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Perry Rhodan Neo 216: Geburt einer Torkade von Guth, Lucy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.12.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan Neo 216: Geburt einer Torkade

Fünfzig Jahre nachdem die Menschheit zu den Sternen aufgebrochen ist, haben Kolonisten erste Siedlungen auf fremden Welten innerhalb und außerhalb des Sonnensystems errichtet. Der Weg ins Weltall verläuft mühsam und abenteuerlich. Aber geleitet von Perry Rhodan, haben die Menschen bislang jede Gefahr überstanden. Doch im Jahr 2089 werden sie mit einem Gegner konfrontiert, der nicht fassbar erscheint. Das mysteriöse Dunkelleben bedroht die Solare Union. Um dieses Phänomen zu enträtseln, wagt Rhodan eine Expedition in ein fernes Sternenreich - zum Compariat. Nach einem katastrophalen Unfall werden Rhodan und seine Gefährten von Soldaten des Compariats gefangen genommen, den Shafakk. Die Shafakk wollen die FANTASY demontieren, um das Geheimnis des neuartigen Linearantriebs zu entschlüsseln. Dabei wenden sie auch brutale Mittel an - das Leben der Menschen ist ihnen nicht viel wert. Perry Rhodan kommt ein unerwartetes Ereignis zu Hilfe: die GEBURT EINER TORKADE ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 26.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845349169
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 526 kBytes
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Perry Rhodan Neo 216: Geburt einer Torkade

2.

Kashiks Aufbruch

Kashik glitt in die glatte Sitzschale des Vitrons und drehte den Kopf zur Seite, um durch die transparente Wand zu blicken. Vor dem Raumboot standen seine Eltern. Seine Mutter hatte den Arm fest um seinen Vater geschlungen. Kashik sah trotzdem, dass die Schultern seines Vaters bebten. Warum ist das so? Hat er Angst, oder ist er wütend?

Eigentlich hatte nur Kashik Grund, Angst zu haben. Sein Vater durfte hierbleiben, zusammen mit Mutter, in dem schönen Haus. Kashik hingegen musste fortgehen, obwohl er das gar nicht wollte.

"Schalte die Prallfelder an", sagte der ehrenwerte Miaskull, der gerade an Bord kam.

Kashik zuckte zusammen und tippte auf den schwarzen Armstützen herum. Seine Hände zitterten. Er war nie zuvor in einem Vitron gewesen - er hatte keine Ahnung, wie die Prallfelder bedient wurden.

"Nun mach schon!" Miaskull, der selbst in einer fließenden Bewegung in die Pilotenschale glitt, klang ungeduldig.

Es gab nichts, was Kashik weniger wollte, als den Ehrenwerten zu verärgern. Aber er wusste einfach nicht, welche Eingaben er machen sollte.

"Du wirst doch wohl wissen, wie das geht." Miaskull stülpte abschätzig die Lippen seines Rüsselmunds nach außen.

"Nein." Kashik senkte in einem Anflug von Trotz den Kopf. "Ich bin noch nie in einem Raumschiff geflogen."

"Du bist sechs Umläufe alt und hast nie den Planeten verlassen? Deine Eltern haben deine Ausbildung sträflich vernachlässigt. Dich auf diesem abgelegenen Planten zu verstecken, in der Hoffnung, dass wir dich nicht finden ..."

Die Missbilligung in Miaskulls Stimme war so heftig wie eine Ohrfeige. Kashiks Eltern hatten ihn nie geschlagen. Sie hatten dafür gesorgt, dass er genug zu essen hatte, dass er spielen konnte, was er wollte, dass er lernte, seinen Körper wertzuschätzen. Kashik spürte, dass es keine gute Idee wäre, das Miaskull zu sagen.

Der Ehrenwerte aktivierte eine holografische Steuerkonsole, und kurz darauf fühlte Kashik, dass sich die schützenden Prallfelder um ihn aufbauten.

Er spähte wieder nach draußen. Seine Eltern standen immer noch an der gleichen Stelle. Der Rüsselmund seiner Mutter zuckte.

Kashik hätte am liebsten ebenfalls geweint, aber er riss sich zusammen. "Lebt wohl, Insha", flüsterte er. Er ahnte, dass er das Kosewort, mit dem er seine Eltern rief, zum letzten Mal in seinem Leben aussprach.

Die Triebwerke des Vitrons summten auf. Während das Raumfahrzeug abhob, verdichtete sich die Struktur der Außenhülle und verwehrte Kashik die Sicht auf seine zurückbleibenden Eltern. Einerseits war er froh darüber - es machte den Abschied wahrscheinlich leichter.

Aber er war auch enttäuscht, denn er hätte gern gesehen, wie der Planet immer kleiner wurde - und wie es im Weltall aussah. Kashik hatte mit seinem Vater nachts oft die Sterne beobachtet und sich gefragt, wie es wohl sein mochte, zwischen den Sternen zu reisen. Nun war es so weit - und er bekam nichts davon mit. Den Ehrenwerten danach zu fragen, wagte er nicht.

Zaghaft musterte Kashik Miaskull von der Seite. Der Ehrenwerte war etwa so alt wie Kashiks Vater, machte aber einen verschlossenen und strengen Eindruck. Kashiks Vater hatte stets viele Zeichen auf der Haut getragen, war für Kashik Lehrer und Freund gewesen. Der junge Oproner ahnte, dass es mit Miaskull anders sein würde. Miaskull war nicht sein Vater und nicht sein Freund. Er war nichts anderes als sein Lehrmeister.

Ihn offen anzustarren, wäre ein Affront gewesen, das hatte ihm seine Mutter seit dem Vorabend eingeschärft - seit sie Kashik eröffnet hatte, dass jemand kommen würde, um ihn zu holen. Beim Gedanken an seine Mutter wurde Kashiks Haut trocken. Er wünschte sich, er hätte etwas Wasser dabei, um es auf seinem Körper zu verteilen. Doch er hatte nichts mitnehmen dürfen.

"Hast du Angst?", fragte Miaskull, der auf eine für Kashik

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