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Mythor 45: Die Eiskrieger von Haensel, Hubert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.09.2015
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Mythor 45: Die Eiskrieger

Seit dem Tag der Wintersonnenwende, dem Tag der entscheidenden Schlacht, die auf dem Hochmoor von Dhuannin zwischen den Streitern der Lichtwelt und den Kräften des Dunkels ausgetragen wurde, sind Monde vergangen. Mit der Unterstützung Drudins, des obersten Dämonenpriesters, der die Kräfte der Finsternis mobilisierte, haben die eroberungssüchtigen Caer über die Kämpfer der Lichtwelt triumphiert und die große Schlacht für sich entschieden. Damit halten Tod und Verderben ihren Einzug auch in solchen Ländern, die bisher vom Krieg verschont geblieben sind. Massen von Menschen, unter ihnen die demoralisierten Besiegten der Schlacht, streben in heilloser Flucht nach Süden, die Herzen von Trauer und Hass erfüllt. Auch Mythor zieht südwärts, wobei der junge Held der Lichtwelt mit seinen jeweiligen Weggefährten oft aufgehalten und in eine ganze Reihe von lebensgefährlichen Abenteuern verwickelt wird. Dennoch verliert Mythor Logghard, die Ewige Stadt, die der siebte Fixpunkt des Lichtboten ist und daher das Ziel seiner Reise, nicht aus den Augen. Auch die schöne Buruna und Lamir, der Barde, bemühen sich, nach Logghard zu kommen. Doch sie erleben die Macht der Schwarzen Magie und geraten unter DIE EISKRIEGER ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 24.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845397979
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 678 kBytes
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Mythor 45: Die Eiskrieger

2.

Drudin trieb uns unbarmherzig vorwärts. Wir schliefen selten, und wenn, dann auf den Rücken unserer Pferde. Zum wiederholten Male fragte ich mich, woher die zotteligen Mammuts die ungeheuren Kräfte nahmen, den offensichtlich überaus schweren Wagen Tag und Nacht mit niemals erlahmenden Bewegungen zu ziehen.

Wahrscheinlich war es Magie.

Das Gelände wurde morastiger. Aus winzigen Erdspalten quollen schweflige Dämpfe, die das Atmen zur Qual machten. Meine Augen begannen zu tränen. Bald sah ich nur noch verschwommen, wohin ich ritt. Und wie mir, erging es auch den Hunderten anderer Krieger. Ich hörte ihr Rufen, vernahm das Schnauben ihrer Pferde.

Weiter, unaufhaltsam, einem unbekannten Ziel entgegen. Die Landschaft war mir fremd. Wo auf der Insel öffnete sich die Erde bis an die Pforten der Unterwelt?

Aber vielleicht hatte ein fallender Himmelsstein alles verändert. Wir kamen an Bäumen vorbei, die ein mächtiger Sturm geknickt zu haben schien. Sie wiesen alle in dieselbe Richtung, und ihre Nadeln waren noch grün und zeigten keine Anzeichen beginnender Dürre.

Bis an die Achsen versank der Wagen im aufgeweichten Boden.

"Fasst mit an! Vorwärts, bewegt euch!"

Ich erkannte Rhongor und Donahin in den beiden Priestern, die neben mich traten. Ich musste absitzen und bekam einen Platz am Ende des Wagens zugewiesen. Während der Schlamm sich schmatzend bis über meine Knie hochzog, stemmte ich mich mit aller Kraft gegen das Holz. Wie jeder andere auch, gab ich mein Letztes. Unendlich langsam mahlten die Räder. Obwohl sie sich nur wenige Handbreit vorwärts bewegten, floss mir der Schweiß in Strömen über den Körper. Aber ich wagte nicht, in meinen Anstrengungen nachzulassen. Ein einziger Wink Drudins hätte genügt, mich zu töten.

Jemand begann erbärmlich zu fluchen. An der Stimme erkannte ich Tramin.

"Warum nutzen sie nicht ihre Magie, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen?"

"Still!", zischte ich erschrocken. "Willst du dich um Kopf und Kragen bringen?"

Die Priester mochten ihre Gründe haben, wenn sie uns die Arbeit tun ließen.

Wir kamen kaum voran. Weit vor uns war ein waberndes Glühen wie Wetterleuchten. Drudin lenkte die Mammuts darauf zu.

Endlich wurde der Boden wieder fester. Ich zitterte, aber ich war erleichtert. Unmittelbar vor meinem Gesicht hing ein Zipfel des schwarzen Tuches. Und keiner der Priester befand sich in meiner Nähe.

Ein wahnwitziger Gedanke schlug mich in seinen Bann. Im Lauf vieler Tage waren immer neue Gerüchte entstanden, was es mit dem verhüllten Stein für eine Bewandtnis habe.

An mir lag es, das herauszufinden.

Zögernd streckte ich eine Hand aus ...

Was konnte schon geschehen?

Keiner von uns hatte den Stein jemals unverhüllt gesehen, wir hatten nur gehört, dass er schwarz sei wie die Nacht, wenn Wolken die Sterne verhüllten und der Mond nicht über den Rand der Welt heraufstieg. Barg er gar unermesslichen Reichtum, unvorstellbare Schätze?

Mit einemmal fror ich, mein Arm wurde schwer. Die Welt um mich herum versank in Bedeutungslosigkeit; nur schattenhafte Umrisse drangen noch an meine Augen.

Ich starrte das Tuch an, das sich leicht zu bewegen begann.

Meine Finger wurden taub und gefühllos. Ich spürte meinen Arm bis hinauf zum Ellbogen nicht mehr.

In jäh aufwallendem Entsetzen blickte ich auf den blutigen Stumpf, der von meiner Schulter herabbaumelte. Ich begriff nicht, was ich sah, hatte keine Schmerzen. Und doch fehlte meine rechte Hand.

Schlagartig wurde mir klar, was ich getan hatte. Welch unermesslicher Frevel.

Nie wieder würde ich ein Schwert führen können.

Meine Beine versagten ihren Dienst, ich stürzte, schlug der Länge nach hin. Feuchtes, vom Tau benetztes Gras kühlte mein Gesicht. Ich schrie, bäumte mich auf gegen das Schicksal, das mich für immer zum Krüppel gemacht hatte. Was war das Leben nun wert f

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