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Mythor 172: Rauhnacht von Haensel, Hubert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2015
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Mythor 172: Rauhnacht

Als Mythor in der durch ALLUMEDDON veränderten Welt zu sich kommt, ist er sich seines Auftrags nicht bewusst, denn man hat ihn seiner Erinnerungen beraubt. Erst bei der Begegnung in der Drachengruft wird Mythor dieses klar, und schließlich sorgt das Duell mit Mythors anderem Ich dafür, dass unser Held in seiner Ganzheit wieder entsteht. Damit beginnt Mythor in bekannter Manier zu handeln. Inseln des Lichts zu gründen und die Welt vor einer erneuten Invasion durch die Horden Xatans zu schützen ist sein Ziel. Und dieses Ziel erreicht er im Drachenland. Kurz darauf macht sich Mythor auf die Suche nach Coerl O'Marn, dem alten Freund und Mitkämpfer. Er folgt dabei der Spur der Albträume. Amazonen von Vanga, die Gorgan erkunden, retten unseren Helden aus höchster Not und geben ihm Gelegenheit, das Land Ameristan zu erreichen, wo Licht und Finsternis ebenfalls im Wettstreit liegen. Der Kampf mit dem 'Hüter des magischen Schatzes' führt schließlich dazu, dass Mythor den Helm der Gerechten wieder in seinen Besitz bringen kann. Und als Träger dieses Helms erlebt der Gorganer die 'Geburt einer Legende' und erreicht die Welt der Minke. Diese Welt wird Raonacum genannt - oder RAUHNACHT ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 10.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845399249
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 575 kBytes
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Mythor 172: Rauhnacht

1.

"Er hat Mythor getötet!", schrie Ilfa auf, riss ihr Schwert aus der Scheide und warf sich auf Ruethan von der Roten See, der ihr geringschätzig den Rücken zuwandte. Doch der Albtraumritter wirbelte ebenso blitzschnell herum, ihre Klingen klirrten hart aufeinander und verhakten sich mit den Parierstangen. Ilfa blickte in ein spöttisch verzerrtes Gesicht und wütend funkelnde Augen. Mit beiden Händen musste sie den Knauf ihres Schwertes umfassen, um Ruethans Kräften Widerstand zu bieten. Offenbar wollte er sie ebenfalls vom dahintrampelnden Yarl stoßen. Wenn sie unter eines der 36 Beine geriet, würde von ihr nicht sehr viel übrigbleiben.

Das Bild, wie Mythor vom Rückenpanzer des gut dreißig Schritt messenden Kolosses stürzte, hatte sich unauslöschlich in ihr Gedächtnis eingebrannt. Wenn er tot war, verlor das Leben für Ilfa schlagartig jeden Sinn. Mit der ungezähmten Wildheit einer Raubkatze trat sie zu, doch Ruethan wich ihr geschickt aus.

"Niemand soll es wagen, mir die Waffen des Lichtboten abzunehmen", grollte er und hob mit der Linken den einen Schritt durchmessenden, flach nach innen gewölbten Sonnenschild, der lediglich in der Mitte eine Erhöhung besaß. Ilfa kniff die Augen zusammen. Obwohl der Himmel bewölkt war, schien der Schild das spärliche Licht zu sammeln und um ein Vielfaches verstärkt zu reflektieren.

"Komm schon, Weib", stieß Ruethan hervor. "In dieser Welt ist nur Platz für ein Geschlecht - für das des Kriegers Gorgan."

Zwischen ihnen zuckten plötzlich zwei grelle Flammenzungen auf; sowohl Ilfa als auch der Albtraumritter prallten erschrocken zurück. Die Frau fühlte sich von hinten umklammert und zurückgezerrt - vergeblich mühte sie sich, dem Griff zu entrinnen, der ihre Arme eng an den Körper presste.

"Sei vernünftig", raunte Sadagar ihr zu. "Mythor ist mit dem Mink und dem Helm der Gerechten zumindest vorerst in Sicherheit. Ich sah, dass er nicht in die Reichweite des Yarls geriet."

Ilfa gab ihren Widerstand auf, woraufhin Sadagars Griff sich lockerte.

Ruethan von der Roten See hatte seine Klinge inzwischen auf Gerrek gerichtet. Aus den Nüstern des Beuteldrachen stiegen kleine Rauchwolken auf. Seine Glubschaugen traten weiter aus ihren Höhlen hervor, während die struppigen Haare des Kinnbarts vor Erregung zu zittern begannen. "Willst du dich wirklich an einer Frau vergreifen?", brachte er abgehackt hervor.

"Was geht's dich an?" Ruethan machte einen hastigen Schritt auf das Zerrbild eines Drachen zu, seine Klinge schnitt singend durch die Luft, doch Gerrek war auf der Hut. Wieder spie er Feuer; die Flammen umzüngelten Ruethans Waffenhand.

Der Albtraumritter schrie wütend auf. Mit einer Serie blitzschneller Kreuzhiebe trieb er den Beuteldrachen auf den Rand des Yarls zu. Gerrek erhielt keine Gelegenheit, zur Seite hin auszuweichen. Abermals spuckte er Feuer, während die Amazone Ronda, Ilfa und Sadagar erste Anstalten zeigten, einzugreifen.

Ein unverhoffter Ausfall des Albtraumritters war schuld daran, dass die Flammen den Sonnenschild trafen. Bevor Ruethan ihn auf Gerrek richten konnte, wurden sie als grelle, blendende Lichtflut reflektiert, der dreieckige, nach vorne spitz zulaufende Schädel des Yarls war schlagartig in gleißenden Widerschein gehüllt. Das folgende Gebrüll des Tieres war ohrenbetäubend.

Ruckartig warf der Yarl sich herum. Seine achtzehn Beinpaare stampften den Boden und rissen kopfgroße Felsbrocken daraus hervor. Mit einem Mal glich die Oberfläche des Panzers dem schwankenden Deck eines Schiffes in stürmischer See. Verzweifelt versuchte Gerrek, sicheren Halt zu bewahren, doch schon nach wenigen Augenblicken schlug er der Länge nach hin. Langsam, aber unaufhaltsam rutschte er dem Abgrund entgegen. Er nahm nicht wahr, was mit den Gefährten geschah, hatte genug mit sich selbst zu tun. Hornige Zacken ragten aus dem Rückenpanzer des Yarls auf, Gerrek krachte mit Wucht dagegen. Instinkti

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