text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Planet der schmelzenden Berge Die Welt der tausend Ebenen, Band 5 - Roman von Farmer, Philip José (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Planet der schmelzenden Berge

Diese Welt ist anders als die anderen ...
Durch einen seltsamen Zwischenfall werden Paul Janus Finnegan und seine Begleiter auf die wohl seltsamste Welt gebracht, die man sich ausdenken kann: sie behält ihre Form nicht bei, sondern verändert stetig ihr Aussehen. Berge wandern herum oder schmelzen, ganze Wälder bewegen sich, ja, manchmal erschafft die Welt sich sogar Monde, die ein paar Monate halten, ehe sie wieder mit der Mutterwelt verschmelzen. Auf dem gesamten Planeten gibt es nur ein Portal, das Finnegan und seine Freunde in ihre Heimat zurückbringen könnte - aber das befindet sich in der Nähe des Palastes des Herren dieser Welt, der ebenfalls seinen Standort wechselt. Zudem scheint ihnen der Meister nicht wohlgesonnen zu sein. Ein atemloses Katz- und Mausspiel in planetarem Maßstab beginnt ...

Philip José Farmer wurde am 26. Januar 1918 in North Terre Haute, Indiana, geboren. Die Familie siedelte nach Illinois über, wo Philips Vater einen kleinen Betrieb hatte. Als dieser Mitte der 1930er Jahre pleiteging, musste Philip sein Collegestudium abbrechen und seine Familie mit allerhand Jobs finanziell unterstützen. Er studierte später neben dem Beruf und machte 1950 seinen Bachelor of Arts in Englisch. Danach arbeitete er als technischer Journalist für verschiedene Unternehmen, ehe er 1952 mit seiner Erzählung 'Die Liebenden' schlagartig berühmt wurde. Die Story, die mit dem Hugo Award ausgezeichnet wurde, war zuvor von renommierten SF-Magazinen abgelehnt worden, weil sie von einer sexuellen Beziehung zwischen einem Menschen und einem Alien handelt, was im prüden Amerika der 1950er Jahre für einen Skandal sorgte. Mit Romanen wie 'Fleisch' festigte Farmer sein Image als Tabubrecher; Reihen wie der Flusswelt-Zyklus, für die er seinen zweiten Hugo Award gewann, oder die 'Welt der tausend Ebenen'-Saga befassen sich mit neomythologischen Themen. Philip José Farmer starb am 25. Februar 2009 in seinem Heim in Peoria, Illinois.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641202699
    Verlag: Heyne
    Größe: 1660kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Planet der schmelzenden Berge

Zweites Kapitel

Während der "Nacht" hatten sie sich zum Schlafen hingelegt. Kickaha hatte die erste Wache übernommen. Urthona, Orc, Anana und McKay hatten es sich auf dem rostroten Gras so bequem wie möglich gemacht und waren bald eingeschlafen. Ihr Lager befand sich auf dem Grund eines flachen Tales, das von niedrigen Hügeln eingeschlossen war. Das Gras war das einzige Anzeichen von Vegetation im Talgrund. Die Hügelkämme hingegen waren von schattenhaften Bäumen bestanden. Sie maßen etwa drei Meter, und obwohl kaum eine leichte Brise wehte, schwankten die Bäume vor und zurück.

Als Kickaha seine Wache angetreten hatte, entdeckte er nur ein paar Bäume auf den Hügelkämmen. Doch im Verlauf der Zeit tauchten immer mehr auf. Sie bauten sich neben der Vorhut auf, bis sie eine durchgehende Linie bildeten. Es war unmöglich zu schätzen, wie viele sich auf den Rückhängen der Hügel befinden mochten. Eines allerdings schien Kickaha als sicher: dass die Bäume auf die "Morgendämmerung" warteten. Und dann, falls die Menschen nicht zu ihnen kommen würden, würden die Bäume die Hänge herunterkommen und die Menschen angreifen.

Der Himmel war einheitlich dunkelrot, bis auf ein paar langsam dahintreibende schwarze Umrisse. Wolken. Die riesige rote Masse, die dem Auge als sechsmal größer als der Mond der Erde erschien, war vom Himmel verschwunden. Sie würde zurückkehren, nur wusste er nicht, wann. Er setzte sich und rieb sich die Beine. Sie schmerzten ihn noch immer nach dem Unfall, der vor zwölf "Tagen" stattgefunden hatte. Der Schmerz in seiner Brust dagegen war beinahe vollkommen abgeklungen. Er erholte sich, doch er war keineswegs mehr so beweglich und stark, wie er dies gewohnt war.

Allerdings kam ihm zugute, dass die Schwerkraft hier geringer als auf der Erde war.

Er legte sich einen Augenblick auf den Rücken. Kein tierischer oder menschlicher Feind würde jetzt angreifen können. Er würde zuerst den Ring der Mörderbäume passieren müssen. Und nur die Elefanten und eine Riesenart von schalenhirschähnlichen Tieren würden dazu kräftig genug sein. Er wünschte sich, dass ein paar von ihnen auftauchen würden. Sie ernährten sich von Bäumen. Doch auf diese Entfernung hin vermochte Kickaha nicht genau zu bestimmen, um welche Gattung der Mörderpflanzen es sich handelte. Manche von denen waren mit solch furchtbaren Waffen ausgestattet, dass selbst die großen Tiere ihnen auswichen.

Aber wie zum Teufel hatten die Bäume ihre kleine Gruppe entdeckt? Zwar verfügten sie über einen gut ausgebildeten Geruchssinn, doch bezweifelte er, dass die Luftbewegung stark genug war, die Witterung der Menschengruppe den Hang hinaufzutragen und über den Kamm hinweg. Die Sehfähigkeit der Pflanzen hingegen war beschränkt. Sie konnten Umrisse durch die aus vielen Facetten zusammengesetzten insektenartigen Augen erkennen, die ringförmig am Oberteil des Stammes angeordnet waren. Doch auf diese Entfernung und in diesem Licht waren sie wohl nahezu blind.

Einer oder mehrere ihrer "Kundschafter" waren wohl über einen Kamm gestiegen und hatten ein paar Geruchsmoleküle der Menschenwitterung aufgefangen. Und das war weiter nicht verwunderlich. Er selbst und die anderen stanken. Das bisschen Wasser, das sie hatten finden können, musste zum Trinken verwendet werden. Und wenn sie morgen nicht irgendwo neues Wasser fanden, würden sie bald ihren eigenen Urin trinken müssen. Man konnte diesen zweimal rezyklieren, bevor er zu Gift wurde.

Und wenn sie nicht bald irgendein jagdbares Wild töteten, dann würden sie vor Hunger zu schwach sein, um weiterzugehen.

Er rieb mit den Fingern der Linken über den Lauf seines Handstrahlers. Die Batterie enthielt nur noch ein paar volle Energiestöße, dann würde sie leer sein. Bisher hatten Anana und er es vermieden, den Energievorrat der Waffe zu verschwenden. Schließlich war sie das einzige, das ihnen erlaubte, die anderen drei unter Kontrolle zu halten. Überdies war es

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen