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Perry Rhodan Neo 212: Welt der Hoffnungslosen von Schwartz, Susan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan Neo 212: Welt der Hoffnungslosen

Fünfzig Jahre nachdem die Menschheit zu den Sternen aufgebrochen ist, haben Kolonisten die ersten Siedlungen auf dem Mond und Mars sowie auf mehreren Planeten außerhalb des Sonnensystems errichtet. Der Weg ins Weltall war mühsam und abenteuerlich. Aber geleitet von Perry Rhodan, haben die Menschen bislang jede Gefahr überstanden. Doch im Jahr 2089 werden sie mit einem Gegner konfrontiert, der nicht fassbar erscheint. Das aggressive Dunkelleben bedroht die Solare Union, beeinflusst auf unheimliche Weise Einzelpersonen ebenso wie ganze Welten. Um mehr über das Dunkelleben zu erfahren, wagt Rhodan eine Expedition auf die andere Seite der Milchstraße - zum geheimnisvollen Compariat. Dabei kommt es zu einem katastrophalen Unfall. Der Experimentalraumer FANTASY strandet in einer unbekannten Raumregion. Nachdem sie das Hindernis eines Schreienden Steins überwunden haben, setzen die Raumfahrer ihren Weg fort - und geraten auf die todbringende WELT DER HOFFNUNGSLOSEN ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 31.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845349121
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 577 kBytes
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Perry Rhodan Neo 212: Welt der Hoffnungslosen

1.

Galduta

Es regnete. Schwere, große Tropfen, die laut knallend auf die Metalldächer schlugen.

Osamely versteckte sich unter dem selbst zusammengezimmerten Schutz, zog sich ganz tief nach hinten zurück, wo es nur noch kriechend weiterging. Der Regen tat ihm weh, seine Haut bekam davon Blasen, die aufplatzten, und dann quoll gelber Eiter heraus.

Galduta setzte sich die Ohrenschützer auf. Sie hatte das kleine Dach mit Schwammmoos bedeckt, das nicht nur den Regen liebte und aufsaugte, sondern auch seinen Klang erstickte. Aber der Lärm der nackten Dächer ringsum schmerzte ihre Ohren so sehr, dass sie Angst bekam, einen Blutsturz zu erleiden.

"Geht es dir gut?", fragte sie in die Dunkelheit hinein.

Kurzzeitig glühten zwei kleine Lichter auf. Die Antennen über Osamelys Augen phosphoreszierten. "Ja", kam es zittrig zurück.

"Du brauchst keine Angst zu haben", versicherte Galduta. "Ich habe alles abgedichtet, und das Schwammmoos lässt nichts durch. Es fühlt sich wohl da oben."

"Wird es lange dauern?"

"Ich weiß es nicht. Ich gehe besser sofort und allein."

"Das ist zu gefährlich!" Osamelys Hand schoss durch die Dunkelheit zu ihr und wollte sie festhalten. Er schrie auf, als sein Finger mit einem Wassertropfen in Berührung kam. Die Hand schnellte zurück.

"Osa, warum bist du unvernünftig?" Galduta seufzte. "Ist es sehr schlimm?"

"Nein, gar nicht." Die Antennen schlugen Funken. Manche Wesen verströmten Wasser aus den Augen, wenn sie Angst hatten, traurig waren oder Schmerz empfanden. Osamely stieß Funken aus.

Galduta verharrte einige Augenblicke hin- und hergerissen. "Ich muss gehen, Osa, du brauchst Medizin, und ich brauche etwas zu essen", sagte sie schließlich. "Vielleicht finde ich auch etwas, um die Lampe zu reparieren. Dann haben wir wieder Licht. Das wäre schön, oder?"

"Willst du nicht doch warten, bis es aufhört?"

Galduta spürte, wie es anfing, sich zu öffnen, und presste die Hand auf den Bauch. "Ich kann nicht. Sollte es Tage dauern, wird Fia'ai zu stark und will dich fressen. Ich habe großen Hunger. Und Fia'ai auch."

"Ich habe Angst", wimmerte Osamely.

Galduta war gerührt. Er hatte nicht um sich Angst, sondern um sie. "Ich passe schon auf", versprach sie.

"Wir bleiben zusammen, ja?"

"Für immer. Das haben wir geschworen, weißt du noch?" Sie legte die Hand an die Brust, und ihre überlangen Finger verschlangen sich zu dem Symbol ihres Schwurs. "Wir beide, du und ich." Sonst hatten sie niemanden mehr. Beide Elternpaare waren längst einen der unzählbaren Tode gestorben. Es gab niemanden, der sich um sie kümmerte, obwohl sie noch lange nicht erwachsen waren.

Die meisten interessierten sich nicht für sie, bewarfen sie sogar mit Steinen, damit sie ihnen keine Beute streitig machten.

Die anderen ... wollten sie essen.

Galduta hatte zwei Geschwister auf diese Weise verloren, und sie war geflohen, bevor auch sie dieses Schicksal erlitt. Unterwegs war sie auf Osamely getroffen, der ebenfalls auf der Flucht gewesen war. Sie hatten sich seither gut durchgeschlagen, jede Nacht einen anderen Schlafplatz gesucht und sich nur in der Dämmerung nach draußen gewagt.

Es war prinzipiell zu jeder Stunde gefährlich. Galduta und Osamely bewegten sich jedoch bevorzugt in der Dämmerung. Ihre Sinne funktionierten dann am besten, und viele von den anderen waren dämmerungsblind, weil sie keine Farben sehen konnten. Dann verwischte alles zu grauen Schlieren, in denen nur noch vage Bewegungen erahnt werden konnten.

Ein Vorteil für die beiden Kinder, die es dadurch geschafft hatten, schon mehrere Jahre zu überleben.

Mehrere Jahre - das war nur so ein Begriff, ohne dass ein echtes Zeitverständnis dahinterlag. Die Sonne ging auf und unter, es gab Tage, und die könnte man zählen - sofern man da

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