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Perry Rhodan 2814: Im Netz der Kyberspinne Perry Rhodan-Zyklus 'Die Jenzeitigen Lande' von Themsen, Verena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.07.2015
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 2814: Im Netz der Kyberspinne

Sie sind die letzten Haluter - Atlan erkennt ihr schreckliches Schicksal Auf der Erde schreibt man das Jahr 1518 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ). Die Menschen haben Teile der Milchstraße besiedelt, Tausende von Welten zählen sich zur Liga Freier Terraner. Man treibt Handel mit anderen Völkern der Milchstraße, es herrscht weitestgehend Frieden zwischen den Sternen. Doch wirklich frei sind die Menschen nicht. Sie stehen - wie alle anderen Bewohner der Galaxis - unter der Herrschaft des Atopischen Tribunals. Die sogenannten Atopischen Richter behaupten, nur sie und ihre militärische Macht könnten den Frieden in der Milchstraße sichern. Wollen Perry Rhodan und seine Gefährten gegen diese Macht vorgehen, müssen sie herausfinden, woher die Richter überhaupt kommen. Ihr Ursprung liegt in den Jenzeitigen Landen, in einer Region des Universums, über die bislang niemand etwas weiß. Ein Zeitriss trennt die Freunde Rhodan und Atlan. Mit dem Fernraumschiff RAS TSCHUBAI strandet Perry Rhodan mehr als 20 Millionen Jahre in der Vergangenheit. Der Arkonide Atlan setzt die Reise durch die Synchronie fort. Dabei gerät er mit der ATLANC tausend Jahre in die Zukunft. Die Atopen haben gesiegt und ein lemurisches Imperium beherrscht die Milchstraße. Es gibt nur eine Möglichkeit, diese 'falsche Welt' zu verhindern - die Atopentechnik an Bord der 236-COLPCOR. Auf dem neuen Erdmond Suen versuchen Atlan und seine Gefährten, zum Richterschiff vorzudringen. Aber die Machthaber des Tamaniums sind ihnen dicht auf den Fersen - und so verfangen sie sich IM NETZ DER KYBERSPINNE ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 23.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845328133
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Serie: Perry Rhodan Bd.2814
    Größe: 2763 kBytes
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Perry Rhodan 2814: Im Netz der Kyberspinne

1.

Der Weg nach Suen

Schreie und Kampfgeräusche. Soldaten regnen vom Himmel, dringen durch alle Türen und Fenster der Klinik, die gleichzeitig eine Arena ist, und nehmen die Jagd auf. Fliehende Menschen reißen mich mit sich, weg von meinem Ra'harr, weg von meinem Leben. Klaffende Münder, schreckgeweitete Augen in dunklen und hellen Gesichtern, eine Kakofonie an Schreien, Rufen, Schüssen. Sie drängen aus dem dachlosen Gebäude, fliehen durch die Klinikgänge, rupfen sich Infusionsschläuche ab, um den möglichen Tod der sicheren Bedrohung vorzuziehen. Ich kämpfe, schreie, will nicht mit. Ich verliere.

Dann spüre ich ihn, seine Stimme, seine Ruhe ...

... und dann seinen Tod. Für einen Moment erstarrt die Welt.

Ich schreie, tobe, heule und renne blind los. Stoße alles von mir, halte mir alles zu, mit Händen und Armen und Knien. Ich will es nicht. Will nicht allein sein. Will ihn nicht verloren haben.

Nicht allein sein. Nicht schuldig sein.

Ich heule auf, breche ein, trommele mit den Fäusten auf den unnachgiebigen Terkonitstahl des Bodens.

Schuldig.

Die Schwäche lässt mich wimmernd zusammensinken.

Schuldig, schuldig, SCHULDIG ...

Ich wälzte mich herum, zog das Kissen über den Kopf, sperrte das schmerzende Licht aus und presste den Mund in die Matratze, damit das Wimmern aufhörte. Schloss alles aus, alles ein.

Die Welt wollte mich nicht, und ich wollte die Welt nicht. Ich hatte alles verloren, meinen Halt, meine Aufgabe, meine Sicherheit. Nur mein Leben hatte ich noch und gab keinen Pfifferling mehr darum. Mein Herz wummerte in meinem Körper.

Gib einfach Ruhe, du verdammtes Ding. Bleib stehen. Macht eh keinen Unterschied mehr.

Welchen Sinn hatte noch irgendwas, nachdem Ch'Daarn tot war?

"Warum bist du gegangen?", wisperte ich. "Warum hast du mich alleingelassen?"

Natürlich wusste ich, dass er mich nicht hatte alleinlassen wollen. So blöd war ich nicht, um das wirklich zu glauben. Aber es riss an mir, zerriss mich innerlich, und das war der einzige Ausdruck, den ich dafür fand.

Für eins war ich allerdings wirklich dumm genug gewesen: Ich hatte mich und Ch'Daarns Auserwählten Retter, seine Lichtgestalt, in Gefahr gebracht. Als er es bemerkte und erkannte, dass ich nicht ohne ihn gehen würde, starb er. Ich war sicher, dass das kein Zufall war. Ch'Daarn war mir in einem sehr ähnlich gewesen: Er hatte einige seltsame Fähigkeiten besessen. Nur hatten seine nicht auf einer Maschine beruht.

Ich habe meinen Ra'harr getötet, meinen ehrwürdigen Vater. Den Einzigen in meinem Leben, der jemals dieser Anrede würdig war.

Ich hätte dort bleiben und mit ihm sterben sollen. Aber ich konnte mich seinem Wunsch, seinem Befehl nicht widersetzen. Ich hatte nachgegeben und war mit den Fremden geflohen. Ich hatte keine Wahl gehabt. Ich konnte nicht nach ihm auch noch seine Träume töten.

Ich versuchte, das Schluchzen zu unterdrücken, das meinen Körper schütteln wollte. Ein weiterer Kampf, den ich verlor.

Als der Duft von Kakao an meine Nase drang, versteifte ich mich unwillkürlich.

Jemand ist in meiner Stube.

Es fühlte sich an, als glitte ein kalter Finger an meinem Rückgrat entlang. Nicht allein. Beobachtet. Ausgeliefert. Meine Brust wurde eng.

Ich rang mit mir, während ich tief atmete, um mich zu beruhigen. Einfach nicht beachten, alles aussperren, vergessen.

Aber wer ist da? Was tut er? Warum ist er hier? Sieht er zu mir? Studiert er mich? Analysiert er, was er sieht, und seziert mich in seinem Geist? Oder bin ich ihm gleichgültig?

Meine Gedanken ließen mir keine Ruhe mehr. Endlos kreisten sie um die fremde Präsenz, lösten alte Ängste a

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