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Perry Rhodan 147: Psychofrost (Silberband) 5. Band des Zyklus 'Chronofossilien' von Rhodan-Autorenteam, Perry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.09.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 147: Psychofrost (Silberband)

Die Endlose Armada ist ein unfassbares Gebilde: Millionen von Raumschiffen, die seit Äonen das Universum durchqueren. Perry Rhodan ist es in harter Arbeit gelungen, die Armada wieder auf Kurs zu bringen. Die Milliarden von Lebewesen, die in den Raumschiffen leben, brauchen eine neue Aufgabe - und Rhodan will ihnen helfen, eine positive Zukunft zu finden. Nun soll die gigantische Flotte in die Milchstraße kommen - ihr Ziel sind die sogenannten Chronofossilien. Sie müssen aktiviert werden, auf eine Weise, die sich bisher kein Mensch vorzustellen vermag. Aber nur so kann die Milchstraße vor einer fürchterlichen Katastrophe bewahrt werden. Diese Absichten rufen mächtige Gegner auf den Plan, gegen die sich Perry Rhodan und seine Gefährten verzweifelt wehren - sie schicken den Dekalog der Elemente in den Kampf. Unter anderem müssen die Menschen von der Erde dem sogenannten Psychofrost widerstehen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 06.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845331461
    Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 147: Psychofrost (Silberband)

1.

Es war Nacht auf dem Saturnmond Titan. Seit einer Stunde fiel Kohlenwasserstoffregen und verwandelte das gelb-braune Land in einen brodelnden Sumpf. Dunst trübte die eisige Stickstoff-Methan-Atmosphäre und verdichtete sich. Nur hin und wieder rissen die rötlichen Wolkenbänke auf. Im Schwarz des Weltraums glitzerten dann die Sterne wie Diamantsplitter auf Samt.

Krohn Meysenhart warf einen Blick auf sein Kombiarmband. Es zeigte ihm minus 160 Grad Celsius.

Er stand bis zu den Knien im zähflüssigen, teerartigen Kohlenwasserstoff, der sich in den Bodensenken sammelte und, vom Wind gepeitscht, unruhig wogte. Wie Schorf auf schwarzer Haut bildeten sich gelegentlich helle Bereiche aus Methankristallen. Die Temperatur sank weiter. Binnen einer Minute lag sie bei minus 186 Grad Celsius.

Meysenhart ging weiter. Bei jedem Schritt gab der Kohlenwasserstoffschlamm schmatzende Laute von sich. Der Sturm frischte heulend auf, und dunkel rauschte der Teerregen.

In Meysenharts Helmfunk erklang ein Knacken.

"Hübsche Naturaufnahmen", sagte Tardus Zanc, der aus großer Höhe beobachtete. "Aber es wird allmählich Zeit für mehr."

Meysenhart hob den Blick zum wolkenverhangenen Himmel. Irgendwo weit über dem rötlichen Dampf hing der Medientender KISCH in einem stationären Orbit und empfing Meysenharts Panorama der Titanlandschaft. Multifrequenzobjektive im Kameraring des Helmes sorgten für milde psychedelische Effekte; hochempfindliche Richtmikrofone übertrugen jedes noch so leise Geräusch; und der biopositronische Multivisionsrechner der KISCH mischte aus allem den perfekten Trivid-Spaziergang.

Alles für die übersättigten Bürger Terras, dachte Meysenhart mürrisch und amüsiert zugleich.

"Warum antwortest du nicht?", fragte Tardus Zanc.

Die Stimme des Trivid-Technikers klang nervös. Vor Meysenharts geistigem Auge tauchte ein Bild des Unithers auf: Der grauhäutige Koloss mit den großen melancholischen Augen saß vor einem wuchtigen Mischpult. Zancs Mundrüssel zuckte unaufhörlich von einer Seite zur anderen. Meysenhart kicherte.

"Titan scheint erheiternd auf dich zu wirken", bemerkte Zanc. "Zum Glück ist das hier keine Live-Reportage. Die Junkies vor den Trivid-Holos würden unsere Speicherbänke mit ihren Beschwerden überschwemmen."

"Ich nehme grundsätzlich keine Beschwerden an." Meysenhart seufzte tief. "Solche Emotionsausbrüche machen mich krank."

"Und mich macht es krank, auf eine vernünftige Frage keine anständige Antwort zu bekommen. Wo steckt eigentlich unser genialer Medieninterpret Wonnejunge? Er war seit Stunden nicht im Bild."

Meysenhart blickte sich um. Mit einem Knurrlaut schaltete er die optimale Erfassung für das Helmdisplay ein. Die Dunstschwaden schienen aufzureißen. Die Projektion auf der Helmscheibe zeigte die lebensfeindliche Oberfläche des Saturnmonds in aller Deutlichkeit: gelb-brauner Sumpf, brodelnde Teerseen und in der Ferne, am zerklüfteten Horizont, die Stahlfestung.

"Wo bleibt der Kommentar?", drängte Zanc. "Wonnejunge, verdammt, bei allen Giftgeistern ..."

Meysenhart seufzte. Er ging nicht davon aus, dass der Junge in einer der Kohlenwasserstoffpfützen ertrunken ...

"Könnt ihr eure Ungeduld nicht zügeln?", erklang auf einmal eine jammernde Stimme. "Zaubern kann ich nicht."

"Der Kommentar!", verlangte Tardus Zanc. "Die Zentrumspest soll dich holen, wenn ich nicht sofort mindestens ein halbes Dutzend dramatische Sätze von dir höre!"

Aus dem zähen Teerregen schälte sich Wonnejunges Fladengestalt. Sein durchsichtiger Raumanzug ließ weißes Protoplasma erkennen, ein Dutzend Stielaugen und ebenso viele Stummelbeine und andere Pseudopodien. Der Matten-Willy gestikulierte - und stürzte in einen teergefüllten Spalt. Sein schriller Entsetzensschrei gellte im Minikom.

Krohn Meysenhart seufzte. Es war ein Fehler gewesen, diesen verrückten Matten-Willy mitzunehmen

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