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Star Trek - The Next Generation: Die Verurteilung Roman von Friedman, Michael J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Star Trek - The Next Generation: Die Verurteilung

Kann Picard die Auslöschung der Menschheit verhindern?
Captain Picard erlebt albtraumhafte Zustände: Einmal glaubt er sich zurückversetzt in die Zeit, in der er das Kommando auf der Enterprise übernommen hat, dann wieder befindet er sich unversehens in der Zukunft, als seniler Greis. Und plötzlich begreift er, dass er weder schlecht träumt noch wahnsinnig ist: Er reist tatsächlich in der Zeit vor und zurück. Verantwortlich dafür ist Q, das schier gottgleiche Wesen mit Macht über Raum und Zeit. Picard konnte es davon überzeugen, dass die Menschen keine Barbaren sind. Doch diesmal scheint es keinen Ausweg für Picard zu geben. Durch seine Fehlentscheidung droht der Menschheit nun die Vernichtung in allen Zeitebenen: die Menschen werden nie existiert haben!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641116972
    Verlag: Heyne
    Größe: 504kBytes
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Star Trek - The Next Generation: Die Verurteilung

Kapitel 1
Er hasste Balalaikamusik, und zwar von ganzem Herzen. Doch diesmal nahm er sie hin. Es lag nicht etwa daran, dass ihn die Umstände dazu zwangen. Ganz im Gegenteil. Er duldete die Musik, weil er nicht gezwungen war, sich mit ihr abzufinden.
Er saß an einem Balkontisch, von dem aus man einen weiten Blick über den Strand hatte. Während er am Wodka nippte und eine Olive auf dem Teller hin und her schob, kam eine Frau aus dem Speiseraum.
Mit ihrer alabasterfarbenen Haut und dem blonden Haar, das einen Knoten bildete, war sie recht hübsch, solange man allein lokale Maßstäbe anlegte. Sie trug Safarikleidung, obwohl sie in ihrem theoretischen Leben nie auf Safari gewesen war.
"Hier sind die Nächte wunderschön", sagte sie.
Er zuckte mit den Schultern. "Mag sein. Wenn man so etwas mag ..."
Ihre Augen glänzten unter langen, goldgelben Wimpern. "Gefällt es Ihnen nicht?"
"Dazu habe ich eigentlich keine Meinung", erwiderte er.
"Seltsam", sagte die Frau. "Von einem attraktiven Mann, der an einem solchen Abend allein ist, erwartet man viele ... Meinungen."
Er lächelte. "Wenn ich mich nicht sehr irre, kamen Sie mit einem solchen Mann hierher. Wahrscheinlich fragt er sich gerade, wo Sie sind."
Die Frau bewegte sich, und das Mondlicht glänzte auf ihrem Haar. "Vielleicht. Und an Meinungen mangelt es ihm gewiss nicht. Allerdings habe ich sie satt."
"Ich verstehe", entgegnete er. "Und jetzt möchten Sie meine hören."
"Sie sind sehr klug. Sie wissen sofort, worum es geht."
"Ja", sagte er. "Das stimmt. Für einen Augenblick dachte ich, Sie seien interessant." Er lächelte höflich. "Aber ich glaube, dieser Augenblick ist jetzt vorbei."
Entrüstung flackerte in den Augen der Frau. "Wie können Sie es wagen ...?" Ein oder zwei Sekunden lang schien sie den Mann schlagen zu wollen. Doch schließlich drehte sie sich einfach nur um und verschwand wieder im Speiseraum.
Der Mann seufzte. So ist das eben mit flachsblonden Touristinnen, dachte er.
Aus den Augenwinkeln sah er zwei Gestalten, die weiter unten am Strand herumhüpften – vermutlich streiften sie gerade die Schuhe ab. Er drehte den Kopf und beobachtete, wie sie sich vom sanften, orangefarbenen Tavernenlicht entfernten. Ein Mann und eine Frau: er groß und breitschultrig, sie zart und schlank.
Er kannte sie, sogar sehr gut.
Barfuß schritten sie über den Strand und hinterließen feuchte Fußabdrücke im Sand. Gelegentlich tastete eine Gestalt nach der Hand der anderen, um dann wieder loszulassen. Ganz offensichtlich befanden sie sich noch in der Phase schüchterner Annäherungsversuche. Sie blieben vorsichtig und wahrten eine gewisse Distanz, wussten nicht, wie weit sie an diesem Abend gehen durften, ohne eine imaginäre Grenzlinie zu überschreiten.
Welche eine Zeitverschwendung. Wenn sie sexuelle Aktivitäten entfalten wollten ... Warum begannen sie nicht endlich damit? Warum befassten sie sich mit einem so komplizierten und verwirrenden Ritual, obwohl sie ihre Zeit nutzbringender verwenden konnten, zum Beispiel für die Verbesserung ihrer zurückgebliebenen Spezies?
Aber nein. Sie beschäftigten sich lieber mit ihren eigenen, banalen Angelegenheiten. Er schauderte, als er an die unglaubliche Dummheit eines solches Verhaltens dachte. Darin kam eine groteske Egozentrik zum Ausdruck – ein ihm sehr vertrautes Thema.
Leichter Wind flüsterte in der klaren Nacht und trug Gulaschduft aus der Küche zum Balkon. Jemand

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