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Stadt der Finsternis - Gestohlene Magie Gestohlene Magie von Andrews, Ilona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.06.2016
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Stadt der Finsternis - Gestohlene Magie

Die Wertigerin Dali Harimau ist zwar eine mächtige Heilerin und Magienutzerin, doch sie befindet sich jenseits dessen, was als 'normal' bezeichnet wird. Sie verabscheut Gewalt und Blutvergießen, was jedoch für ihre Art gang und gäbe ist. Sie hat es sogar gewagt, Vegetarierin zu werden. Und das letzte, was sie will, ist Ärger - Jim Shrapshire ist ein waschechter Bad Boy. Der Jaguargestaltwandler hat die Aufgabe, den Katzenclan von Atlanta im Zaum zu halten - und das tut er auch mit schneller und tödlicher Gewalt, wenn nötig. Seine einzige Schwäche ist die zarte Dali, die er immer zu Hilfe ruft, wenn er verletzt ist. Als Dali von einer verzweifelten jungen Frau aufgesucht wird, deren Großmutter spurlos verschwunden ist, bringt sich auch Jim in die Ermittlungen ein. Doch was er und Dali herausfinden, könnte ihr jähes Ende bedeuten - ein Gegner, bewandert in den dunklen Künsten, hat es auf jeden abgesehen, der sich ihm in den Weg stellt - (ca. 100 Seiten)

Ilona Andrews ist das Pseudonym des Autorenehepaars Ilona und Andrew Gordon. Während Ilona in Russland geboren wurde und in den USA Biochemie studiert hat, besitzt Andrew einen Abschluss in Geschichte. Mit ihrer Urban-Fantasy-Serie Stadt der Finsternis landeten sie einen internationalen Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 02.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736301382
    Verlag: LYX
    Größe: 486 kBytes
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Stadt der Finsternis - Gestohlene Magie

Ich betrachtete mich im Spiegel. Ich trug einen winzigen schwarzen Slip und tomatenrote Strapse aus Satin mit Einsätzen aus schwarzer Spitze. Das Preisschild hatte die Farbe als scharlachrot bezeichnet, aber in Wahrheit war sie tomatenrot. Die Strapse hielten schwarze Netzstrümpfe. Der dazugehörige BH tat sein Bestes, meine kleinen Titten hoch zu pushen. Er hatte nicht viel, mit dem er arbeiten konnte. Ich war nicht nur sehr dünn. Als mein Körper erschaffen wurde, musste jemand die Bedienungsanleitung falsch gelesen haben. Ich hatte winzige Titten, schmale Hüften und Beine, so dünn wie Essstäbchen mit knorrigen Knien.

Ich sah lächerlich aus.

Die Beschreibung des BHs hatte "verführerische Kurven" versprochen und mich dazu ermutigt, "mit deinem atemberaubenden Dekolleté zu flirten". Ich lehnte mich auf den Toilettentisch und blies die Luft aus. Das Ganze sah unmöglich aus.

Ich feuerte mein Spiegelbild an: "Du bist eine Wertigerin. Selbstsicher. Aggressiv. Brülle!"

Es war immer noch lächerlich.

Es hätte schlimmer sein können, sagte ich mir. Ich hätte mir den Kettenhemd-Bikini kaufen können. Im Dessous-Laden gab es auch so einen.

Die Verkäuferin hatte mir ein leichtes, durchsichtiges Nichts in Pink mit Schleifen empfohlen. Das überhaupt nicht infrage kam. Ich war ohnehin schon klein und mager. Das durchsichtige Nichts hätte mich verschlungen. Hinzu kam, dass es ein Babydoll war. Süß und niedlich auszusehen war das Allerletzte, was ich wollte, denn heute Abend war ich mit Jim Shrapshire verabredet.

Jim Shrapshire führte den Katzenclan, einen der sieben Clans im Gestaltwandlerrudel von Atlanta. Der Werjaguar diente dem Rudel normalerweise als Sicherheitschef. Jim war nicht nur ein knallharter Typ. Er war ein knallharter Typ, der ein Buch darüber geschrieben hatte, wie knallharte Typen noch krasser werden konnten. Deshalb hatte ihm Curran die Verantwortung für tausendfünfhundert Gestaltwandler übertragen, als er auf eine Mittelmeermission gegangen war. Während Currans einmonatiger Abwesenheit hatte Jim das Rudel mit eiserner Hand zusammengehalten. Er war der cleverste Mann, dem ich je begegnet war. Er war furchterregend, witzig, hatte an Stellen Muskeln, wo ich keine vermutet hätte, und aus einem unerklärlichen Grund mochte er mich.

Zumindest dachte ich, er würde mich mögen. Es war kompliziert. Da er der Alpha des Katzenclans war, unterstand ich seinem Befehl, aber er war sehr darauf bedacht, das nicht auszunutzen. Wir versuchten zusammen zu sein, aber Jim war sehr beschäftigt, und auch ich war sehr beschäftigt, sodass wir uns höchstens alle zwei bis drei Wochen sahen. Wenn wir endlich zusammenfanden, redeten wir über alles Mögliche und knutschten. Ich sollte das Tempo vorgeben. Ich sollte bestimmen, wie weit wir gingen, und die ersten paar Male gingen wir nicht sehr weit.

Jim zu küssen war meine Vorstellung vom Nirwana, obwohl ein kleiner Teil von mir nicht wahrhaben wollte, dass er wahrhaftig für mich da war. Jim brauchte jemanden, der ihm ebenbürtig war: eine Frau, die kräftig, aggressiv und sexy war. Er bekam mich, Dali, eine dünne Vegetarierin, die eine Brille so dick wie die Böden von Cola-Flaschen tragen musste, die sich erbrach, wenn sie Blut roch, und die bei einem Kampf so nützlich wie das fünfte Rad am Wagen war. Hinzu kam, dass selbst meine Mutter, die mich über alles auf der Welt liebte, mich nicht als hübsch beschreiben würde. Sie erzählte allen, ich wäre klug, mutig und gebildet. Leider half mir das alles im Moment gar nichts, denn heute Abend wollte ich sexy sein. Ich wollte Jim verführen.

Ich hatte alles genau geplant. Ich hatte einen Wein gekauft. Ein großes Essen gekocht. Ich hatte ihm sogar ein Steak zubereitet. Ich hatte es als Letztes in einer separaten Pfanne gebraten, damit kein Fleischsaft an meine Gnocchi kam. Der Geruch ließ mich zwar einige Male würgen, und ich musste es mit zwei Gabeln wenden, weil ich es nicht anfassen

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