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Perry Rhodan Neo 208: Die Winde von Epsal von Schorm, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.09.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan Neo 208: Die Winde von Epsal

Fünfzig Jahre nachdem der Astronaut Perry Rhodan auf dem Mond ein außerirdisches Raumschiff entdeckt hat, ist eine neue Epoche der Menschheit angebrochen. Die Solare Union steuert den Aufbruch ins All. Die Menschen haben Kolonien nicht nur auf dem Mond und Mars, sondern auch in fernen Sonnensystemen errichtet. Doch auf die terranischen Pioniere warten ungeahnte Herausforderungen und Gefahren. Im Jahr 2089 erweist sich der Plophoser Iratio Hondro als unheimliche Bedrohung. Es gelingt ihm, das Capellasystem unter seine Kontrolle zu bringen. Aber zunehmend wird klar, dass die wahre Bedrohung für die Menschheit das geheimnisvolle Dunkelleben ist - dieses wiederum scheint Hondro seine Macht zu verleihen. Als die Ärztin Sud und Perry Rhodan beunruhigende Nachrichten von Epsal erfahren, eilen sie an den Ort des Geschehens. Auf der Hochschwerkraftwelt tobt ein verzweifelter Kampf gegen einen todbringenden Feind - er nutzt DIE WINDE VON EPSAL ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 05.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845349084
    Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan Neo 208: Die Winde von Epsal

1.

Pilze und ihre Eigenheiten

Ein tiefes Grollen lag in der Luft, beinahe als entwickle sich in einiger Entfernung die Mutter aller Gewitter.

Paulus Moron drehte den Kopf auf dem stämmigen Hals Richtung Westen. Dort lag Rimdan, Epsals Hauptstadt. Am zart blauvioletten Himmel erschien ein glühender Punkt, der schnell nach unten sank.

"Ein großes Schiff", murmelte Moron. "Das ist er. Rhodan kommt."

Eine Prallfeldröhre baute sich auf. Sie verhinderte, dass die von der landenden CREST II verdrängte Luft die Siedlung beschädigte. Ohne diese energetische Barriere wäre ein Orkan die Folge gewesen.

"Groß, meinen Sie?"

Moron drehte sich um. Die leicht krächzende Stimme gehörte Erkokk, einem der zwei Ferronen, die sich Morons Hilfe versichert hatten. Eine geführte Expedition in Epsals Funga - in diesem Fall in den riesigen Ostwald - war eine von Morons Einnahmequellen. Unter den Kennern der Pilzfauna nahm er eine Sonderstellung ein; er war der Pilzsammler. Seine Preise waren gesalzen, aber für die beiden Ferronen war das kein Problem. Sie waren reich und hielten damit keine Sekunde lang hinter dem Berg.

Erkokk war kleiner als Summler, sein Kollege. Im Vergleich zu Paulus Moron und jedem anderen Epsaler waren sie allerdings beinahe Riesen: Moron war gerade mal 1,46 Meter groß - in den Schultern allerdings ebenso breit.

Erkokk grinste. "Nehmen Sie's nicht persönlich, aber mir scheint, in Ihren Augen ist wohl alles groß."

Summler feixte. Moron hingegen verzog keine Miene. Witze über die epsalische Größe perlten an ihm ab. Er wusste um seine Stärken; dazu zählte die rein körperliche Kraft, die bei der gewaltigen Schwerkraft von Epsal auch nötig war. Paulus Moron war ein sehr friedlicher Mensch, aber das Wissen, mit zwei unangenehmen Ferronen ohne Probleme fertigwerden zu können, empfand er als angenehm.

Die CREST II war nicht mehr zu sehen, verschwunden hinter dem üppig wuchernden Gestrüpp des Pilzwalds.

"Rhodans Ankunft war angekündigt", sagte Moron. "Haben Sie das nicht mitbekommen?"

Summler machte ein mürrisches Gesicht. "Ich interessiere mich nicht für Politik. Wir suchen einen Dornschlonz. Nur deswegen sind wir hier, in diesem widerlichen Dschungel."

Ignorant!, kommentierte Moron im Stillen. Er musterte die Umgebung. Etwas hatte sich verändert, ohne dass er zu benennen vermochte, was das war. Die Atmosphäre war drückend, bedrängte einen wie ein Raubtier. Das lag nicht an der feuchtwarmen Luft. Es war subtiler. Moron fühlte sich unwohl. Das war das erste Mal, auch wenn Außenstehende das wohl kaum verstehen würden. Epsals Pilzwälder waren gefährlich. Die Tatsache, dass er noch lebte, war der beste Beweis für Morons Fähigkeiten. Dass die zwei reichen Ferronen auf einer Expedition hierher bestanden hatten, führte Moron auf einen einzigen Grund zurück: Sie suchten den Kick. Wie viele Neureiche setzten sie ihren Erfolg mit Omnipotenz gleich.

Er registrierte bei beiden Ferronen eine zur Schau getragene Langeweile. Sie tun so, als hätten sie alles unter Kontrolle. Für Leute wie sie ist das wahrscheinlich ganz normal. Sie begreifen nicht, dass die Natur sich ihren Wünschen nicht unterordnet.

Moron betrachtete all das mit der nötigen Distanz. Er verdiente gutes Geld damit, die Gefahren für die zwei in erträglichen Grenzen zu halten. Sie hatten die Risikoklauseln unterschrieben, und Moron war sicher, dass sie sie nicht mal gelesen hatten.

Das Grollen wurde leiser und verklang. Etwas anderes blieb. Ein tieftoniges Geräusch, das Moron sofort alarmierte. Er kontrollierte die Zeit und legte den Kopf in den Nacken.

Der grelle, ovale Lichtfleck von Altair stand hoch am Himmel; dennoch wirkte die Umgebung, als habe sich eine Wolke vor die Sonne geschoben.

Die Tagesdämmerung ging ihrem Ende entgegen. Die schnelle Rotation von Altair erze

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