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Sonnenwarm und Regensanft - Band 2 Sonnensturm von Holdborg, Agnes M. (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Sonnenwarm und Regensanft - Band 2

Es sind nun schon einige Monate vergangen, seit Viktor, der Sohn des mächtigen Elfenkönigs Vitus, Annas Herz im Sturm erobert hat. Doch nicht nur Annas und Viktors Liebe erfährt Höhen und Tiefen, auch Vitus gerät in den Sturm der Leidenschaft, als er der aufregenden Heilerin Loana begegnet. Doch erneut droht Gefahr, sowohl in der Menschenwelt als auch im westlichen Elfenreich. Band 2 der modernen Fantasygeschichte handelt von Glück, Zweifel, Liebe und Tod. Sie birgt Überraschungen, von denen manche das Schicksal herausfordern. Marlies Borghold lebt seit über 30 Jahren in der Nähe von Düsseldorf. Im Jahre 2013 traute sie sich und veröffentlichte unter dem Pseudonym Agnes M. Holdborg die ersten 2 Teile ihrer Romance-Fantasy-Saga Sonnenwarm und Regensanft ( Zwei Sonnen und Sonnensturm ). 2014 folgte der 3. Band: Elfenstern und 2015 der 4. Band: Elfenlicht . Zudem erschienen in 2015 der Romance-Fantasy-Roman Kuss der Todesfrucht und 2016 der Erotik-Thriller Der Horizont ist nah!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 787
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847648635
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1049 kBytes
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Sonnenwarm und Regensanft - Band 2

Gedanken

Konzentration ist die Einengung der Gedankengänge auf eine bestimmte Sache. Das war anscheinend das Problem: die Einengung und die bestimmte Sache. Es wollte ihr nicht gelingen, diesem simplen Grundsatz nachzukommen.

Anna Nell saß in ihrem Zimmer und versuchte sich an dem Biologiereferat, das sie am kommenden Montag im Unterricht halten sollte. Doch es fiel ihr schwer, sich darauf zu konzentrieren. Immer wieder schweiften ihre Gedanken ab, drehten sich um ihren Freund Viktor und um die Geschehnisse der letzten Wochen.

Gedankenverloren schaute sie sich in dem neugestalteten Raum um, tippte mit dem Stift auf die Schreibtischplatte. Erst vor ein paar Wochen hatte ihr Vater das Zimmer ganz nach ihren Wünschen renoviert. Auch den neuen Schreibtisch hatte er selbst gebaut. Für ihn als Schreinermeister war das wahrscheinlich keine große Sache. Aber Anna spürte sehr wohl, wie viel Liebe er in all die kleinen Details gesteckt hatte. Genau wie in das gesamte Zimmer, das sie sich mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Lena teilte.

Zurzeit konnte Anna es samt Schreibtisch und altersschwachem Computer für sich allein beanspruchen, um in Ruhe ihre Schulaufgaben zu erledigen, denn Lena befand sich bei der Arbeit. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Friseurin, ihrem Wunschberuf. Nichts für mich, dachte Anna, aber für Lena genau das Richtige.

Der Gedanke an die große Schwester entlockte ihr ein kleines Schmunzeln, weil die sich mit ihren neunzehn Jahren nun endlich von den alten Boy-Band-Postern aus der Bravo verabschiedet hatte. Die Groupie-Zeit hatte bei Lena halt ziemlich lange angedauert. Jetzt aber strahlten die Wände in frisch gestrichenem Weiß, das nur hier und da von ein paar sonnengelben Akzenten unterbrochen wurde.

Über Annas Bett hing ein großes Gemälde, welches Viktors Zwillingsschwester ihr zum siebzehnten Geburtstag geschenkt hatte. Jeder, der das Zimmer betrat, wurde augenblicklich von dem selbstgemalten Bild magisch in den Bann geschlagen. Von seinem unwiderstehlichen Charme, den fantastischen Farben und dem mystischen Motiv mit den zwei Sonnen, die wie selbstverständlich in vereinter Umarmung hinab auf einen plätschernden Bach in einer traumhaft hellen Lichtung schienen. Außer Anna und ihr Bruder wusste in der Familie niemand, dass diese Lichtung, bis auf die zweite Sonne, keineswegs einer Fantasie entsprang.

Bei der Erinnerung an ihren Geburtstag spielte Anna versonnen mit der Kette, an welcher das weißgoldene Medaillon mit den hellblauen Saphiren am Rand und den im Innern eingravierten zwei Sonnen hing. Viktor hatte es ihr geschenkt, eben zu jenem siebzehnten Geburtstag. Dem wunderbaren Tag, an dem sie mit ihm zum ersten Mal ...

Sofort flatterte es in ihrem Bauch. Zu Annas Leidwesen erging es ihr häufig so, was ihr regelmäßig Probleme bereitete, sich auf die Hausarbeiten zu konzentrieren. Deshalb atmete sie erneut kräftig durch.

Doch anstatt endlich weiter an dem Skript zu arbeiten, glitt ihr Blick zum Fenster mit den duftig zarten weißen Organzagardinen und den blickdichten cremefarbenen Vorhängen an der Seite. Sie hingen dort erst seit dem gestrigen Abend und ließen den Raum sehr viel größer und heller erscheinen als vorher. Lena hatte zuerst ein bisschen gemault, weil er abends nicht mehr so gut abzudunkeln wäre wie mit den alten dunkelbraunen Chenillevorhängen, fand aber das Gesamtbild überzeugend. Typisch für ihre liebenswürdige und unkomplizierte Schwester, meinte Anna.

Schließlich schnitt sie wieder einmal den Faden zu ihren Tagträumereien ab und beugte sich vom Schreibtischstuhl weit in Richtung ihrer am Bett stehenden Schultasche hinunter, um sich das Bio-Buch zu angeln, ohne dabei aufstehen zu müssen. Dabei purzelte sie fast von dem uralten Stuhl mit Mickey-Mouse -Design, so kippelte der.

Höchste Zeit für den weißen höhenverstellbaren Polster-Stuhl, den sie sich anschaffen wollte, über

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