text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Mythor 127: Das Dämonentor von Haensel, Hubert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2015
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
1,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Mythor 127: Das Dämonentor

Mythor, der Sohn des Kometen, begann vor rund zweieinhalb Jahren seinen Kampf gegen die Mächte des Bösen in Gorgan. Dann wurde der junge Held nach Vanga verschlagen, der von Frauen beherrschten Südhälfte der Lichtwelt. Und obwohl in Vanga ein Mann nichts gilt, verstand Mythor es nichtsdestoweniger, sich bei den Amazonen Achtung zu verschaffen und den Hexenstern zu erreichen, wo er endlich mit seiner geliebten Fronja zusammenkam. Inzwischen haben der Sohn des Kometen und seine Gefährten, zu denen neben Fronja, der ehemaligen Ersten Frau von Vanga, eine beachtliche Streitmacht zählt, Carlumen, die fliegende Stadt des legendären Caeryll, in Besitz genommen und mit diesem ehemaligen Fahrzeug des Lichts eine wahre Odyssee durch die Schattenzone hinter sich, bevor sie in den Süden Gorgans gelangten. Gegenwärtig, nach der Begegnung mit den Luminaten von Lyrland, befindet sich Mythor wieder an Bord der fliegenden Stadt. Necron, Sadagar und Aeda, die drei Nykerier, sorgen dafür, dass Carlumen Kurs auf Tata nimmt. Denn dort liegt das Zentrum von Catrox, jenem Dämon, mit dem die Steinleute unbedingt abrechnen wollen, um ihr Volk von großem Ungemach zu befreien. Aber die selbstgestellte Aufgabe scheint sogar die besten Kämpfer des Lichts zu überfordern, denn im Zentrum von Tata liegt DAS DÄMONENTOR ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 19.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845398792
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 591 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Mythor 127: Das Dämonentor

1.

Schwerfällig schwang Carlumen herum. Die auflaufende Flut würde die fliegende Stadt stranden lassen, wenn man nicht auf der Hut war. Immerhin litten Caeryll und der Carlumen-Organismus nach wie vor unter der magischen Ausstrahlung des Dämonentors.

Gerüstet standen alle waffenfähigen Männer und Frauen entlang der Barrikaden, bereit, jeden Gegner zurückzuschlagen. Die Katapulte waren gespannt. In eisernen Trögen loderten Holzfeuer, denn glühende Geschosse sollten die wendigen Doppelrumpfschiffe der Tatasen fernhalten.

Die Passage zwischen den Felsen hindurch aus der Bucht hinaus war tückisch. Immer neue Strudel drohten Carlumen gegen die schroffen Klippen zu werfen.

An Bord herrschte angespannte Erwartung. Immerhin konnte man nur vermuten, wie viele Gegner sich im Nebel verbargen, der über der offenen See lag.

Die Carlumer wussten, was sie erwartete. Von Kaytim, der Toteninsel, hielten sich die dämonischen Einflüsse fern. Sobald man jedoch die unsichtbare Grenze überschritt, würde jeder an Bord um sein Leben kämpfen müssen.

"Sieh!" Tertish, die neben Mythor und Fronja auf erhöhter Warte auf dem Bugkastell stand, streckte ihre Rechte aus. Keine fünfzig Schritt vor der fliegenden Stadt wölbte sich ein schäumender Wellenberg empor, und der geschuppte Schädel eines Meeresungeheuers durchstieß die Oberfläche.

Schreie wurden laut, einige Bogenschützen eilten heran. Das Monstrum tauchte jedoch wieder unter, ehe sie ihre Pfeile verschießen konnten.

Eine steife Brise trieb die Gischt mannhoch vor sich her. Weit holte Carlumen über, als sie den Windschatten der Felsen verließ. Die ersten tatasischen Katamarane kamen näher.

"Sie versuchen, uns zu rammen", stellte Fronja fest.

Tertish, die Todgeweihte, befahl den Verteidigern, in Deckung zu gehen.

"Die Schiffe werden kurz vorher abdrehen", sagte sie. "Ohne volle Besegelung sind sie zu langsam, um uns ernsthaft zu beschädigen."

Sie sollte recht behalten. Keine zehn Schritt entfernt zogen die Katamarane vorüber. Ein wahrer Pfeilhagel ergoss sich über Carlumen, freilich ohne Schaden anzurichten.

"Jetzt!", schrie die Kriegsherrin.

Mehrere Katapulte wurden ausgelöst. Seine Steine und glühende Holzscheite gingen rings um die Angreifer nieder.

"Zielt gefälligst besser! So werden wir niemals durchbrechen."

Gierig lauerte der Nebel über dem Wasser. Die fliegende Stadt tauchte darin ein wie in eine andere Welt. Seltsam verzerrt klangen alle Geräusche. Von Kaytim waren nur mehr schattenhafte Umrisse zu erkennen.

Irgendwo knatterten Segel im Wind. Zu sehen war so gut wie nichts. Schwer lag Carlumen auf den Wellen.

"Ich fühle sie", sagte Fronja unvermittelt. "Sie sind ganz nahe."

Zwei Herzschläge später brachen die Tatasen aus dem Brodem hervor. Diesmal näherten sie sich von achtern. Zwei jeweils dreißig Schritt lange Doppelrumpfschiffe schoben sich so schnell heran, dass den überraschten Verteidigern keine Zeit blieb, die Katapulte auszurichten.

Enterhaken verkrallten sich in der Schwammscholle oder an den hölzernen Barrikaden. Die Schiffe lagen tief im Wasser. Hundert Krieger oder mehr mochten mit ihnen gekommen sein, und ihr Vorgehen war gut abgestimmt. Durch Bogenschützen gedeckt, kletterten die ersten bereits an den Tauen empor.

Überall entbrannten heftige Kämpfe.

Zwei von Tertishs Amazonen bedienten den Wurfbock über der Brücke. Aber noch ehe sie ihn auf das neue Ziel gerichtet hatten, wurden sie von Speeren niedergestreckt.

Mit einem zornigen Kampfschrei auf den Lippen, stürmte die Kriegsherrin jenen Tatasen entgegen, die sich soeben über das rechte Widderhorn emporzogen.

Dann sprachen die Klingen. Tertish kämpfte wie eine Besessene. Mit nur einem Arm erwehrte sie sich vier Angreifern zugleich. Fronja, die ihr gefolgt war,

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen