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Maddrax 477 - Science-Fiction-Serie Die Aufständischen von Vennemann, Sascha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Maddrax 477 - Science-Fiction-Serie

Als Kilian von Colonel Kormak verraten und den Initiatoren ausgeliefert wird, gelangt mit ihm ein Spion in die Zentrale der Macht: Die Schwarmintelligenz One begleitet als Armreif getarnt Kilian zur Hirnverwertung und schleust sich in das Kollektiv ein! Ein wichtiger Verbündeter, denn Matthew Drax hat vor, die dort inhaftierten Kontras zu befreien. Nur von ihnen kann er die Wahrheit über die Pläne der Initiatoren erfahren. Dabei kämpft Matt einen Zweifrontenkrieg, denn auf Novis muss er verhindern, dass Colonel Kormak die Herrschaft über die Menschenkolonie an sich reißt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 02.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732564118
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Maddrax 477 - Science-Fiction-Serie

Zuerst war er verwirrt, weil er auf der Seite lag und das Gesehene perspektivisch nicht richtig einordnen konnte. Schwindelgefühl erfasste ihn augenblicklich, und er bemerkte, wie sich Flüssigkeit seine Kehle hinaufarbeitete.

Leise stöhnend rollte Kilian sich auf den Rücken, und der Brechreiz verging so schnell, wie er gekommen war.

Jetzt blickte er auf einen Himmel, der in ein seltsames ockerfarbenes Licht getaucht war. Die Vibrationen, die in seinem Schädel dröhnten, waren immer noch da und ein vertrautes Surren deutete ihre Quelle an.

Ich liege auf einer Schwebeplattform! , erkannte er. Vorsichtig hob Kilian den Kopf und sah sich um, darauf bedacht, sich nicht auffällig zu bewegen. Seine Hände waren ihm vor dem Bauch gefesselt worden, das spürte er. Sein Kopf ragte unter einem groben, stinkenden Stofffetzen hervor, mit dem man den Rest seines Körpers bedeckt hatte.

So, wie wir es mit unseren Gefangenen getan haben , ging es Kilian durch den Kopf, und im selben Moment überkam ihn ein wohlbekanntes Gefühl der Scham und der Angst.

Er schämte sich, weil er sich so bereitwillig für die im Nachhinein durchschaubare Aktion von Colonel Aran Kormak hatte einspannen lassen, angebliche Aufständische in Novis Prime zusammenzutreiben und gefangen zu nehmen. Er schämte sich, weil er sich - in der Hoffnung und Aussicht darauf, seine Frau Onya und seine Tochter Pliya wiederzusehen - dem Colonel so angebiedert hatte. Dass er erst spät auf sein schlechtes Gewissen gehört und trotzdem weiter mitgemacht hatte. Und er schämte sich, weil er nicht der Einzige gewesen war. Rund zwanzig Hoffnungslose hatte der Colonel für diese Aufgabe gefunden.

Verzweiflung tötet die Angst und den Verstand , dachte er. Es gab immer wieder miese Piigs, die sich das zunutze machten, die diejenigen, die am Ende waren, für ihre Drecksarbeit benutzten.

Aus den Augenwinkeln sah Kilian, dass nahe bei ihm ein weiterer Körper auf dem Boden der Schwebeplattform ruhte. Unter der Decke ragten nur zwei kräftige Beine hervor, aber Kilian wusste sofort, wem sie gehörten.

Roory ...

Der Hüne war sein Partner bei der Aktion gewesen, die sie für Kormak ausführen sollten. Roory war genau wie Kilian ein Getriebener, der wissen wollte, wo seine geliebte Mutter geblieben war. Wie Kilians Frau und Tochter war auch Roorys Mama , wie er sie liebevoll nannte, in Novis Prime verschwunden. Kormak hatte versprochen, ihnen beiden bei der Suche nach ihren Angehörigen zu helfen.

Dafür, dass wir selbst weitere Menschen verschwinden lassen ... Kilians schlechtes Gewissen quälte ihn wirklich.

Mit der Erkenntnis, das Falsche zu tun, war irgendwie alles aus den Fugen geraten. Roory bestand darauf, weiterzumachen, und als dann auch noch Eileen aufgetaucht war, musste Kilian eingreifen. Er hatte den Hünen mit einem Betäubungsschuss außer Gefecht gesetzt und gefesselt.

Eileen, die verwirrte Barbarin, war dabei gewesen, als Kilian von seiner Familie getrennt worden war. Sie hätte vielleicht wissen können, was mit Onya und Pliya geschehen war!

Doch sie war krank. Aruula meinte, ihr Geist sei verwirrt. Maddrax und sie hatten Eileen mit sich genommen, wollten sich um sie kümmern.

Kilians letzter Rettungsanker war, sich auf denselben Weg zu wagen, den vermutlich auch seine Frau und seine Tochter gegangen waren. Er wollte sich in die Fänge Kormaks begeben, der ihn - zusammen mit den anderen Gefangenen - an einen unbekannten Ort brachte. Alle Aufständischen und alle Mitwisser würden das Schicksal teilen, von dem Kilian keine Ahnung hatte, wie es aussehen könnte. Nun, er würde es wohl bald erfahren.

Es hat also geklappt! , dachte Kilian. Er hatte Maddrax gebeten, dem bewusstlosen Roory die Fesseln abzunehmen und ihn selbst zu betäuben. Kilians Plan: Roory würde zuerst erwachen, da

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