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Stürme des Wüstenplaneten Heroes of Dune, Band 2 - Roman von Herbert, Brian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Stürme des Wüstenplaneten

Obwohl er fort ist, hört Muad'dib nie auf, uns zu prüfen. Paul Atreides, gleichermaßen als Gott verehrt und als Tyrann verhasst, ist nach dem Tod seiner Geliebten Chani in der Wüste verschwunden und hat die Herrschaft über das Imperium seiner jungen Schwester Alia überlasse. Doch an allen Ecken des Reiches brodelt der Geist der Rebellion gegen die grausame Herrschaft der Atreides. Alia will mit allen Mitteln die Doktrinen ihres Bruders durchsetzen und eröffnet eine gnadenlose Jagd auf die Rebellen. In diesem Klima von Verrat und Intrigen versucht Pauls Mutter, Lady Jessica herauszufinden, was hinter dem geheimnisvollen Verschwinden ihres Sohnes steckt. Sie kommt einer gigantischen Verschwörung auf die Spur und muss sich schließlich entscheiden, ob sie das Andenken ihres geliebten Sohnes zum Wohle des Wüstenplaneten opfern soll ... Brian Herbert, der Sohn des 1986 verstorbenen Wüstenplanet-Schöpfers Frank Herbert, hat selbst SF-Romane verfasst, darunter den in Zusammenarbeit mit seinem Vater entstandenen 'Mann zweier Welten'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 30.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641210205
    Verlag: Heyne
    Serie: Der Wüstenplanet Bd.10
    Originaltitel: The Winds of Dune
    Größe: 3839 kBytes
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Stürme des Wüstenplaneten

3

Der Anfang einer Regierungszeit oder auch einer Regentschaft ist eine kritische Phase. Bündnisse wandeln sich, und viele umkreisen den neuen Herrscher wie Aasvögel, auf der Suche nach seinen Schwächen. Speichellecker sagen dem Herrscher, was er hören möchte, und nicht, was er hören sollte . Der Anfang ist die Zeit für klare Verhältnisse und harte Entscheidungen, weil diese Entscheidungen die Tonart für die gesamte Regierungszeit festlegen.

St. Alia-von-den-Messern

Der Gesandte Shaddams IV. traf einen knappen Monat nach Pauls Verschwinden ein. Alia staunte, wie schnell der Corrino-Imperator im Exil reagiert hatte.

Da der Repräsentant so große Eile an den Tag gelegt hatte, war er nur oberflächlich mit der Situation vertraut. Der Mann wusste von der Geburt der Zwillinge, dass Chani im Kindbett gestorben war und dass Paul sich der sandigen Ödnis hingegeben hatte. Doch die vielen harten Entscheidungen, die Alia seitdem getroffen hatte, waren ihm nicht bekannt. Er wusste nicht, dass der Navigator Edric, die Ehrwürdige Mutter Mohiam und Korba der Panegyriker exekutiert worden waren. Der Gesandte wusste auch nicht, dass Shaddams Tochter Irulan in einer Todeszelle saß und ihr Schicksal vorläufig unentschieden war.

Alia beschloss, den Mann in einem inneren Zimmer mit Wänden aus dickem Plastein zu empfangen. Helle Leuchtgloben fluteten den Raum mit grellem gelbem Licht, das an die Beleuchtung in einem Verhörzimmer erinnerte. Sie hatte Duncan und Stilgar gebeten, sie zu flankieren. Die Oberfläche des langen Tischs aus blauem Obsidian erweckte den Anschein eines Fensters, durch das der Blick in die Tiefen eines fernen Ozeans fiel.

"Wir haben noch nicht einmal die Planung der Trauerfeier für Muad'dib abgeschlossen", knurrte Stilgar, "und schon kommt dieser Lakai wie ein Geier, der von frischem Fleisch angelockt wird. Es sind noch nicht einmal offizielle Repräsentanten des Landsraads von Kaitain eingetroffen."

"Es ist erst einen Monat her." Alia rückte das Crysmesser zurecht, das sie jederzeit in einer Scheide an einer Schnur um den Hals bei sich trug. "Und der Landsraad hat noch nie schnell reagiert."

"Ich verstehe nicht, warum Muad'dib diesen Haufen nicht einfach aufgelöst hat. Wozu brauchen wir die ganzen Sitzungen und Stellungnahmen?"

"Der Landsraad ist ein Überbleibsel der alten Verwaltung, Stilgar. Die Formen müssen gewahrt bleiben." Sie selber hatte noch gar nicht entschieden, welche Rolle das Aristokratenparlament während ihrer Regentschaft spielen sollte - ob es überhaupt irgendeine Rolle spielen sollte. Paul hatte keine direkten Bemühungen unternommen, den Adel zu entmachten, ihn ansonsten aber weitestgehend ignoriert. "Die eigentliche Frage - in Anbetracht der Reisezeiten und der Tatsache, dass wir keine Nachricht nach Salusa Secundus geschickt haben - lautet: Wie konnte sich der Abgesandte so schnell hier einfinden? Schon in den ersten Tagen muss sich irgendein Spion eiligst auf den Weg gemacht haben. Wie hat Shaddam es geschafft, bereits einen Plan zu entwickeln - sofern es überhaupt ein Plan ist?"

Mit nachdenklich gerunzelter Stirn saß Duncan Idaho kerzengerade auf seinem Stuhl, als hätte er vergessen, wie man sich entspannte. Das dunkle, lockige Haar und das breite Gesicht des Mannes waren Alia doppelt vertraut, zum einen aus den Erinnerungen, die sie von ihrer Mutter geerbt hatte, zum anderen aus ihren eigenen Erfahrungen mit dem Ghola namens Hayt, die das Bild des alten Duncan überlagerten. Seine künstlichen Metallaugen - ein irritierendes Element in seinem ansonsten menschlichen Gesicht - riefen ihr ständig den Ursprung dieses neuen Duncan ins Gedächtnis.

Die Tleilaxu hatten aus dem Ghola einen Mentaten gemacht, und nun setzte Duncan diese geistigen Fähigkeiten ein, um zu einer Einschätzung zu gelangen. "Die Schlussfolgerung ist offensichtlich. Irgendje

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