt, Klarheit darin zu schaffen. Ruhig, Manuela, ganz ruhig! Denk nach!

Wie sie es geübt hatte, atmete sie wiederholt konzentriert ein und aus, bis tatsächlich etwas Ruhe einkehrte. Erst jetzt überlegte sie weiter: Gestern war Donnerstag, ganz sicher! Sie hatte gestern noch mit ihrem Chef besprochen, was heute - am Freitag! - an Geschäftsberichten und Vertragsvereinbarungen anstünde. Sie waren sich einig gewesen, dass es ein gemütlicher Wochenabschluss werden würde, ohne Stress und Überstunden. Verflucht, heute konnte nicht Samstag sein, niemals! Denn das würde ja

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