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Odyssee 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen Roman von Clarke, Arthur C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Odyssee 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen

Die zweite Odyssee '2001 - Odyssee im Weltraum' ließ einige Fragen offen: Was wurde aus David Bowman? Welchem Zweck dienen die außerirdischen Monolithen? Wer sind die Aliens, die die Menschheit seit Jahrtausenden beobachten? Wie konnte HAL die Besatzung des Schiffes töten? Wurde er manipuliert? Um das herauszufinden, machen sich Wissenschaftler und Kosmonauten an Bord des Raumschiffs Alexei Leonov auf den Weg zum Jupiter. Was sie dort finden werden, übersteigt ihre Vorstellungskraft ... Arthur C. Clarke war einer der bedeutendsten Autoren der internationalen Science Fiction. Geboren 1917 in Minehead, Somerset, studierte er nach dem Zweiten Weltkrieg Physik und Mathematik am King's College in London. Zugleich legte er mit seinen Kurzgeschichten und Romanen den Grundstein für eine beispiellose Schriftsteller-Laufbahn. Neben zahllosen Sachbüchern zählen zu seinen größten Werken die Romane 'Die letzte Generation' und '2001 - Odyssee im Weltraum', nach dem Stanley Kubrick seinen legendären Film drehte. Clarke starb im März 2008 in seiner Wahlheimat Sri Lanka.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641116811
    Verlag: Heyne
    Größe: 407 kBytes
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Odyssee 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen

Die "Tsien"

Erwachen

Und man hat uns gesagt, wir würden nicht träumen, dachte Heywood Floyd eher überrascht als ärgerlich. Der wunderbare, rosafarbene Schein, der ihn umgab, wirkte sehr beruhigend; er erinnerte ihn an Grillpartys und an die knisternden Holzscheite des Weihnachtsfeuers. Aber er spürte keine Wärme; ja, er empfand sogar eine deutliche, wenn auch nicht unangenehme Kälte.

Stimmengemurmel, ein wenig zu leise, als dass er die Worte hätte verstehen können. Es wurde lauter – aber er verstand immer noch nichts.

"Ich werde", sagte er plötzlich ganz erstaunt, "doch bestimmt nicht auf russisch träumen!"

"Nein, Heywood", antwortete eine Frauenstimme. "Sie träumen nicht. Es ist Zeit zum Aufstehen."

Der liebliche Schein verblasste; er öffnete die Augen und sah flüchtig und undeutlich, wie eine Taschenlampe von seinem Gesicht zurückgezogen wurde. Er lag auf einer Couch, festgehalten von elastischen Gurten; um ihn herum standen Gestalten, die er aber nur verschwommen wahrnehmen konnte.

Sanfte Finger drückten ihm die Augenlider zu und massierten ihm die Stirn.

"Nicht anstrengen. Atmen Sie tief ... noch einmal ... so ist es richtig ... nun, wie fühlen Sie sich jetzt?"

"Ich weiß nicht ... sonderbar ... schwindlig ... und hungrig."

"Das ist ein gutes Zeichen. Wissen Sie, wo Sie sind? Sie können die Augen jetzt aufmachen."

Die Gestalten wurden scharf – zuerst Dr. Rudenko, dann Kapitän Orlov. Aber mit Tanja war etwas geschehen, seitdem er sie zum letzten Mal, erst eine Stunde war es her, gesehen hatte. Als Floyd begriff, was es war, empfand er es beinahe wie einen körperlichen Schock.

"Sie haben Ihr Haar nachwachsen lassen!"

"Ich hoffe, es gefällt Ihnen besser so. Von Ihrem Bart kann ich das allerdings nicht behaupten."

Floyd hob die Hand zu seinem Gesicht, wobei er merkte, dass er sich bewusst anstrengen musste, jede Stufe dieser Bewegung zu planen. Sein Kinn war mit kurzen Stoppeln bedeckt – ein Bartwuchs von zwei oder drei Tagen. Im Tiefschlaf wuchsen die Haare nur ein Hundertstel so schnell wie normal.

"Ich habe es also geschafft", sagte er. "Wir haben den Jupiter erreicht."

Tanja sah ihn düster an, dann warf sie einen Blick auf die Ärztin, die kaum merklich nickte.

"Nein, Heywood", sagte sie. "Wir sind immer noch einen Monat davon entfernt. Keine Aufregung – dem Schiff fehlt nichts, und alles läuft normal. Aber Ihre Freunde in Washington haben uns gebeten, Sie vorzeitig aufzuwecken. Etwas sehr Unerwartetes ist geschehen: Wir haben Konkurrenz bekommen – und ich fürchte, wir werden den Wettlauf zur "Discovery" verlieren."

Geniestreich der Chinesen

Als Heywood Floyds Stimme aus dem Lautsprecher des Komgeräts drang, hörten die beiden Delphine sofort auf, im Becken herumzuschwimmen, und kamen rüber an den Rand. Sie legten den Kopf auf die Kante und starrten aufmerksam in die Richtung, aus der das Geräusch kam.

Sie erkennen Heywood also, dachte Caroline mit einem Anflug von Bitterkeit. Aber Christopher, der in seinem Laufstall herumkrabbelte, hörte nicht einmal auf, mit den Farbknöpfen des Bilderbuchs zu spielen, als die Stimme seines Vaters laut und deutlich über eine halbe Milliarde von Kilometern aus dem Weltraum zu ihnen drang.

"... Meine Liebe, es wird dich nicht überraschen, schon einen Monat früher als geplant von mir zu hören; du weißt sicher bereits seit

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