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Manhattan 2058 - Folge 4 Der Verrat von Adams, Dan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.08.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Manhattan 2058 - Folge 4

Tyra erreicht endlich ihre Kontaktperson Lillith - doch kann sie ihr noch vertrauen? Auch Mike muss sich erneut fragen, wer seine wahren Feinde sind, als er eine schockierende Entdeckung macht ... Zur gleichen Zeit fürchtet Marrot Sida, der Anführer der Ghule, dass der Rückhalt unter seinen Leuten bröckelt - und auch von Kizuato droht ihm Gefahr.

ÜBER DIE SERIE:

In einer finsteren Zukunft sucht ein Cop nach Vergeltung ... doch wer ist der wahre Feind?

New York, 2058: Hochwasser, Umweltverschmutzung, Überbevölkerung und Kriminalität bedrohen die Metropole. Ein Bürgerkrieg schwelt in den Vereinigten Staaten, und die Politik ist von mächtigen Konzernen korrumpiert.

Polizist Mike Quillan macht die Terrororganisation Phoenix Rising für den Tod seiner Verlobten verantwortlich. Doch dann kommt er dem Geheimdienst Black Guard in die Quere - und entdeckt eine Verschwörung, die ihm sämtliche Gewissheiten nimmt ...

Action garantiert - die SF-Thriller-Serie 'Manhattan 2058'!

eBooks von beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen.

Dan Adams ist das Pseudonym von Jürgen Bärbig, geboren 1971. Er war Stipendiat der Bastei Lübbe Academy und nahm 2014 an der einjährigen Masterclass teil. Für Bastei Lübbe schrieb er zuletzt die spannende Western-Serie 'Three Oaks'. Mit dem actionreichen SF-Thriller 'Manhattan 2058' entwirft er ein düsteres, packendes Szenario der nahen Zukunft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 132
    Erscheinungsdatum: 14.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732545513
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1751 kBytes
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Manhattan 2058 - Folge 4

2

Zuerst war da ... gar nichts, höchstens Stille. Doch dann wurde diese Stille von leisen, verzerrten Stimmen durchbrochen. Sie sagten irgendetwas. Ob sie mit ihm sprachen oder über ihn, wusste Quillan nicht, und es fehlte ihm schlicht die Kraft, die Augen zu öffnen und nachzusehen. Trotzdem musste er irgendetwas gemacht haben, denn man wurde auf ihn aufmerksam. Er spürte, dass jemand seine Hand nahm und sie drückte. "Heeeeeyyyy, Dooornröschen", zog es sich wie Kaugummi durch seine Gehörgänge. "Aufwachen, genug geschlafen." Die Stimme klang freundlich und wurde deutlicher. Eine Frau, so viel hatte sein träger Geist schon begriffen. Eine zweite Frauenstimme kam dazu. "Treten Sie bitte zur Seite, Sergeant. Ich gebe ihm etwas, das ihn wieder auf die Beine bringen wird." Schon steckte eine Nadel in seinem Arm. "Auaah", tropfte es ihm zäh von den Lippen.

"Hören Sie auf zu jammern! Seien Sie froh, dass sie überhaupt noch was spüren. Normalerweise sind meine Patienten alle schon tot."

Die Bemerkung brachte Quillan dazu, schnell die Augen zu öffnen. Grelles Licht blendete ihn, und er zuckte zurück. "Mhm", machte er gequält, und mit einem Mal war die Erinnerung zurück. Der Asiate, die Verfolgung, der Kampf auf der Brücke und dann der Elektroschock, der ihn ausgeknockt hatte.

Stöhnend richtete Quillan sich auf und fasste sich an den Kopf. Erst jetzt bemerkte er Liberty, die an seinem Bett stand und ihn anlächelte. Sie trug noch den Körperpanzer aus dem Einsatz am Hudson River. Ihr Gesicht war dreckig, in ihren weiß gefärbten Haaren klebten Rußflocken.

"Langsam wird es bei mir zur Gewohnheit, im Krankenhaus aufzuwachen", brachte Quillan mühsam hervor. Seine Zunge fühlte sich pelzig an.

"Du bist nicht im Krankenhaus, sondern im DSO auf der Krankenstation. Dr. Bruninger hat dich wieder auf Vordermann gebracht."

"Krankenhaus, Krankenstation, was macht das für einen Unterschied? Moment mal ... was meinte sie eben damit, dass ihre Patienten üblicherweise tot sind?"

"Weißt du nicht mehr? Sie ist doch unsere Pathologin, aber da wir keinen Arzt mehr haben, hilft sie eben aus, wenn's sein muss."

Wie bestellt kehrte Dr. Bruninger an sein Bett zurück. Sie war verdammt hübsch, fast wie ein Model, mit ihren langen blonden Haaren, dem fein geschnittenen Gesicht und den wachen blauen Augen. Der Arztkittel war zwar nicht gerade das vorteilhafteste Kleidungsstück, aber Quillan konnte die schlanke Gestalt darunter erahnen. Sein Paps hätte sie in die Kategorie Heißes Teil eingeordnet. Er lächelte ungewollt, doch das verging ihm gleich wieder, als die Ärztin seine Augenlider grob mit den Fingern weitete und mit einer kleinen Taschenlampe hineinleuchtete. Bunte Flecken blieben zurück, als sie fertig war. "Sieht gut aus." Sie zupfte ihm die Zugänge aus dem Handrücken und klatschte ein Pflaster drauf. "Sie können ihn mitnehmen, Sergeant."

"Na dann komm mal mit!" Liberty zog ihm die Bettdecke weg. Quillan war überrascht. Er war nackt. Erschrocken legte er die Hände über sein bestes Stück.

"Ach, jetzt hab dich nicht so! Ich habe schon genug nackte Männer gesehen." Liberty warf ihm einen in Plastik verpackten Satz Unterwäsche und einen Overall zu, der über einem Stuhl gelegen hatte. "Zieh dich an, ich schau auch weg." Sie drehte ihm den Rücken zu und sah in das abgedunkelte Fenster. Aus dem Augenwinkel bemerkte Quillan, dass sie in der Spiegelung alles sehen konnte und dabei fröhlich grinste. Statt empört zu sein, ließ er ihr den Spaß. Nachdem er sich fertig angezogen hatte und es nichts mehr zu sehen gab, wurde sie wieder ernst und bedeutete ihm, ihr zu folgen. Dann sagte sie: "Astrapovic ist übrigens stinksauer auf dich. Kirkland auch. Er will dich sehen."

Quillan brauchte nicht nach dem Grund zu fragen. Er hatte Befehle missachtet und das Team mit seinem Alleingang gefährdet. "Ist der Japaner denn entkommen?", fragte er erschrocken.

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