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Perry Rhodan 2971: Das Gondische Privileg Perry Rhodan-Zyklus 'Genesis' von Fröhlich, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.07.2018
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
1,99 €
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Perry Rhodan 2971: Das Gondische Privileg

Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodan hat nach wie vor die Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln. Der Mann von der Erde, der einst die Menschen zu den Sternen führte, möchte endlich Frieden in der Galaxis haben. Unterschwellig herrschen zwar Konflikte zwischen den großen Sternenreichen, aber man arbeitet zusammen. Das gilt nicht nur für die von Menschen bewohnten Planeten und Monde. Tausende von Welten haben sich zur Liga Freier Galaktiker zusammengeschlossen, Besucher aus anderen Galaxien suchen Kontakt zu den Menschen und ihren Verbündeten. Nicht immer erfolgt dieser Kontakt zur Freude aller: So versteht kaum jemand die Beweggründe der Gemeni, die angeblich den Frieden im Auftrag einer Superintelligenz namens GESHOD wahren wollen, aber dabei Dinge tun, die von den meisten bestenfalls als ungewöhnlich oder undiplomatisch bezeichnet würden. Andere sehen darin fast den Grund für eine Kriegserklärung. Was bewegt GESHOD und seine Gesandten tatsächlich? Jüngsten Erkenntnissen zufolge arbeiten diese mit den Thoogondu zusammen, die einst als Lieblingsvolk von ES galten, von diesem aber wegen eines schwerwiegenden Verrats verbannt wurden. Plötzlich aber tauchen ihre mächtigen Raumschiffe überall in der Milchstraße auf - und die Thronfolgerin des Goldenen Reiches. Sie bittet um Asyl - und besitzt DAS GONDISCHE PRIVILEG ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 26.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845350714
    Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 2971: Das Gondische Privileg

1.

Eine neue alte Herausforderung

Gab es etwas Schlimmeres für einen Vater, als sein einziges Kind zu verlieren? Ließ sich das Loch, das so eine Tragödie riss, ließ sich die plötzliche Leere des Lebens irgendwann wieder mit Sinn füllen?

Der Passagier glaubte nicht daran. Gewiss, das schreckliche Ereignis, das ihm den Daseinszweck geraubt hatte, lag noch nicht lange zurück. Vier Monate nach hiesiger Zeitrechnung, seit er sein Kind ins Koma gelegt hatte, um es vor dem Tod zu bewahren. Eine Zeit des Kampfes zwischen Wissen und Hoffnung. Dem Wissen, dass sein Schützling die Erweckung aus dem künstlichen Schlaf mit dem Leben bezahlen würde - und der Hoffnung, dass sich entgegen jeder Vernunft doch alles zum Guten wenden könnte.

Wie besessen arbeitete er an einer Lösung und suchte nach Möglichkeiten, mit seinem Kind zu sprechen, es vielleicht sogar zu heilen. Er verweigerte sich der Realität, genauso wie er es sich versagte, das, was geschehen war, anders als das schreckliche Ereignis zu bezeichnen. Zu schmerzhaft wäre es, den Geist zu öffnen und die Erinnerung an ein gescheitertes Leben einzulassen, an enttäuschte Erwartungen, missbrauchte Fähigkeiten und Verrat.

Zwei Sätze hörte er während dieser vier Monate häufig. Ausgesprochen von seinen Gastgebern, wenngleich er nicht wusste, ob sie ihn damit trösten oder verspotten wollten. Dazu kannte er sie nicht gut und nicht lange genug, konnte weder ihren Tonfall noch die Körperhaltung mit endgültiger Sicherheit interpretieren.

Der erste Satz lautete: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Egal, ob Trost oder Spott, die Worte enthielten eine tiefe, bittere Wahrheit: Die Hoffnung starb zuletzt. Aber sie starb.

Nicht einmal zwei Wochen lag es zurück, dass die des Passagiers gestorben war. Gleichzeitig mit seinem Kind. Beide von rücksichtslosen Kriegern und Strategen geopfert. Oder ermordet. Gefallen in einem Kampf, in den das Schicksal ihn gedrängt hatte, mit dem er sich aber nicht identifizierte.

Jede Bewegung fiel ihm schwer. Jeder Gedanke kostete Mühe. Und er bezweifelte, dass sich das jemals ändern würde. Trotz des zweiten Satzes, den er zuletzt so oft gehört hatte: Die Zeit heilt alle Wunden.

Er glaubte nicht daran.

Die Sekunden tropften in seine innere Leere und versickerten, ohne Spuren zu hinterlassen oder sie auszufüllen. Von Heilung ganz zu schweigen. Er war alt. Ihm standen nicht mehr genügend Sekunden bevor, als dass sie etwas bewirken könnten.

Ihm blieb nur eines: sich ablenken. So schwer es ihm fiel, und so sehr es sich anfühlte, damit das Andenken an sein Kind herabzuwürdigen.

"Hier entlang!", riss ihn die Frau, die neben ihm durch die Korridore des Raumschiffs ging, aus den Gedanken.

Zumindest glaubte er, dass es sich um eine Frau handelte. Da die Länge der Haare, die den meisten seiner Gastgeber auf den Köpfen wuchs, nicht immer Aufschluss über die Geschlechtszugehörigkeit gab, täuschte er sich vielleicht. Außerdem erschwerte die Person eine Beurteilung dadurch, dass sie das Haar links zwar lang trug, es rechts aber komplett fehlte. Stattdessen zierte dort das Abbild mehrerer ineinander verschlungener Kreise ihre Haut.

Auch das andere Merkmal bei Menschenfrauen - eine Wölbung unterhalb des Halses - fiel von Exemplar zu Exemplar unterschiedlich deutlich aus und verbarg sich häufig unter Schutzanzügen oder Uniformen.

Sie - der Passagier beschloss, dass es sich um eine Sie handelte - hatte sich ihm als Airi Unger vorgestellt. "Ich kommandiere die HARL DEPHIN."

Er fragte sich, welche Rolle Harl Dephin in der Geschichte der Gastgeber gespielt hatte, dass sie ein Schiff nach ihm benannten. War er Soldat gewesen? Ein Herrscher? Oder, was der Passagier für einen wesentlich besseren Grund für eine Namenspatenschaft hielt, ein Wissenschaftler? Verdiente er sich die Auszeichnun

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