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Midnight, Texas - Nachtschicht Roman von Harris, Charlaine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Midnight, Texas - Nachtschicht

Mysteriöses ereignet sich in Midnight, in Texas: Aus dem örtlichen Pfandleihhaus verschwinden Waffen, nur um später an den Schauplätzen dramatischer Selbstmorde wieder aufzutauchen. Vampir Lemuel ist sofort klar, dass es hier nicht mit rechten Dingen zu geht. Bei seinen Recherchen findet er heraus, das die rätselhafte Selbstmordserie etwas mit Midnight selbst zu tun hat. Denn es gibt einen Grund, warum sich Hexen, Vampire, Werwölfe und Schattengeschöpfe aller Art in Midnight so wohl fühlen. Einen Grund, der selbst einem gestanden Vampir die Haare zu Berge stehen lässt ... Charlaine Harris wuchs im Mississippi-Delta auf und begann schon in frühen Jahren mit dem Schreiben. Mit ihren Mystery-Romanen zählt sie zu den New-York-Times-Bestsellerautorinnen, ihre erfolgreiche Buchreihe True Blood wurde als große TV-Serie verfilmt. Charlaine Harris lebt mit ihrer Familie in Arkansas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 08.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641220884
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 31916
    Originaltitel: Night Shift - Midnight, Texas Book 3
    Größe: 1457 kBytes
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Midnight, Texas - Nachtschicht

1

A m nächsten Abend trafen sich die Bewohner Midnights in Bobo Winthrops Pfandleihhaus, in dem dieser tagsüber selbst auch arbeitete.

Der Laden befand sich in einem sehr alten Gebäude, dessen Holzdielen freundlich knarrten, und bot die seltsamsten Dinge zum Verkauf. Im weitläufigen Eingangsbereich standen zum Beispiel zahllose Stühle jeglichen Alters und in allen erdenklichen Farben und Ausführungen, sodass er sich als gemütlicher Treffpunkt für eine Lagebesprechung der Stadtbewohner geradezu anbot. An der linken Wand neben dem Eingang war ein Ladentisch mit einem Barhocker zu sehen, auf dem Bobo normalerweise saß, wenn Kunden im Laden waren.

Wenn gerade niemand da war, bevorzugte Bobo allerdings seinen mit Samt bezogenen Lieblingslehnstuhl. Der war zwar ziemlich alt und bereits ein wenig durchgesessen, aber Bobo fand ihn trotzdem sehr bequem und nebenbei auch noch hübsch. Er hatte ihn so gedreht, dass er den ganzen Laden im Blick hatte - von den überladenen Regalen, die die seltsamsten Hinterlassenschaften der menschlichen Spezies beherbergten, bis zu den Schaukästen, in denen es glänzte und glitzerte. Es gab zum Beispiel ein ganzes Regal mit verschiedensten Schleifmaschinen, während sich in einem anderen unzählige Kaugummiautomaten aneinanderdrängten. Und natürlich war da auch noch der Schmuck - egal ob echt oder eindeutig unecht.

In einer etwas abgelegenen Ecke im hinteren Teil des Ladens lagerten schließlich die Gegenstände, die möglicherweise magische Fähigkeiten besaßen. Fiji Cavanaugh, die Hexe, die gleich auf der anderen Seite der Witch Light Road wohnte, hatte ihm vor einiger Zeit vorgeschlagen, sich jedes Objekt genauer anzusehen, bevor Bobo es zum Verkauf anbot.

Heute Abend war Fiji die Erste, die den Laden betrat. Sie lächelte, als sie Bobo sah, und nahm in einem Stuhl Platz, von dem aus sie die anderen Gäste im Blick haben würde. Die Hexe war Ende zwanzig, hatte braune Augen, einen herrlich kurvigen Körper und golden schimmernde Haut - zumindest an den Stellen, die sie nicht ständig vor der texanischen Sonne schützte.

Der Rev und sein Schützling Diederik kamen als Nächstes und ließen sich direkt neben Fiji nieder. Der Rev war ein kleiner, knochiger Mann, der selten sprach und irgendwie ausgedörrt wirkte. Seine schütteren schwarzen Haare waren sorgfältig nach hinten gekämmt, und er trug jeden Tag dasselbe: ein weißes Hemd, schwarze Hosen, einen schwarzen Mantel, einen schwarzen Cowboyhut, Cowboystiefel und eine Schnürsenkelkrawatte mit einem türkisfarbenen Stein. Er hatte scheinbar irgendwann beschlossen, dass sein Leben um einiges einfacher werden würde, wenn er sich keine Gedanken über seine Kleidung machen musste.

Diederik war das genaue Gegenteil seines älteren Begleiters, denn er wirkte kerngesund und strotzte geradezu vor Lebensfreude. Der Junge sah aus wie neunzehn, und man mochte glauben, dass er wie Marina Desoto das erste Jahr aufs College ging - doch das war ein Trugschluss. Diederik hatte ein breites, olivfarbenes Gesicht, leicht schräg stehende, violette Augen und dichte, dunkle Haare. Er hatte die Statur eines Wrestlers, doch er bewegte sich unerwartet anmutig.

Bevor er sich setzte, drückte er Fiji einen Kuss auf die Wange. Sie lächelte und hoffte, dass es möglichst mütterlich wirkte. Als sie Diederik vor ein paar Monaten kennengelernt hatte, war er noch ein kleiner Junge gewesen, doch mittlerweile war ein erwachsener Mann mit einem großen Interesse am weiblichen Geschlecht aus ihm geworden.

Fijis Blick wanderte zu Olivia Charity, die außer ihr die einzige Frau in der Runde war. Hatte Olivia ebenfalls gemischte Gefühle, was Diederik betraf? Nein. Sie spürte, dass Olivia nichts dergleichen empfand. Diederik war bloß ein kleiner, unbedeutender Punkt auf Olivias Radar.

Kurz darauf wandte sich Olivia an Fiji und erzählte ihr, über wen sie gerade wirklich nachgedacht hatte. "Lemuel arbeitet

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