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Mea Suna - Seelensturm Band 1 von Cherubim, Any (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Mea Suna - Seelensturm

MEA SUNA - Seelensturm Band I Die junge Jade Lewis belauscht heimlich ein Gespräch ihres Onkels. Ihre 4 Minuten jüngere Zwillingsschwester Amy soll in tödlicher Gefahr schweben. DER TALURI, ein eiskalter Killer, hat den Auftrag sie zu töten. Mutig beschließt Jade, für das Leben ihrer Schwester zu kämpfen und ist fest entschlossen, sich jeder Gefahr zu stellen. Als sie dem Taluri gegenübersteht, löst er verwirrende Emotionen in ihr aus. Kann Jade hinter das Geheimnis der Taluris blicken? 'Er war ein Taluri, gefährlich, stark und geheimnisvoll. Und obwohl mir klar war, dass er meine Schwester töten will, war ich fasziniert von ihm.' Leserstimmen: Wow! Ich bin absolut begeistert von dieser wirklich packenden Geschichte, die mich nicht losließ. Als ich Mea Suna auf den Kindle geladen habe, dachte ich, es handle sich um einen ganz netten Jugendroman mit einem bisschen Fantasie. Ich hatte nicht erwartet, dass der Roman soooo gut ist. Eine klare Leseempfehlung. Ich habe noch nie einen Fantasie-Roman gelesen. Aber trotzdem, oder gerade deshalb hat mich die Geschichte so gefesselt. Es ist eine Fantasie-Story in Neuzeit. Es liegt eine Menge Liebe und Kribbeln in den Zeilen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 420
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783730958490
    Verlag: BookRix
    Größe: 2486 kBytes
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Mea Suna - Seelensturm

Kapitel 1

Der Mond schien hell in dieser Nacht. Klar war der Himmel und die Sterne glitzerten. Der große Baum vor dem Fenster warf seine Schatten in unser Zimmer. Mit jedem kleinen Windstoß bewegten sich die Äste. Kühl strich die Nachtluft über meinen Körper, die von dem geöffneten Fenster hereinströmte. Meine Haut reagierte sofort darauf. Ich zog die Decke über meine Schultern und genoss das wohlige Gefühl meiner eigenen Wärme.

Alles schlief. Es war still im Haus, nur ich war noch wach, drehte mich unruhig zur Seite, strich mein langes, braunes Haar aus meinem Gesicht und lauschte der Stille. Die Geräusche des Tages waren verklungen und würden in ein paar Stunden von Neuem erwachen. Klapperndes Geschirr aus der Küche, der Rasenmäher auf dem Grundstück und die Menschen, die hier lebten und arbeiteten, würden wieder zu hören sein. Doch jetzt war alles stumm, nur die Alarmanlage, die uns bewachte, tat fast unhörbar ihre Arbeit.

Ich hatte das Gefühl, allein im Raum zu sein und doch sah ich meine Zwillingsschwester in ihrem Bett liegen - auf der anderen Seite des Zimmers. Ihre Decke hatte sie um ihren Körper geschlungen, sie schlief ruhig und fest. Amy liebte es, auszuschlafen, während ich gerne früh aufstand. Erst wenn die Sonne schon die Mittagszeit einläutete, erwachte sie. Ihre Haare waren zerzaust, und sie schien noch eine Weile zu brauchen, bis sie endlich richtig wach wurde. Die übliche Dusche vertrieb ihr die Müdigkeit schlagartig. Bis sie zum Mittagessen erschien, waren die Spuren ihres tiefen Schlummers meist verschwunden. Sie besaß die gleichen großen Augen, die gleiche kleine Nase, den gleichen vollen Mund, wie ich. Ihre Haare hatten genau den gleichen Farbton und auch die Länge war identisch. Erst beim näheren Hinsehen konnte man wenige, feine Unterschiede erkennen. Wir glichen uns, für jeden sichtbar, doch innerlich konnten wir nicht unterschiedlicher sein. Zwillinge von außen, jedoch innen zwei gegensätzliche Pole. Wir waren wie Yin und Yang, Sturm und Sonnenschein, hell und dunkel, sie laut und ich leise.

Amys grün-graue Augen waren einen Tick dunkler als meine und strahlten mehr. Wir achteten auf unsere Ernährung und waren beide schlank, doch war es ihre Figur, die in einem Kleid besser aussah. An meinen Armen, Beinen und am Bauch konnte man die sanften Linien, die meine Muskeln abzeichneten, erkennen. Es stimmte, dass ich sportlicher war als sie und trotzdem fand ich Amy schon immer hübscher. Ihre Linien waren zarter, femininer. Manchmal fragte ich mich, ob ich genauso anmutig und stilvoll wirkte wie sie. Den Leuten auf der Straße wurde sofort klar, dass wir Zwillinge sind. Ich liebte sie. Unsere Verbundenheit war stark - vielleicht stärker als bei anderen Geschwistern.

Es gab ein Geheimnis, von dem nur wir beide wussten. Wir sprachen nie darüber, doch wir spürten es. Ein Blick, eine Berührung und ich erkannte ihre Stimmung an der Farbe ihrer Aura, die aus ihrem Körper strömte. Für alle unsichtbar, nur für uns nicht. Es war eine besondere Verbindung - eine Gabe, die wir uns seit unserer Geburt teilten. Manchmal lästig, aufdringlich und nervig. So wusste ich ganz instinktiv, wenn sie wütend, traurig, aufgeregt oder glücklich war. Es brachte mich dazu, sensibel darauf zu achten, in welcher Verfassung meine Schwester sich gerade befand. Das Wissen, vier Minuten älter zu sein, gab mir das Gefühl, sie schützen zu müssen, sie in die richtige Richtung zu lenken, sie hin und wieder zurechtzuweisen. Sie mochte es nicht und manchmal stritten wir uns deshalb.

Ganz oft träumte ich davon, ihre Aura nicht mehr sehen zu können. Jenes Farbenspiel, das es mir möglich machte, ihre Stimmungen zu deuten und ihren Seelenzustand zu lesen. Woher diese Gabe kam, wusste ich nicht, sie war einfach von Anfang an da. Wir wurden so geboren, zumindest glaubte ich es. Einmal googelte ich danach, doch ohne Ergebnis.

Amy war etwas Besonderes und das bewies sie, als

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