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Star Trek: Schatten auf der Sonne Roman von Friedman, Michael J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Star Trek: Schatten auf der Sonne

Dr. McCoy wird von seiner Vergangenheit eingeholt

Auf dem Planeten Ssan tobt ein blutiger Krieg zwischen der Regierung und einer Assassinengilde. Nun soll die Enterprise zwei Diplomaten dorthin bringen, damit diese zwischen den Parteien vermitteln. Doch die moralischen Standards auf Ssan lassen sich nicht mit denen der Föderation messen: Politischer Mord hat eine lange Tradition. Und keiner weiß das besser als Dr. McCoy, der zu Beginn seiner Karriere bereits auf Ssan war. Zu allem Überfluss handelt es sich bei den beiden Diplomaten um McCoys Exfrau Jocelyn und ihren zweiten Mann. Alte, nie verheilte Wunden werden aufgerissen, als der Bordarzt mit der Vergangenheit konfrontiert wird, der er durch den Eintritt in die Sternenflotte zu entfliehen versucht hatte. Doch dann fallen Jocelyn und Captain Kirk in die Hände der Assassinen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641115128
    Verlag: Heyne
    Größe: 586kBytes
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Star Trek: Schatten auf der Sonne

Kapitel 2

"Der arme Kerl", keuchte McCoy. Er verzog das Gesicht, als er das verbeulte und verkohlte Wrack von Obergouverneur Holarnis' Schwebewagen auf dem kleinen Monitor im Zentrum des Besprechungstisches sah. Als er sich näher herabbeugte, sah er rote Blutspritzer auf den Scherben eines zerschmetterten Fensters, doch ansonsten gab es kein Anzeichen, dass sich einmal etwas Lebendes innerhalb der verrußten Metallmasse aufgehalten hatte.

"Er hatte überhaupt keine Chance", fügte McCoy hinzu.

"Wie Sie vielleicht wissen", sagte Commodore Montoya, "war eben das die Absicht. Diese Assassinen gehen ziemlich gründlich vor."

Montoya saß am anderen Ende des Tisches hinter dem Monitor. Für sie bestand kein Grund, sich die Bilder noch einmal anzusehen, sie hatte zweifellos zur Genüge Gelegenheit dazu gehabt.

Jim Kirk, der unmittelbar rechts von McCoy saß, brummte zustimmend. "Ziemlich gründlich. Und Sie sagen, dass alle sieben Schwebewagen, die an jenem Tag losgeschickt wurden, das gleiche Schicksal erlitten?"

Montoya nickte. "Alle sieben, Captain. Holarnis hatte gehofft, sie zu verwirren, da sie normalerweise allein arbeiten. Er hat nicht damit gerechnet, wie schnell sich die Assassinen an die neue Situation anpassen würden."

Sie blickte von Kirk zu Spock, der aus McCoys Perspektive gesehen hinter dem Captain am runden Tisch des Besprechungsraums saß. Genauso wie seine langjährigen Gefährten sah der Vulkanier konzentriert auf das Bild von Tod und Zerstörung, allerdings war ihm äußerlich nicht anzusehen, ob er etwas für die Insassen des Schwebewagens empfand.

"Zum Zeitpunkt seines Todes", fuhr der Commodore fort, "war Holarnis die wichtigste politische Figur auf ganz Ssan. Diese Ehre ist nun auf Meladion übergegangen, den Obergouverneur von Orthun. Subraumkommunikation ist leider nicht so schnell, wie wir es uns wünschen. Inzwischen könnte also auch Meladion längst ein Opfer der Assassinen geworden sein."

Scotty, der links von McCoy saß, schüttelte den Kopf und fluchte leise. "Nette Gesellschaft", sagte er mit triefender Ironie.

Spock jedoch nahm diese Information mit vollkommener Gelassenheit auf – genauso wie vor mehreren Jahren, als er feststellen musste, dass die gesamte, seinem Volk entstammende Besatzung der U.S.S. Intrepid mit einem Schlag ums Leben gekommen war.

"Bedauerlich", lautete die ganze Antwort, zu der der Vulkanier sich aufraffen konnte.

"Bedauerlich?", wiederholte der Doktor und schüttelte in gespielter Entrüstung den Kopf. "Heulen Sie uns jetzt bloß nichts vor, Spock! Ich meine, wir reden hier davon, dass Leute sterben, zum Donnerwetter – nicht von der Geburtstagstorte meiner Großmutter."

"Wie bitte, Doktor?", sagte Montoya. Offenbar wusste sie nicht, was sie sonst sagen sollte. Schließlich hatte sie auch nicht während der vergangenen zwanzig Jahre mit Spock zusammengearbeitet. Sie hatte keine Ahnung, wie sie auf diese Stichelei reagieren sollte.

"Schon gut", beruhigte McCoy sie und lehnte sich wieder in seinem Sessel zurück. "Das ist eine alte Geschichte, und vermutlich wird sie niemals zu einem befriedigenden Ende kommen."

"Mit anderen Worten", mischte Kirk sich ein und legte dem Doktor eine Hand auf den Arm, "Sie können mit der Besprechung fortfahren, und ich möchte mich für diese Unterbrechung entschuldigen."

"Eigentlich sollte ich mich entschuldigen, Captain", sagte der Commodore, "weil ich wegen dieser Mission Ihre Pensionierung verzögert habe. Doch an

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