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Stadt der Finsternis - Kalte Magie von Andrews, Ilona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.10.2017
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Stadt der Finsternis - Kalte Magie

Derek Gaunt gehört keinem Rudel an und durchstreift Atlanta als einsamer Wolf. Seine Treue gilt nur wenigen Auserwählten - aber dann mit voller Inbrunst. Als aber Dereks Vertraute ermordet werden, macht er sich unaufhaltsam daran, die Killer zur Strecke zur bringen. Dicht an seiner Seite ist dabei Julie Lennart-Olsen, die mit ihm zusammen das Unrecht aufklären will. Doch schnell wird aus der Suche nach Rache ein Wettlauf gegen die Zeit: Atlanta muss gerettet werden - und dabei haben es Julie und Derek mit Gegnern zu tun, die so mächtig sind, dass sie Äonen überdauert haben. Dereks Leben steht dabei auf dem Spiel, doch es gibt Dinge, die es wert sind, darum zu kämpfen ...

'Kate ist eine vorbildliche Kick-ass-Heldin!' Locus

Eine Novella aus der Stadt-der-Finsternis-Reihe von NEW-YORK-TIMES-Bestseller-Autorin Ilona Andrews

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 05.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736306691
    Verlag: LYX
    Größe: 1421kBytes
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Stadt der Finsternis - Kalte Magie

1

Derek bewegte sich leichtfüßig und leise.

Die Barkeeperin im unteren Stockwerk, eine stämmige Frau mit strengen Augen und einem noch strengeren Kinn, hatte ihn nicht kommen hören. Doch zufällig blickte sie auf, als er gerade zu der Treppe zu den hinteren Räumen ging. Sie griff nach der Schrotflinte, die sie unter der Theke bereithielt, sah dann sein Gesicht und überlegte es sich anders. Das Gesicht war für Derek immer ein Problem gewesen, aber er hatte sich allmählich daran gewöhnt. Er wusste, sein Blick gab den Leuten die Gewissheit, dass sein Inneres mit dem Äußeren übereinstimmte, und so wandte sich die Barkeeperin ab und ließ ihn nach oben gehen. Es war eine alte Holztreppe, wahrscheinlich aus der Vorwendezeit, bevor die Wogen der Magie die Welt und ihre technischen Errungenschaften zu Staub zermalmt hatten. Bestimmt hatte sie tagtäglich unter der Last der Menschen geknarrt und gequietscht, doch diesmal blieben die abgenutzten Stufen still. Er wusste, wohin er seinen Fuß zu setzen hatte.

Vor ihnen erstreckte sich ein kurzer Flur, zwei Türen rechts, drei Türen links. Unbeleuchtet. Der Wirt wollte entweder Strom oder an der Rechnung für geladene Luft sparen. Die Zimmer waren leer, abgesehen von einem, dem zweiten links. Er hielt an der Tür inne und horchte. Hinter der zentimeterdicken Holzplatte wurde geredet, und es gab Bewegung. Fünf Leute. Alles Männer. Sie tranken und sprachen leise. Der Luftstrom unter der Tür wehte den Geruch von billigem Bier und den metallischen Gestank menschlichen Bluts in seine Nase. Er war dieser Spur durch die halbe Stadt gefolgt.

Menschen konnten lügen. Gerüche niemals.

Die Schatten unter der Tür deuteten auf eine einzige Lichtquelle hin. Die Magiephase war zu Ende. Das Licht unter der Tür war elektrisch und buttergelb, und der Flur machte den Eindruck, dass der Wirt zu geizig war, um mehr als eine Glühbirne springen zu lassen. Derek griff mit der linken Hand in seine Jeanstasche und holte einen Stein heraus, den er draußen aufgelesen hatte. Hier waren keine Klauen nötig. Er zog ein Messer aus der Scheide. Ein einfaches Kampfmesser mit einer festen, achtzehn Zentimeter langen Klinge, mit schwarzem Epoxid beschichtet, damit sie das Licht nicht reflektierte.

Die fünf Männer drinnen hörten nichts. Ihre Stimmen klangen immer noch ruhig und entspannt.

Derek dachte an das Haus, aus dem er gekommen war, wich zurück und trat die Tür ein. Sie zersplitterte und brach unter der Wucht seiner übermenschlichen Kraft auf. Er schleuderte den Stein nach der einzigen Lichtquelle über dem Tisch. Das Glas zerbarst, und das Zimmer wurde in Dunkelheit getaucht.

Seine Instinkte fluteten seine Blutbahn mit einem elektrisierenden Hormoncocktail. Die Dunkelheit erblühte wie eine Blume und entließ fünf in Duft gehüllte Herzschläge. Sein Gehirn signalisierte ihm "Beute", sodass er sich durch die Dunkelheit auf den ersten warmen Körper warf, der alarmiert eine Pistole zückte. Derek schlitzte die Kehle des Mannes auf. Das Messer sank tief ein, zu tief, zertrennte den Knochen. Zu viel des Guten. Er war etwas zu aufgeregt. Er drehte sich nach links, wich einer Kugel aus, bevor er den Strahlenkranz des Mündungsfeuers aufblitzen sah, packte unterwegs den Mann und stieß ihm das Messer in die Brust. Das Herz riss auf. Derek zog das Messer mit einem Ruck heraus, drehte sich weg und kauerte sich an der Wand nieder.

Schüsse hallten laut durch das kleine Zimmer. Sie feuerten in Panik blind durcheinander.

Ein Herzschlag ihm direkt gegenüber, der Mann wirbelte wild herum, seine Waffe spuckte Kugeln.

Bumm, bumm, bumm ... klick.

Mit einem Satz sprang er über den Tisch zwischen ihnen. Die Stoßwirkung seines Gewichts warf den Mann von den Beinen. Er landete auf dem Schützen und durchtrennte seine Halsschlagader mit einem schnellen, präzisen Schnitt. Der vierte Mann fuhr herum und feuerte in

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