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Perry Rhodan 2856: Spiegeljunge Perry Rhodan-Zyklus 'Die Jenzeitigen Lande' von Themsen, Verena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.05.2016
  • Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 2856: Spiegeljunge

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1518 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ). Die Menschen haben mit der Liga Freier Terraner ein großes Sternenreich in der Milchstraße errichtet; sie leben in Frieden mit den meisten bekannten Zivilisationen. Doch wirklich frei ist niemand. Die Milchstraße wird vom Atopischen Tribunal kontrolliert. Dessen Vertreter behaupten, nur seine Herrschaft verhindere den Untergang - den Weltenbrand - der gesamten Galaxis. Während sich der Arkonide Atlan ins vermutete Herz dieser Macht begeben hat - die Ländereien jenseits der Zeit -, reist Perry Rhodan durch vergangene Zeiten, um der Gegenwart Hilfe zu bringen. Denn die Gegenwart, wie er sie kennt, wird nicht nur durch die Atopen bedroht, sondern auch durch die brutalen Tiuphoren, die durch einen Zeitriss aus tiefster Vergangenheit zurückgekehrt sind. Einer seiner Helfer ist Germo Jobst, ein junger Mann aus einer potenziellen Zukunft. Er ist der SPIEGELJUNGE ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 12.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845328553
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Serie: Perry Rhodan Bd.2856
    Größe: 1823 kBytes
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Perry Rhodan 2856: Spiegeljunge

1.

Sternfall

Er stürzte. Endlos.

Ich ...

Die Sterne glitzerten, funkelten ihm ihr Willkommen aus der klaren Kälte des Alls entgegen.

Ich bin ...

Schlieren wuchsen aus den Rändern, als wollten sie ihn empfangen. Er sehnte sich nach ihrer Umarmung, begrüßte den Fall, den Sturz. Auch er streckte die Arme aus.

Ich bin ...

Die Antwort fühlte sich greifbar an, ganz nahe, und doch unendlich weit weg. So weit wie die Sterne.

Er schloss die Lider, rieb die Tränen aus den Augenwinkeln. Der Boden in seinem Rücken war plötzlich wieder hart.

Was brachte es, sich etwas vorzumachen? Er stürzte nicht nach oben, kam den Sternen nicht näher. Es war nur dieses Gefühl, während er auf dem Low-Grav-Hügel am Rande des Parks lag. Dieses Gefühl der Freiheit, der Haltlosigkeit, nach dem er sich sehnte, in das er Hoffnung setzte. Konnte es etwas in ihm befreien? Konnte es ihm die Antwort auf seine Fragen geben?

Immer wieder kam er an diesen Ort und versuchte es. Viel zu oft für jemanden, der sich verborgen halten wollte.

Wer untertaucht, kann sich keine Lieblingsplätze leisten.

Germo hatte das gesagt. Aber wer war Germo?

Und, was viel wichtiger ist - wer bin ich?

Das Geräusch eines brechenden Astes ließ den Jungen zusammenzucken. Er setzte sich auf, vorsichtig, damit er nicht versehentlich den Halt am Boden verlor, und sah sich um.

Die Scheibe von Retilon V, durch Maiters gebundene Rotation gefangen im ewigen Aufgang, füllte an diesem Ort fast ein Viertel des Himmels über dem Mond. Wo die Sonne den Planeten beschien, zierten braunrote Wolkenbänder die Sphäre wie ölige Schlieren auf Schlamm. Ein hauchfeines Messingband teilte den Planeten und den restlichen Himmel in zwei ungleiche Teile.

Die kristallreichen Ringe um den Gasriesen streuten die hellorangefarbenen Strahlen Retilons so stark, dass sie selbst im Schatten des Planeten noch schwach schimmerten. Dank ihrer herrschte auf Maiter selbst während der täglichen mehrstündigen Sonnenfinsternis keine völlige Dunkelheit.

Der Trümmerring ist wie mein Leben, dachte der Junge. Unzählige Splitter und Bruchstücke, die nicht mehr zusammenfinden können. Jedes reflektiert einen anderen Teil vom Licht, aber die Sonne als Ganzes sieht man durch sie nicht.

Im Moment dominierte im Park am Rand der Zentralsiedlung Rorans Stolz allerdings das Dämmerlicht des Gasriesen. Es war gerade hell genug, um die dicken Äste und hohen Baldachine der verstreut stehenden schlanken Bäumen zu erkennen. Zwischen ihnen konnte man das leichte Wiegen des Grases im Wind der künstlichen Kuppelatmosphäre erahnen. Nirgendwo war irgendwelche Bewegung, die nicht hierhergehörte.

Trotzdem war der Junge sicher, dass sein Gehör ihn nicht getäuscht hatte. Jemand war da, und er oder sie hatte anscheinend Grund, sich im Schatten zu halten.

Friedenswächter? - Nein, die haben Besseres zu tun, als sich nachts im Park herumzutreiben. Pflegeroboter sind um diese Zeit auch nicht hier. Die Minenarbeiter sind entweder auf Schicht oder schlafen. Wer also sonst?

Einige Momente lauschte er noch. Schließlich zuckte er die Achseln. Ein verirrtes Tier oder ein verstecktes Liebespärchen, mehr war es wohl nicht gewesen.

Trotzdem hielt es ihn nicht mehr im Park. Er stieß sich in einem flachen Winkel vom Hügel ab, sodass er nahe dem Rand der Zone natürlicher Mondgravitation wieder aufkam - ein oft geübtes Manöver. Nach einem weiteren kleinen Sprungschritt durch den Übergangsbereich hatte er sein aus der Siedlung gewohntes Gewicht zurück. Es trieb ihn trotz aller Erfahrung ein wenig in die Knie. Das war offensichtlich der Moment, auf den die Leute im Schatten gewartet hatten.

Der Junge hörte etwas sirren

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