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Palace of Silk - Die Verräterin Roman von Bernard, C. E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.05.2018
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
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Palace of Silk - Die Verräterin

Furchtlos und unantastbar - die hinreißende Trilogie für alle Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt.
Die mutige Rea, zuerst Leibwächterin am englischen Königshof, dann heimliche Geliebte des Kronprinzen Robin, ist nach Paris geflüchtet. Dort erhofft sie sich ein neues Leben - insbesondere die Freiheit, andere Menschen ohne Strafe berühren zu dürfen. Denn in Frankreich leben gefürchtete Magdalenen wie Rea ihre Fähigkeiten offen aus. Doch als Ninon, Reas engste Vertraute und Schwester des Roi, ihre Freundin an den Königshof ruft, holt Rea der Fluch ihrer Vergangenheit ein: Niemand Geringeres als Prinz Robin erwartet sie - doch nicht, weil er Rea zurückgewinnen will, sondern weil er um Ninons Hand anhält. Welches Spiel spielt Robin? Und welches Geheimnis verbirgt die unnahbare Madame Hiver, die den französischen König in ihrer Hand hält?
Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird.
Diese hinreißende Trilogie werden die Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt lieben.
Das Debüt einer hochbegabten deutschen Autorin.

C.E. Bernard ist das Pseudonym von Christine Lehnen, die 1990 im Ruhrgebiet geboren wurde und seitdem in Kanada, den Vereinigten Staaten, Australien und Paris gelebt hat. Ihre Kurzgeschichten wurden mit den Literaturpreisen der Jungen Akademien Europas und der Ruhrfestspiele Recklinghausen ausgezeichnet. Seit 2014 lehrt sie Literarisches Schreiben an der Universität Bonn. Daneben studiert Christine Lehnen Englische Literatur und Politikwissenschaft, forscht zum Thema Kreatives Schreiben und inszeniert Theaterstücke mit der Bonn University Shakespeare Company.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 29.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641216016
    Verlag: Penhaligon
    Serie: Palace-Saga .2
    Originaltitel: Light That Flame (Rea 2)
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Palace of Silk - Die Verräterin

Kapitel 1

Die Straßen des Quartier Latin sind heute noch so eng wie in alter Zeit und ebenso düster. Ich gerate auf den nassen Pflastersteinen ins Rutschen, während ich im prasselnden Regen um mein Leben laufe. Drei Verfolger. Ich zähle ihre Schritte. Sie sind schnell. Die Jagd drängt mich fort von den belebten Boulevards am Fluss in immer dunklere Gassen hinein, wo die Laternen kaputt oder erst gar nicht vorhanden sind. Ich biege um eine Ecke. Häuser mit verrammelten Fensterläden, nur drei Stockwerke hoch. Ich sollte springen, auf ein Fensterbrett hechten, ein Regenrohr hinaufklettern. Vielleicht aufs Dach. Aber mein Rücken tut immer noch weh, und meine von Blutergüssen übersäten Beine zittern. Ich kann nichts anderes tun, als weiterzulaufen. Was ich in Paris zu finden gehofft habe, weiß ich nicht. Falls es Frieden war, hätte ich wohl nicht weiter danebenliegen können. Mir ist sehr wohl bewusst, dass ich es nicht anders verdient habe. Immerhin habe ich gegen die Regeln verstoßen. Damit kommt man nicht so einfach davon.

Dann erkenne ich, dass ich in einer Sackgasse gelandet bin. Nichts ist so schwarz wie eine Mauer, auf der ein imaginäres Aus und Vorbei prangt.

Ich warte nicht ab, bis ich gegen die Ziegel pralle, versuche nicht, über die Mauer zu klettern. Stattdessen drehe ich mich um und hebe die mit Verbänden umwickelten Fäuste. Meine Knöchel sind noch nicht verheilt. Mit den Zähnen reiße ich die Verbände ab. Sofort setzen brennende Schmerzen ein, schießen durch meine Finger. Aber nur so habe ich eine Chance - mit bloßen Händen.

Die drei Verfolger sind am Eingang der Gasse stehen geblieben. Vielleicht wollen sie den Moment auskosten. Jetzt haben sie mich. Nichts und niemand steht ihnen im Weg. Hier gibt es nur das fahle Licht des Mondes und die dicken Regentropfen auf unserer Haut. Der Mann auf der rechten Seite hat ein vernarbtes Gesicht, der Linke ballt bereits die Fäuste. Doch es ist die Gestalt in der Mitte, die mir einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Diese Frau war der Grund dafür, dass ich losgerannt bin, sobald ich die drei entdeckt habe. Sie trägt eine Maske - silbern wie das Mondlicht, aus leichtem Metall, das einem Gesicht nachempfunden ist. Wie die von Marias Megären, jenen Magdalenen, die auf andere angesetzt werden, um ihnen unerträgliche Schmerzen zuzufügen oder sie Befragungen zu unterziehen, die im Wahnsinn enden.

Die Megäre ruft mir etwas zu. Durch das laute Prasseln des Regens verstehe ich kein Wort. Ich will es auch gar nicht. Schon als die drei auf mich zukamen, verborgen unter dunklen Capes, haben sie so getan, als wollten sie nur mit mir reden. Aber ich weiß, wann man sich besser aus dem Staub macht. Narbengesicht und Faust treten einen Schritt vor. Sie kommen. Ich atme durch den Schmerz. Dann greife ich an. Meine Sohlen trommeln auf das Kopfsteinpflaster, der Regen schlägt mir ins Gesicht. Ich halte auf die Megäre zu. Ziele auf ihre Kehle. Schon jetzt brennen meine Beine, und überall an meinem Körper pochen schlecht verheilte Wunden. Viel Zeit bleibt mir nicht für einen Sieg. Narbengesicht und Faust brüllen etwas, während sie sich vor die Megäre schieben. Ich katapultiere mich voran. Narbengesicht bückt sich, greift an seinen Stiefel. Zieht ein Messer. Ich lache laut auf. Adrenalin schießt durch meine Adern. Dann werfe ich mich in eine Drehung und sehe gerade noch, wie Narbengesicht die Augen aufreißt. Die Klinge gleitet über meinen Brustkorb, als ich sie mit dem Schwung meines Körpers aus dem Weg schiebe. Ein heißes Rinnsal läuft über meine Haut. Wenn er meint, Schmerzen würden mich aufhalten, sollte er sich mal meinen Rücken ansehen. Meine Arme. Meinen Geist.

Ich pralle mit meinem ganzen Gewicht gegen Narbengesicht. Das reicht aus, um ihn von den Füßen zu reißen. Ineinander verkeilt landen wir auf dem Boden. Sofort versuche ich, nackte Haut zu berühren, egal wo, aber ich werde von hinten gepackt. Faust hebt mich h

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