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Perry Rhodan 2969: Tag des Grimms Perry Rhodan-Zyklus 'Genesis' von Schwartz, Susan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.07.2018
  • Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 2969: Tag des Grimms

Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodan hat nach wie vor die Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln. Der Mann von der Erde, der einst die Menschen zu den Sternen führte, möchte endlich Frieden in der Galaxis haben. Unterschwellig herrschen zwar Konflikte zwischen den großen Sternenreichen, aber man arbeitet zusammen. Das gilt nicht nur für die von Menschen bewohnten Planeten und Monde. Tausende von Welten haben sich zur Liga Freier Galaktiker zusammengeschlossen, Besucher aus anderen Galaxien suchen Kontakt zu den Menschen und ihren Verbündeten. Nicht immer erfolgt dieser Kontakt zur Freude aller: So versteht kaum jemand die Beweggründe der Gemeni, die angeblich den Frieden im Auftrag einer Superintelligenz namens GESHOD wahren wollen, aber dabei Dinge tun, die von den meisten bestenfalls als ungewöhnlich oder undiplomatisch bezeichnet würden. Andere sehen darin fast den Grund für eine Kriegserklärung. Was bewegt GESHOD und seine Gesandten tatsächlich? Die Sorgen wegen der Gemeni wiegen allerdings wenig, seit jenes Volk sich wieder in der Milchstraße breitmacht, das einst als Lieblingsvolk von ES galt und dann wegen seiner Handlungsweise von ES verbannt wurde: die Thoogondu. Plötzlich tauchen ihre mächtigen Raumschiffe überall in der Milchstraße auf, wo sie jahrtausendelang verborgen ruhten. Es naht indes der TAG DES GRIMMS ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 12.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845350691
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 1886 kBytes
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Perry Rhodan 2969: Tag des Grimms

1.

Hooris-Stern

12. April 1552 NGZ

"Ganz ehrlich, die Kulisse finde ich toll", flüsterte Jerome Sebish, der Diensthabende an der Ortung, seiner Sitznachbarin Nemi Falan zu.

"Ich würde mir nur einen anderen Anlass wünschen", gab sie ebenso leise zurück. "Beispielsweise für eine Oper ... hast du aktuell von Roi Dantons große Reise gehört? Soll ja extrem opulent sein, mit dem Aufbruch der SOL im Schlussakt, gezeigt vor grandiosem Ambiente. Dazu würde das hier passen."

"Ja, falls wir nicht ebenfalls verschollen gehen ..." Sebish starrte gedankenversunken auf das Bild, das sich ihm bot. Er blendete kurzzeitig aus, warum er überhaupt dazu in der Lage war, diese Kulisse live zu erleben, und nahm das Bild in sich auf, als säße er wirklich in der Oper. Und da ging es stets dramatisch zu, daran hatte sich seit Beginn dieser Kunstform nie etwas geändert.

Das Doppelsternsystem mit dem aggressiven Pulsar bildete in der Tat die perfekte Kulisse für das Aufgebot der Streitmächte und die ersten Scharmützel. Seit zwei Tagen formierten sich die Fronten bei stetigem Zuwachs auf beiden Seiten. Das Beunruhigende dabei: Das System war nur etwas mehr als 19.000 Lichtjahre von Terra entfernt.

Der Neutronenstern, der dem benachbarten Roten Zwerg permanent Masse abzog, rotierte am Äquator mit annähernd 24 Prozent Lichtgeschwindigkeit, sein Radius lag unter 16 Kilometern. Beide umkreisten einen gemeinsamen Schwerpunkt.

Warum jetzt, warum hier?

Diese Frage stellten sich wohl die meisten Kommandanten der Liga Freier Galaktiker, sicherlich auch der Schiffsführer der TRIBUN, auf der Sebish Dienst tat.

Und er mochte dabei ein wenig beunruhigt sein, zumindest war es Sebish. Vor 33 Jahren hatte die damalige LFT noch über 190.000 Schiffe verfügt, die Sternenreiche der Jülziish hatten sogar um die 200.000 Kriegsraumer besessen. Dann aber hatten die Tiuphoren, Invasoren aus der Vergangenheit, zugeschlagen und einen beträchtlichen Teil der galaktischen Flotten vernichtet - und zahlreiche Werften umgerüstet oder zerstört, ganze Planeten verwüstet und entvölkert. Davon erholten sich die Galaktiker nur langsam. In einer weitgehend friedlichen Galaxis stand das Militär nicht an erster Stelle des Wiederaufbaus. Rächte sich das nun?

Selbstverständlich verfügte die LFG weiterhin über ein beeindruckendes Aufgebot, aber würde das ausreichen? Seit zwei Tagen trafen in Schüben weitere Schiffsverbände ein - neben den bekannten Pentasphären nun auch Trisphären und weitere, bisher unbekannte Bauformen aller Größenklassen. Derzeit waren es einige Tausend Schiffe, aber wenn die Entwicklung so weiterging, war absehbar, dass sie am Ende zahlenmäßig überlegen sein würden.

"An und für sich sollten wir denen gleich gehörig einheizen", erklang Falans Stimme erneut neben Sebish. "Was lässt uns zögern?"

"Noch gibt es keine Kriegserklärung. Und wer weiß, was gerade in der Heimat abgeht ..." Sie waren beide Terraner, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts von ihren Familien auf Terra wussten.

Die meisten Schiffe der LFG-Flotte befanden sich nicht vor Ort. Das Solsystem musste geschützt werden. Der TERRANOVA-Schirm war geschlossen, aber niemand wusste derzeit, was innerhalb dieses Schirms eigentlich geschehen war oder gerade geschah. Admiralin Anna Patoman führte das Kommando der Einheiten rund um das Solsystem, die außerhalb des Schirms patrouillierten. Sie hatte nicht die Absicht, auch nur einen Verband zum Hooris-Stern zu entsenden, solange die Situation im Heimatsystem unklar war.

"Hey, was machen die?", rief Sebish und informierte seinen Kommandanten über eine ungewöhnliche Bewegung.

Die Befehlshaberin der Liga-Flotte, Admiralin Ruth Dunjana, hatte 3000 eigene Schiffe zur Verfügung, des Weiteren rund tausend Einheiten des Galaktikums, darunter vorwiegen

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