text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Schwarze Sehnsucht von Showalter, Gena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.12.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Schwarze Sehnsucht

Puck, der Unbesiegte, trägt den Dämon der Gleichgültigkeit in sich. Bei jedem tiefen Gefühl muss er unsägliche Schmerzen ertragen. Um dafür Vergeltung zu üben und um der neue Herrscher der Unterwelt zu werden, will er die schöne Gillian Sanders heiraten. Nur sie kann ihm helfen, so sagt es die Prophezeiung. Kurzerhand entführt er Gillian und schenkt ihr die Unsterblichkeit. Und bald fesseln heiß knisternde Erotik und ein unbezwingbares Verlangen sie aneinander. Nur leider irrt Puck. Um König zu werden, müsste er Gillian wieder freigeben.

"Eine der Besten, wenn es um paranormale Liebesromane geht. Gena Showalter erzählt eine absolut fesselnde Geschichte!"
Kresley Cole, SPIEGEL-Bestsellerautorin

Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Gena Showalter gilt als Star am romantischen Bücherhimmel des Übersinnlichen. Ihre Romane erobern nach Erscheinen die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen im Sturm. Mit der beliebten Serie "Herren der Unterwelt" feierte sie ihren internationalen Durchbruch. Mit ihrer Familie und zahlreichen Hunden lebt Showalter in Oklahoma City.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 412
    Erscheinungsdatum: 03.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768881
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Mira Taschenbuch .14
    Originaltitel: The Darkest Warrior
Weiterlesen weniger lesen

Schwarze Sehnsucht

2. Kapitel

Jahrhunderte vergingen. Ihre genaue Zahl war Puck entfallen. Er hatte kein Bedürfnis, sie mitzuverfolgen.

Er kehrte nicht zu seinem Bruder und seinem Clan zurück, auch nicht, als Gerüchte von Sins Brutalität an seine Ohren drangen. Offenbar hatte sein Bruder sich zum blutrünstigsten Tyrannen in der Geschichte von Amaranthia entwickelt. Sin riss einen halben Wald ab - einen von nur zweien im gesamten Reich -, um eine Festung errichten zu lassen. Er machte Sklaven aus den Connachts und jeglichen anderen Clanmännern, die er gefangen nahm, und tötete jeden, der "seinen Niedergang plante".

In Sins Vorstellung planten Tausende seinen Niedergang.

Puck dagegen kannte die Wahrheit. Sins schwarze Seele war endlich zum Spielen hervorgekommen.

Ziellos wanderte Puck durch Amaranthia, von einem Ende zum anderen. Wer ihm in den Weg kam, starb. Wenn er irgendetwas sah, das er zum Überleben brauchte, nahm er es sich. Nahrung. Waffen. Eine Unterkunft für die Nacht. Manchmal gestattete er einer Frau, sich zu ihm zu legen. Er konnte hart werden, und eine Frau konnte ihn reiten und ihre Befriedigung erlangen, doch ihre Lust war für ihn ohne Bedeutung - und seine eigene unerreichbar. Obwohl er ein körperliches Bedürfnis nach Erleichterung verspürte, verfügte niemand über die Macht, ihn zum Höhepunkt zu bringen. Nicht einmal er selbst.

Er wusste noch, wie er einmal insgeheim davon geträumt hatte, ein ums andere Mal mit derselben Frau zu schlafen. Als er es tatsächlich durchzog, empfand er die Erfahrung als eher dürftig.

Je mehr Puck sich an Gleichgültigkeit gewöhnte, desto mehr wurde ihm klar, dass der Dämon seine Emotionen nicht stahl oder sie auslöschte - es gar nicht konnte - , sondern sie nur begrub und verbarg, etwas, woran das Ungeheuer nach einer Weile die Lust verlor; inzwischen fand es Geschmack daran, ihn zu bestrafen, wann immer er zu lange zu viel empfand.

Das ist dir nie gleichgültig, was, du Unhold?

Auch jetzt schlich die Kreatur durch sein Bewusstsein, jeder Schritt wie der Schwung eines Vorschlaghammers, und lauerte auf einen Fehltritt von Puck.

Er hatte lernen müssen, seine Gefühle zu unterdrücken und zu verbergen und sie mit einer dicken Schicht mystischen Eises zu überziehen, erschaffen mithilfe von Magie, deren Vorräte er nie zur Neige gehen ließ. Die Art von Magie, die er jederzeit und überall wirken konnte. Das Eis brachte Empfindungslosigkeit mit sich, die Empfindungslosigkeit brachte Frieden.

Ein notwendiger Vorgang. In seinem Innern brodelte noch immer ein Quell von Zorn, Hass, Sorge und Hoffnung. Er war ein Pulverfass, und eines Tages würde er in die Luft gehen.

Wenn das geschah ...

Würde Gleichgültigkeit ihn dann töten? Würde Puck den Tod willkommen heißen oder kämpfen?

Wenigstens warnte der Dämon ihn vor, wann immer Puck eine Emotion entwischte. Fauchen entsprach in etwa einem Klaps auf die Finger. Brüllen bedeutete, dass Puck sich auf dünnem Eis bewegte. Wenn er ein Schnurren hörte, wusste er, dass er zu lange zu viel empfunden hatte und dass jeden Moment die Hölle losbrechen würde - über ihn.

In solchen Fällen beraubte der Dämon ihn sämtlicher Kraft und machte ihn tagelang bewegungsunfähig. Praktisch komatös.

Um diese Bestrafung zu vermeiden, hatte Puck Regeln für sich aufgestellt, die er peinlich genau befolgte.

Traue niemandem. Denk daran: Jeder lügt.

Töte jeden, der dein Überleben gefährdet, und übe auch für die kleinste Herabsetzung Vergeltung.

Iss drei Mahlzeiten am Tag, und beschaffe dir Kleidung und Waffen, wann immer es möglich ist.

Lass Worten immer Taten folgen .

Irgendwann war ihm Prinzessin Alannah von Daingean über den Weg gelaufen. Sie hatte schreiend die Flucht ergriffen, entsetzt über das Monster, zu dem er g

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen