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Perry Rhodan Neo 185: Labyrinth des Geistes Staffel: Die Allianz von Stern, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2018
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan Neo 185: Labyrinth des Geistes

Im Jahr 2036 entdeckt der Astronaut Perry Rhodan auf dem Mond ein außerirdisches Raumschiff. Damit öffnet er den Weg zu den Sternen - ein Abenteuer, das den Menschen kosmische Wunder offenbart, sie aber immer wieder in höchste Gefahr bringt. Zeitweilig hat sogar die gesamte Erde evakuiert werden müssen. 2058 ist die Menschheit mit dem Wiederaufbau ihrer Heimat beschäftigt und findet immer mehr zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Terranische Union, Motor dieser Entwicklung, errichtet bereits Kolonien auf dem Mars und dem Mond. Auf Luna tauchen mysteriöse Fremdwesen auf. Sie können sich unsichtbar machen und werden deshalb Laurins genannt. Kurz darauf bläht sich die Sonne auf, ihre Glut bedroht die inneren Planeten. Währenddessen hat sich Perry Rhodan auf die Spur der geflüchteten Laurins gesetzt, gerät aber in Gefangenschaft. Er und seine Begleiter verfangen sich im LABYRINTH DES GEISTES ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 18.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845348858
    Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan Neo 185: Labyrinth des Geistes

1.

Thomas Rhodan

Ein Summen. Ein leichter Perlmuttglanz. Ein grenzenloser Raum.

Tom Rhodan da Zoltral fiel, stürzte durch ein Nichts ohne Oben und Unten. Er schlug um sich, wollte sich festhalten, doch da war kein Halt. Seine Finger griffen ins Leere, glitten durch Luft und farblosen Wind. Wo war er?

"Farouq?" Sein Adoptivbruder antwortete nicht. "Farouq, was passiert hier?"

Keine Reaktion. Tom war allein. Wohin war Farouq verschwunden?

Unter Tom lag eine unendliche Weite. Alles darin war gleichförmig, endlos, ewig. Ein Reich aus Eintönigkeit, das ihn verschlungen hatte wie eine Kristallkatze ihre Beute. Er würde Stunden weiterfallen, Tage, Wochen, Monate. Vielleicht für den Rest seines Lebens.

Tom sollte Angst haben, doch er hatte keine Angst.

"Ein Traum", sagte er laut. "Ich träume." Er wusste, das traf es nicht ganz, dennoch erwachte er.

Der perlmuttfarbene Raum war verschwunden. Tom lag auf dem Boden, irgendwo in den lunaren Anlagen, in NATHANS Reich. Sein Körper fühlte sich an wie nach einem Kampf.

"Farouq?" Tom versuchte aufzustehen, doch er war seltsam schwach. Aus seiner Nase lief ein dünnes Rinnsal Blut. Seine Stirn schmerzte. In seinem Schädel pochte es dumpf, als klopfe jemand von innen dagegen, auf der Suche nach einem Ausgang.

Was war mit ihm und seinem Adoptivbruder geschehen?

Furcht kroch in ihm hoch, wand sich durch die Adern, nahm ihm den Atem. Im Traum hatte sich Tom unsterblich gefühlt. Nun war er in die Realität ausgespuckt worden, hinein in eine Welt, die ihm fremd war; bedrohlich wie eine dünne Eisfläche, unter der tödlich kaltes Wasser lag. Wo war er?

Das war definitiv nicht die Stelle, an der er eingeschlafen war. Etwas war geschehen, und Tom wusste beim besten Willen nicht, was. Ihm war, als hätte er irgendeine Aradroge ausprobiert, die ihm Stunden der Erinnerung geraubt hatte. War er nicht am Nexus gewesen? Beim Zeitkreell?

Vorsichtig tastete er über sein Gesicht. Da waren Bartstoppeln, mehr als zuvor. Es mussten Stunden vergangen sein.

Ein fernes Pochen erklang. Keine Morsezeichen oder ein anderer Kommunikationsversuch. Einfach ein dumpfes Schlagen, das sich stetig wiederholte.

Tom sprang auf, wischte sich das Blut mit dem Handrücken von den Lippen und stolperte in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Die düstere, orangerote Notbeleuchtung zeigte ihm einen Gang, den er nie zuvor gesehen hatte. Er war schlicht gehalten, in dunkel angelaufenem Silber und kaum höher als zwei Meter. Die Wände standen unangenehm nah zusammen, schienen Tom erdrücken zu wollen. Wenn er ging, berührten seine Arme die Metalllegierung.

Toms Furcht wandelte sich in Ärger. "Du gehst zu weit!", rief er NATHAN entgegen. "Hör endlich auf mit dem Mist!" Die Mondintelligenz war verantwortlich für diese Situation. Sie testete ihn und Farouq, spielte mit ihnen. Aber war das noch ein Spiel?

Wie so oft seit der Entführung gab NATHAN keine Antwort. In Tom kam eine beunruhigende Frage auf. Was wäre, wenn NATHAN verrückt war, infiziert durch irgendeinen Virus, oder auf andere Weise ernsthaft beschädigt, ja, vielleicht sogar von Feinden der Menschheit infiltriert, um ihn gegen die Erde zu verwenden?

Nein. Er fing schon an wie Ngata und dieser widerliche Kerl Willem. NATHAN war auf ihrer Seite. Es musste einen verdammt guten Grund für NATHANS Verhalten geben. Jedenfalls hoffte Tom das. Der Gedanke, einer wahnsinnigen Maschine ausgeliefert zu sein, war schlimmer als jeder Albtraum. Nur dass NATHAN keine Maschine war, sondern ein komplexes, anorganisches Denksystem. Konnte die Mondintelligenz verrückt werden? Bei Posbis war es möglich.

Fest stand: NATHAN hatte Tom und Farouq entführt, und er war nicht bereit, preiszugeben, wie lange dieser Zustand noch andauern sollte.

Dunkel kamen alte Erinnerungen in Tom auf, von seiner Zeit als "Gast" bei Agaior

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