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Rheanne - An Bord der Adlerschwinge Roman von Troja, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.01.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Rheanne - An Bord der Adlerschwinge

Mord im Orientexpress meets High Fantasy Eigentlich hat die Ritterin Rheanne einen einfachen Auftrag: Sie soll ins ferne Land Genzabar reisen und dem dortigen Herrscher ein Geschenk überreichen. Doch an Bord der Adlerschwinge ereignet sich auf hoher See ein mysteriöser Todesfall. Ein Matrose ist ermordet worden, am Tatort findet sich schwarzes Blut. Rheanne beginnt zu ermitteln und findet ausgerechnet in dem attraktiven, aber geheimnisvollen blinden Passagier Cormac einen Verbündeten. Weitere brutale Morde geschehen, und Rheanne selbst gerät ins Visier des Täters. Längst ist ihr klar, dass der Mörder an Bord kein Mensch ist ... Anne Troja, Jahrgang 1992, studiert Germanistik und Geschichte an der Universität Potsdam. Neben dem Schreiben von Fantasy-Romanen begeistert sie sich für das Downhillfahren und die Werke von Stephen King. Sie lebt mit ihrem Mann und Sohn in Berlin. "Rheanne - An Bord der Adlerschwinge" ist der Auftakt zu einer spannenden Fantasy-Reihe um die Ritterin Rheanne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 21.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641231033
    Verlag: Blanvalet
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Rheanne - An Bord der Adlerschwinge

Kapitel 3

"Die Adlerschwinge ist ein geschichtsträchtiges Schiff", sagte Román mit unüberhörbarem Stolz in der Stimme. Mit der Hand fuhr er über die sorgsam polierte Reling.

"Vor über zwanzig Jahren wurde von dem Vater der Ersten Präsenz Merideth - Hades möge sich seiner Seele angenommen haben - der Befehl erlassen, ein Schiff zu bauen, das denen des genzabarischen Kaisers in nichts nachstand. Kennt Ihr die Segler Genzabars?"

Ich nickte. "Ich sah sie auf Gemälden. Sie wirken elegant."

"Das sind sie auch! Hübsch anzusehen, schnell und wendig, und sie verfügen über Kanonen, die über mehrere Fuß hinweg ein feindliches Schiff in zwei Teile sprengen können."

"Kanonen?" Ich war ehrlich erstaunt. Ich wusste nur von den schweren Ballisten, mit denen die astranischen Kriegsfregatten ausgerüstet waren. Wurden sie fachgerecht bedient, konnten sie einem Feindschiff auf einigen hundert Fuß ein Loch in den Rumpf schlagen.

"Jawohl! Kanonen." Román machte eine ausladende Geste. "Kaiser Vargaz ist in vielerlei Hinsicht fortschrittlicher als sein Vater. Seine Frau, die Kaiserin, bewundert die oskanonische Alchemie und bemüht sich um ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den Ländern. Deswegen stehen der Kaiser und die Matriarchin Avellana in enger Verbindung. Es befinden sich sogar hochrangige Alchemisten im Palast des Kaisers. Ihnen wurde ein eigener Tempel gebaut, in dem sie Yarna anbeten können."

Der missbilligende Ton zum Ende seiner Rede war deutlich zu vernehmen. Ich selbst hielt nicht viel von Religion, daher machte es für mich keinen großen Unterschied, zu wem die Leute beteten. Cheron, der Gott der Rechtschaffenheit, Mirane, die Göttin der Liebe, und Hades, der Gott über Tod und Leben, waren die drei Götter, die in der gesamten Aufgetauchten Welt verehrt wurden. Yarna, die Göttin der Magie, und Yulrath, der Gott der Unterwelt, bildeten die Ausnahme. Doch die oskanonischen Alchemisten - ich nannte sie Hexer, denn ihre Fähigkeiten waren mir unheimlich - schworen auf ihre Existenz, und bisher hatten die restlichen Götter nichts dagegen unternommen, diese Aussage zu widerlegen.

"Nun", fuhr Román fort, und ich hörte ihm aufmerksam zu, "eine Kanone ist ein interessantes Gebilde. Ich persönlich sah eine aus nächster Nähe, als die Adlerschwinge vor einigen Jahren in Genzabars Hauptstadt Esteban vor Anker lag. Ihr werdet Esteban lieben, Elda Rheanne! Es ist eine wundersame Stadt, so voller Leben und Neuem, dass Euch schwindlig werden wird."

"Ich bin in der Tat neugierig", stimmte ich ihm zu. "Ich habe bisher von den südlichen Ländern nur gehört. Gesehen oder gar betreten habe ich Genzabar noch nicht."

"Dann wird es höchste Zeit! Tradition und Fortschritt vereinen sich in Genzabars weiten Wüsten in perfekter Harmonie. Kaiser Vargaz gewährt dem Volk Freiheiten, die unter der Herrschaft seiner Vorfahren nie vorstellbar gewesen wären. Frauen dürfen den Familienbetrieb übernehmen, und Diener haben eigene Rechte. Der technische Fortschritt sorgt für weniger Unfälle in den Goldminen und den Steinbrüchen. Und das Land profitiert vom Bündnis mit Oskanon. Man kann diesen unheimlichen Alchemisten viel Schlechtes nachsagen, aber im Erfinden von Dingen sind sie Genies." Román strich sich über die schmierige Haarpracht, ehe er fortfuhr: "Eine Kanone sieht wie ein gusseisernes Rohr aus. Es funkelt und blendet in der strahlenden Sonne, doch aus weiter Ferne wirkt dieses Leuchten wie Magie. Anfangs hegte ich die Überzeugung, eine Kanone würde nur durch die Hand eines Alchemisten funktionieren. Doch es ist keine Hexerei!"

Er freute sich augenscheinlich über meinen erstaunten Gesichtsausdruck und musste lachen. Dann schob er sich eine neue Stange Kautabak in den Mund.

"Das Prinzip ist lächerlich einfach. Der oskanonische Alchemist hat lediglich verschiedene Bestandteile zu einer Art Pulver gemörsert, das es ganz gewöhnlichen

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