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Manhattan 2058 - Folge 6 Lockdown von Adams, Dan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Manhattan 2058 - Folge 6

Nach dem Desaster im Bradbury Hotel ist die Black Guard Tyra und Mike erneut auf der Spur. Währenddessen tauchen immer mehr Beweise für das Komplott auf, in das der Geheimdienst verwickelt ist. In einer radikalen Aktion riegelt die Black Guard ganz New York ab - können Mike, Liberty und Tyra lange genug überleben, um die Welt über den wahnsinnigen Plan zu informieren?

Der Showdown des actionreichen SF-Thrillers 'Manhattan 2058'!

ÜBER DIE SERIE:

In einer finsteren Zukunft sucht ein Cop nach Vergeltung ... doch wer ist der wahre Feind?

New York, 2058: Hochwasser, Umweltverschmutzung, Überbevölkerung und Kriminalität bedrohen die Metropole. Ein Bürgerkrieg schwelt in den Vereinigten Staaten, und die Politik ist von mächtigen Konzernen korrumpiert.

Polizist Mike Quillan macht die Terrororganisation Phoenix Rising für den Tod seiner Verlobten verantwortlich. Doch dann kommt er dem Geheimdienst Black Guard in die Quere - und entdeckt eine Verschwörung, die ihm sämtliche Gewissheiten nimmt ...

Action garantiert - die SF-Thriller-Serie 'Manhattan 2058'!

eBooks von beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen.

Dan Adams ist das Pseudonym von Jürgen Bärbig, geboren 1971. Er war Stipendiat der Bastei Lübbe Academy und nahm 2014 an der einjährigen Masterclass teil. Für Bastei Lübbe schrieb er zuletzt die spannende Western-Serie 'Three Oaks'. Mit dem actionreichen SF-Thriller 'Manhattan 2058' entwirft er ein düsteres, packendes Szenario der nahen Zukunft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 09.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732545537
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Manhattan 2058 - Folge 6

3

Doktor Davis war nach seinem Gespräch mit Michael Quillan nach Hause geflogen und hatte versucht zu schlafen, was ihm allerdings nicht gelungen war. Kurz vor Morgengrauen war er dann aufgestanden, hatte sich geduscht, rasiert und einen frischen Anzug angezogen. Seine Krawatte hatte er fünfmal gebunden, bis er mit dem Knoten endlich zufrieden gewesen war. Danach hatte er gefrühstückt, etwas, was er sonst nur an den Wochenenden tun konnte. Schwarzen Tee mit zwei Tropfen Sweeties, Toast mit handgemachter Kirschmarmelade, die er ebenso teuer eingekauft hatte wie den Orangensaft aus echten Früchten. Mit allem hatte er sich Zeit gelassen, es genossen. Dabei lag ein Hauch Wehmut in jeder seiner Tätigkeiten, denn er hatte die bedrückende Ahnung, dass er nicht wieder zurückkehren würde. Davis atmete tief durch, als er seine Wohnung verließ und einen letzten Blick hineinwarf, ehe er in sein Air C stieg und nach Fort Tilden flog.

Wolkenbänder standen scheinbar reglos am Himmel. Fächer aus Sonnenlicht suchten sich ihren Weg durch sie hindurch. Es war ein Farbenspiel aus Weiß, Blau und Gold, das die Ränder der Wolken zum Leuchten brachte. Davis fühlte sich seltsam befreit, als er darauf zuflog und das Bild in sich aufsog.

Wie oft hatte er diese Route genommen, wie oft hatte sich ihm solch ein wundervolles Bild geboten, und er hatte es nicht gesehen? Er kannte die Antwort nicht.

Die kahle Halbinsel, auf der Fort Tilden lag, kam in Sichtweite. Er wurde angefunkt, seine Sicherheitsfreigabe und seine Identität wurden angefragt, und er übersendete seine persönlichen Codes. Alles war so alltäglich wie immer.

Er parkte das Air C außerhalb des Gefängniskomplexes auf einem großen Parkplatz, auf dem rund vierzig andere Fahrzeuge standen. Fort Tilden besaß eine eigene U-Bahn-Station, die ausschließlich von Mitarbeitern benutzt werden durfte. Selbst Davis musste sie nehmen. Obwohl er der Leiter der psychologischen Abteilung war, hatte er nur ein Anrecht auf einen markierten Parkplatz in der Nähe der U-Bahn-Station.

Sonst war er genauso viel wert wie die einfachste Putzhilfe. Davis nahm die Rolltreppe, die hinunter zu den Gleisen führte. Dort unten roch es immer etwas abgestanden und stickig, und der knisternde Hauch von Elektrizität lag in der Luft. Eine U-Bahn in mattem Silber und ohne jegliche Aufschrift stand am zweiten Gleis und wartete. Auf dem Bahnsteig patrouillierten bewaffnete Posten. Ein alltäglicher Anblick für Davis, doch heute sorgte er dafür, dass ihm der Schweiß auf die Stirn trat. Er bestieg die U-Bahn, in der bereits andere Angestellte saßen und auf die Abfahrt warteten. Davis wurde gegrüßt, und er grüßte flüchtig zurück, ehe er sich schnell einen abgelegenen Sitzplatz suchte. Er wollte mit niemandem reden. Kurz darauf setzte sich die U-Bahn in Bewegung. Fünf Minuten und vierundzwanzig Sekunden Fahrt lagen vor ihnen. So war es jeden Tag auf die Sekunde genau, und heute war es nicht anders. Nachdem er ausgestiegen war, reihte er sich in die Gruppe der Angestellten ein, die den Aufzug nahmen. Er musste vier Etagen in die Tiefe fahren. Von nun an begleitete ihn künstliches Licht in Form von Neonröhren, Bodenmarkierungen, die den Weg wiesen, Notausgangsschildern und Deckenleuchten mit sanftem Lichtspiel in den Aufenthaltsräumen. Er hatte sich so daran gewöhnt, dass ihm richtiges Tageslicht fast unnatürlich vorkam.

Er betrat seine Abteilung, grüßte die Schwester am Empfangstresen, die ihm einen Lightpad entgegenstreckte und gleich auf ihn einredete. Er nickte freundlich, hörte aber kaum zu und sagte so etwas wie "Ich werde mich später darum kümmern", ehe er in seinem Büro verschwand. Er streifte den Kittel über, der an der Garderobe hing, und ging gleich danach ins Medikamentenlager, das aus acht Reihen mit Schubladenregalen bestand, die bis unter die Decke reichten. Einen anderen hätte die schiere Anzahl an Medikamenten verwirrt, nicht so Davis, der sofort fand, wa

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