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Perry Rhodan 3045: Mörder des Residenten Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Haensel, Hubert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.12.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3045: Mörder des Residenten

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner, die ihre Erde und das Sonnensystem hinter sich gelassen haben. In der Unendlichkeit des Alls treffen sie auf Außerirdische aller Art. Ihre Nachkommen haben Tausende von Welten besiedelt, zahlreiche Raumschiffe fliegen bis zu den entlegensten Sternen. Perry Rhodan ist der Mensch, der von Anfang an mit den Erdbewohnern ins All vorgestoßen ist. Nun steht er vor seiner vielleicht größten Herausforderung: Die Rückkehr von seiner letzten Mission hat ihn rund 500 Jahre weiter in der Zeit katapultiert. Eine sogenannte Datensintflut hat fast alle historischen Dokumente entwertet, sodass nur noch die Speicher seines Raumschiffes RAS TSCHUBAI gesichertes Wissen enthalten. Weil er mehr über die aktuelle Situation wissen will, ist Rhodan mit der RAS TSCHUBAI in das sogenannte Galaxien-Geviert aufgebrochen. Atlan reist in der Zwischenzeit zum Kugelsternhaufen M 13, wo er sich um seine alte Heimat kümmern möchte. Auch der Mausbiber Gucky ist unterwegs - bei den Cairanern, den eigentlichen Herrschern über die Milchstraße, sucht er Verständigung. Reginald Bull erreicht in der Zwischenzeit ein Dossier, das ihm wertvolle Informationen aus der Vergangenheit liefert. Es geht um den MÖRDER DES RESIDENTEN ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 26.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360454
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 2615 kBytes
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Perry Rhodan 3045: Mörder des Residenten

4.

Terra

1556-1557 NGZ

Mitunter sind Erinnerungen schwer zu ertragen, vor allem, wenn man es nicht wahrhaben will. Ich merke es daran, dass meine Schritte langsamer wurden, je weiter ich mich der Unterkunft des Residenten im Toplevel eines Residenzpylons näherte.

Wenige Meter vor dem Ende des Unterwassergangs hielt ich inne. Fahler Lichtschein geisterte durch den See und umhüllte die in sanfter Strömung wehenden langblättrigen Wasserpflanzen mit einer zart schimmernden Aura. Die virtuelle Sonne schuf eine besondere Morgenstimmung.

Nicht gerade oft hatte ich an diesem Salzwassersee im Inneren der Residenz gestanden und, was die wenigsten wissen, mit Perry Rhodan über Gott und die Welt geredet. Eigentlich selten genug, stellte ich im Nachhinein fest. Ich wünschte, wir hätten in all den Jahrzehnten öfter Zeit dafür gefunden. Mittlerweile war es zu spät dafür. Ob ich Perry und alle, die mit ihm an Bord der RAS TSCHUBAI verschollen waren, eines Tages wiedersehen würde?

Die Zeit wird es erweisen.

Da war eine jähe Bewegung. Zwischen den schimmernden Pflanzen brach ein grauer Schemen hervor und zog fast zum Greifen nahe vor mir vorbei: einer der Hammerhaie, die den Salzwassersee bevölkerten. Sein Gefängnis war eng. Und unseres? Wie viele Menschen und Angehörige der anderen galaktischen Völker waren vor Jahren zu Gefangenen geworden und hatten sich selbst isoliert, um wenigstens dahinzuvegetieren?

Eine pervertierte Welt, in der Berührungen tobenden Schmerz auslösten, in der Flüstern wie Donnerhall empfunden wurde und Sonnenlicht ein wahres Gefühlschaos erzeugte.

Ich schloss die Finger fester um die mit einem Holoband umwundene Sektflasche. Vielleicht war es keine gute Idee gewesen. Die Ekpyrosis, der Weltenbrand, war gelöscht, doch die Auswirkungen hielten an. Nicht mehr so intensiv quälend, wie es hätte sein können, trotzdem schlimm genug.

Kein Grund, zu resignieren. Erst recht nicht, auf eine kleine, nette Geste zu verzichten. Ich hatte einen 1546er-Jahrgangssekt mitgebracht, erst zehn Jahre alt und trotzdem eine der letzten Flaschen jenes Jahres, die überhaupt aufzutreiben waren.

Ohne länger zu zögern, betrat ich den Wohnturm, das Anwesen des Residenten. Sensoren tasteten mich ab und identifizierten meine Individualschwingungen, ließen mich passieren.

Zwei Roboter kamen mir entgegen, um mich zu eskortieren.

"Ich komme gut allein zurecht!", wehrte ich ab. "Wo finde ich Hekéner?"

"Der Resident hält sich im Dachgarten auf. Wir führen dich ..."

Ich wehrte ab. "Und bitte keine Meldung nach oben! Verstanden?"

Beide Maschinen bestätigten.

Im zentralen Antigravschacht schwebte ich zur Dachterrasse hinauf. Es war morgendlich kühl. Eine frische Brise trug das Aroma des Salzwassers ebenso heran wie den Duft üppig blühender Bäume.

Die Sitzbank vor dem abgeschalteten kleinen Springbrunnen war leer. Früher hatte das leise Plätschern der Fontänen eine beruhigende Atmosphäre verbreitet; derzeit war eher das Gegenteil der Fall.

In den letzten Monaten hatte ich Siedlungen auf den solaren Planeten und Monde besucht und war mit mehreren Raumschiffen im Orionarm unterwegs gewesen. Perrys einstiges Anwesen in der Residenz hatte ich längere Zeit nicht betreten. Mittlerweile wucherten Zypressen und Buschreihen am Dachrand und schränkten die Sicht nach allen Seiten ein.

Ich fragte mich, wer die Robotgärtner ausgemustert hatte. Achtete überhaupt noch jemand auf gepflegte Grünanlagen? Im Weltenbrand waren die alten Werte zu Rauch und Asche zerfallen. Was nicht dem Überleben diente, war Luxus.

Ein kaum merklicher Flügelschlag hing plötzlich in der Luft. Weiches Gefieder streifte mein linkes Ohr, gleichzeitig landete etwas auf meiner Schulter. Ein kleiner, bunter Vogel. Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich das Glimmen in seinen winzigen sch

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