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Spur des Feuers Mercy Thompson 9 - Roman von Briggs, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2017
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Spur des Feuers

Mercy Thompsons neuester Auftrag beginnt harmlos: Sie und ihr Gefährte Adam sollen einen randalierenden Troll zur Vernunft bringen. Doch dann finden sie dabei einen seit Langem vermissten Jungen - einen Jungen, der einst von den Fae entführt wurde. Plötzlich droht die ohnehin schon angespannte Situation zwischen den Menschen und den Fae völlig zu eskalieren, und die Tri-Cities stehen vor einem Bürgerkrieg. Um das Schlimmste zu verhindern, nehmen Mercy und Adam den Jungen in ihrem Rudel auf - nicht ahnend, dass ihr Schützling eine dunkle Gabe hat ...

Patricia Briggs, Jahrgang 1965, wuchs in Montana auf und interessiert sich seit ihrer Kindheit für Fantastisches. So studierte sie neben Geschichte auch Deutsch, denn ihre große Liebe gilt Burgen und Märchen. Neben erfolgreichen und preisgekrönten Fantasy-Romanen wie "Drachenzauber" widmet sie sich ihrer Mystery-Saga um Mercy Thompson. Nach mehreren Umzügen lebt die Autorin heute gemeinsam mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Haustieren in Washington State.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 13.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641200794
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Fire Touched - Mercy Thompson Book 9
    Größe: 1043 kBytes
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Spur des Feuers

2

A dam hatte sich noch nicht ganz verwandelt, als der Verkehr auf dem Highway in die Stadt bereits ins Stocken geriet. Ein Stau auf dieser Straße war ungewöhnlich - aber dasselbe galt wohl auch für ein Monster, das Autos zerstörte. Ich vermutete da eine Verbindung. Manchmal bin ich eben echt clever.

Der Verkehr wurde immer langsamer, bis die Autos sich schließlich gar nicht mehr bewegten. Dann schaltete ich auf Allrad um und fuhr von der Straße auf den Gehweg, um so noch dem riesigen Parkplatz zu entkommen, in den der Highway sich inzwischen verwandelt hatte.

Beim Altmetall-Recyclinghof fuhr ich auf einen der leeren Stellplätze und hielt an. Von hier aus wären wir zu Fuß schneller. Sobald ich die Tür öffnete, hörte ich auch schon die Sirenen.

Joel sprang vom Rücksitz hinter dem Fahrer aus dem Wagen, der dabei schwankte, weil Joel in seiner Tibicena-Form kompakter gebaut war als jedes natürliche Tier. Er wartete, bis alle vier Pfoten auf dem Boden standen, bevor er das Feuer in sich entzündete. Seine Haut brach auf und bildete Risse, die den Blick auf ein heftiges Glühen freigaben, das sogar im Tageslicht zu bemerken war. Adam, inzwischen ganz verwandelt, sprang hinter Joel heraus. Er schüttelte sich einmal, dann rannte er Richtung Brücke. Joel und ich folgten ihm.

Selbst auf zwei Beinen war ich schnell, auch wenn der Kojote noch schneller gewesen wäre. Doch ich sollte Kleidung tragen, wenn ich mit der Polizei sprach - aus irgendeinem Grund ging ich davon aus, dass die Polizisten mich nackt nicht besonders ernst nehmen würden. Also blieb ich in menschlicher Form und rannte ... mit dem silberschwarzen Wolf, der Adam war, auf einer Seite und Joel, den man nicht länger mit einem Hund verwechseln konnte, auf meiner anderen.

Wir erregten so natürlich Aufmerksamkeit. Die Rudelmagie übt einen passiven Einfluss aus, der es normalen Menschen schwer macht, Werwölfe zu erkennen. Adam hätte mitten am Tag über die Interstate laufen können, und nur ein oder zwei Leute hätten etwas anderes gesehen als einen streunenden Hund. Wir hatten allerdings entdeckt, dass für Joel nicht dasselbe galt, auch wenn er zum Rudel gehörte. Es war, als drängte etwas in seiner Magie darauf, bemerkt zu werden.

Joels Augen glühten wie die eines Höllendämons in einem Comic. Er war größer als Adam und hinterließ bei jedem Kontakt seiner Pfoten ölige Spuren auf dem Boden. Die Leute bemerkten ihn so natürlich sofort. Und sobald sie ihn bemerkt hatten, bemerkten sie auch Adam.

Adam war eine Person des öffentlichen Lebens. Selbst wenn er nicht oft in Wolfsform in den überregionalen Nachrichten erschien, war er im örtlichen Fernsehen selbst in seiner Wolfsgestalt eine echte Celebrity. Ein Kleinstadtheld, und sei es nur, weil er irgendwie berühmt war.

"Hey, Mercy", hörte ich einen Ruf aus der Reihe der stehenden Autos. "Was ist los? Wann öffnet deine Werkstatt wieder? Sheba hat ein Elektronikproblem, das ich einfach nicht in den Griff kriege."

"Du erreichst mich immer noch über das Werkstatttelefon, Nick", rief ich und winkte unbestimmt, ohne mich umzudrehen. Ich musste den Sprecher nicht sehen, um ihn zu identifizieren. Nicks Sheba war ein VW -Käfer, der mit fast übernatürlicher Regelmäßigkeit zusammenbrach. "Im Moment muss ich der Polizei mit einem autofressenden Monster auf der Brücke helfen."

"Was ist auf der Brücke?", rief er, aber ich winkte nur noch mal, weil ich bereits zu weit entfernt war, als dass er mich selbst schreiend noch hätte hören können.

Doch eine Frau steckte den Kopf aus dem Fenster, als ich vorbeikam, und rief: "Gibt es Werwolf-Ärger, Mercy?"

Ich erkannte die Stimme nicht, aber Adams Bekanntheit brachte es zwangsläufig mit sich, dass auch ich nicht mehr anonym war.

"Nein", erklärte ich ihr. "Fae-Monster, denke ich."

Ich war mir nicht sicher, ob Tony mit meinem Verhalten einverstanden wäre: Schl

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