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Perry Rhodan 3007: Zeuge der Jahrhunderte Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Stern, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.04.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3007: Zeuge der Jahrhunderte

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner, die ihre Erde und das Sonnensystem hinter sich gelassen haben. In der Unendlichkeit des Alls treffen sie auf Außerirdische aller Art. Ihre Nachkommen haben Tausende von Welten besiedelt, zahlreiche Raumschiffe fliegen bis zu den entlegensten Sternen. Perry Rhodan ist der Mensch, der von Anfang an mit den Erdbewohnern ins All vorgestoßen ist. Nun steht er vor seiner vielleicht größten Herausforderung: Die Rückkehr von seiner letzten Mission hat ihn rund 500 Jahre weiter in der Zeit katapultiert. Eine Datensintflut hat fast alle historischen Dokumente entwertet, sodass nur noch die Speicher der RAS TSCHUBAI gesichertes Wissen enthalten. Perry Rhodan befindet sich nun in der sogenannten Cairanischen Epoche. Vieles ist anders, als er es gewöhnt ist; die Menschheit ist ein Volk ohne Herkunft geworden. Auf der Suche nach der Erde benötigt Perry Rhodan Unterstützung und sichere Anlaufpunkte. Eine erste Möglichkeit sind die Posbis - sie wurden ZEUGE DER JAHRHUNDERTE ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 04.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360072
    Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 3007: Zeuge der Jahrhunderte

1.

Gestern und Heute

RAS TSCHUBAI

Es war der 12. September 2045 NGZ, fünfhundert Jahre später.

Es war eben erst. Vor ein paar Jahrhunderten.

Diese Redewendung spukte durch das Schiff. Man begegnete ihr beinahe so oft wie einem der zahlreichen Getränkespender.

Marli Willka stand vor einem der Geräte in Turnhalle 07, Freizeitsektion 04, Deck 23.09, Atrium. Der Spender erinnerte an eine riesige Birne, aus der Würmer herauslugten. Marli drückte auf die Sensorfläche. Eine Frasurfruchtschorle fiel mit einem dumpfen Laut in den Ausgabeschacht; eine der letzten. Die Dosen aus wiederverwertbarer Metallfolie nahmen mehr und mehr ab. Es war eine freiwillige Aufgabe der Posbis gewesen, die Automaten zu befüllen.

Manche Posbis waren wild auf solche Tätigkeiten. Es machte den Angehörigen eines uralten Volkes aus positronisch-biologischen Robotern sichtlich Spaß, simple Maschinen zu entwerfen und zu warten. Sie bemalten ihre Werke oder verzierten sie auf andere Weise.

Der Automat vor Marli war über und über mit schwach leuchtenden, bunten Lichtern besetzt, die sinnfrohe Muster bildeten. Praktische Alltagskunst. Aber eben erst waren nahezu sämtliche Posbis gemeinsam mit ihren liebenswerten Schrullen von Bord gegangen. Zwei der wenigen Verbliebenen rollten hinter Marli mit den anderen um die Wette, um den Fußball in ihren Besitz zu bekommen.

"Beeil dich, Marli!", rief Tok, der Mannschaftskapitän. Er hatte den Spielfuß knapp oberhalb der Rollen ausgefahren, obwohl er Meter vom Ball entfernt stand. Sein ovaler, an ein Ei erinnernder messingfarbener Körper rotierte von links nach rechts. Er schien in Versuchung zu sein, den Flugmodus einzuschalten, was in dieser Partie verboten war. Seine Stimme wurde anklagend. "Ohne dich sind wir in der Unterzahl!"

Das wusste Marli. Aber sie brauchte diese Auszeit, selbst wenn es bedeutete, dass ihre Mannschaft einen Treffer kassierte und einer der beiden umgedrehten Pylone, die sie in ihrer Spielfeldhälfte hüteten, vom Ball davongeschossen wurde.

Marli wollte einmal mehr eine Pause, um das zu verarbeiten, was nicht zu verarbeiten war.

Eben erst. Vor ein paar Jahrhunderten.

Sie zog die Dose aus dem Automaten, umschloss das kühle Metall mit den Fingern. Ihre Brust fühlte sich leer an, wie die Fächer im Automaten vor ihr. Sie vermisste Hanka und Trudi, Ellsan und vor allem Fador. Die lachenden Gesichter tauchten immer wieder wie Geister in Marlis Erinnerung auf. Diese vier waren wohl in den Wirren des Weltenbrands untergegangen.

Mittlerweile glaubte man zu wissen, dass der Weltenbrand noch eine ganze Weile nachgewirkt hatte, nachdem sie Wanderer verlassen hatten. Wie sehr hatten die Bewohner der Milchstraße gelitten?

Wie lange das Drama sich hingezogen hatte, wusste niemand. Die Daten widersprachen einander, gingen mal von zwei bis drei Jahren aus, dann von Jahrzehnten und sogar Jahrhunderten. Die Datensintflut, der Posizid, hatte alle Verlässlichkeit davongespült. Hatte er auch jene Posbis erwischt, die eben erst von Bord gegangen waren? Oder hatten sie ihre Speicher unversehrt erhalten können? Was war mit ihnen geschehen, falls das nicht gelungen war? Waren sie wahnsinnig geworden, hatten sie neue Persönlichkeiten entwickelt oder hatten sie nur Gedächtnislücken? Existierten sie überhaupt noch? Theoretisch musste das der Fall sein, denn Posbis waren dem Altern nicht unterworfen.

Der Ball schlug klatschend gegen den Pylon - ein vertrautes Geräusch. Jubelrufe erklangen, gemischt mit Toks entnervtem Aufstöhnen.

"Treffer!", rief Harudh. Er packte Elzana, die Schützin, an der Hüfte, hob sie hoch und wirbelte sie herum. Elzana quiekte vor Begeisterung.

"Verdammt, Marli!" Tok klang wirklich ärgerlich.

Dabei war das sonst gar nicht seine Art. Er züchtete Jasminblum

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