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Stille der Nacht Mercy Thompson 10 - Roman von Briggs, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Stille der Nacht

Mercy Thompson hat ihren Platz und ihre Stimme im Wolfsrudel der Tri-Cities gefunden. Doch eines nachts wird die Gestaltwandlerin von Vampiren entführt: Sie soll als Waffe gegen ihr Rudel und ihren Gefährten Adam eingesetzt werden. Mercy gelingt die Flucht. Und plötzlich findet sie sich allein, ohne Geld und ohne Kleidung mitten in Prag wieder. Sie muss neue Verbündete finden und alte Feinde abwehren, und vor allem muss Mercy Adam warnen. Denn im Herzen der uralten Stadt regt sich ein dunkler Geist. Mit dem Ziel, Krieg zwischen allen magischen Völkern zu stiften ...

Patricia Briggs, Jahrgang 1965, wuchs in Montana auf und interessiert sich seit ihrer Kindheit für Fantastisches. So studierte sie neben Geschichte auch Deutsch, denn ihre große Liebe gilt Burgen und Märchen. Neben erfolgreichen und preisgekrönten Fantasy-Romanen wie "Drachenzauber" widmet sie sich ihrer Mystery-Saga um Mercy Thompson. Nach mehreren Umzügen lebt die Autorin heute gemeinsam mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Haustieren in Washington State.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 09.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641200787
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Silence Fallen - Mercy Thompson Book 10
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Stille der Nacht

1

Mercy

Es war nicht das erste Mal, dass mich Schokolade in Schwierigkeiten gebracht hat.

I ch starb zuerst, also buk ich Cookies. Die waren an Piratenabenden sehr beliebt, also musste ich eine Menge davon machen. Darryl hatte mir zu Weihnachten eine riesige antike Rührschüssel geschenkt, in die genug Wasser gepasst hätte, um einen Elefanten einen Tag lang zu versorgen. Keine Ahnung, wo er sie aufgetrieben hat. Sollte ich diese Schüssel jemals bis zum Rand füllen, würde ich einen der Werwölfe bitten müssen, sie zu heben. Die achtzehn Tassen Mehl, die ich hineinkippte, füllten sie jedenfalls nicht mal ansatzweise. Die ganze Zeit über erklangen aus den Tiefen des Kellers Piratenschreie.

"Jesse ...", setzte Aiden an, wobei er die Stimme hob, um eine enthusiastisch gepfiffene Version von The Sailors Hornpipe zu übertönen.

"Nenn mich Barbary Belle", erinnerte ihn meine Stieftochter Jesse.

Aiden mochte aussehen und klingen wie ein kleiner Junge, doch er war schon seit langer Zeit kein Kind mehr. Wir hatten ihn eher assimiliert als adoptiert, da er letztlich Jahrhunderte älter war als Adam und ich zusammengenommen. Es fiel ihm immer noch schwer, sich an manche Aspekte des modernen Lebens zu gewöhnen - wie zum Beispiel den Live-Rollenspiel-Aspekt des Piraten-Computerspiels, das sie gerade spielten.

"Es funktioniert nur, wenn du an mich als Piratin denkst und nicht als deine Schwester", sagte Jesse geduldig. Sie ignorierte seine Antwort, dass sie nicht seine Schwester war, und fuhr fort: "Solange du mich Jesse nennst, denkst du weiterhin, du hättest es im Spiel mit mir zu tun. Du musst dich aber davon überzeugen, dass ich eine Piratin bin, damit das Spiel funktioniert. Und der erste Schritt dazu liegt darin, mich bei meinem Rollennamen zu nennen - Barbary Belle."

Es folgte eine Pause im Gespräch, als jemand ein lautes Brüllen ausstieß, das in einem frustrierten Stöhnen ausklang.

"Friss Muschelschalen, du schlickfressender Hanswurst", gluckste Ben. Sein Rollenname lautete "Sodding Bart", aber ich musste ihn nicht mehr so nennen, weil ich ja sowieso schon tot war.

Ich holte meine kleinere Rührschüssel heraus - diejenige, die vollkommen ausgereicht hatte, bis ich in ein Werwolfrudel eingeheiratet hatte. Dann füllte ich sie mit weicher Butter, braunem Zucker und Vanille. Während ich alles mixte, entschied ich, dass mein Tod nichts damit zu tun hatte, dass ich eine schlechte Piratin war, sondern damit, dass ich einen taktischen Fehler begangen hatte. Dadurch, dass ich jedes Mal, wenn ich als Erste starb, zuckrige, schokoladige Köstlichkeiten buk, hatte ich mich selbst zur Zielscheibe gemacht.

Der Ofen piepte, um mich wissen zu lassen, dass er die nötige Temperatur erreicht hatte, und ich fand tatsächlich alle vier Backbleche in dem schmalen Schrank, wo sie hingehörten - ein kleines Wunder. Ich war nicht die Einzige, die in diesem Haus regelmäßig Küchendienst hatte, aber ich schien die Einzige zu sein, der es ebenso regelmäßig gelang, die Dinge auch wieder wegzuräumen (an den Ort, an den sie tatsächlich hingehörten). Besonders die Backbleche tauchten oft an den seltsamsten Orten auf. Einmal hatte ich sie in einem der Badezimmer im Keller gefunden. Ich habe lieber nicht nachgefragt - aber ich habe die Schnieptröten mit Bleiche abgewaschen, bevor ich sie das nächste Mal im Ofen verwendet habe.

"Schnieptröte" war ein Wort, das sich beängstigend schnell im Rudel ausgebreitet hatte, nachdem "Sodding Bart"-Ben begonnen hatte, es in seiner Piratenrolle zu verwenden. Ich war mir nicht ganz sicher, ob es ein neu erfundener Fluch war, eines dieser Worte, die in Bens Heimatland England tatsächlich ein Schimpfwort waren (das dort etwas ganz anderes bedeutete als hier), oder ein Ersatzfluch wie "Scheibenkleister". Auf jeden Fall ertappte ich mich inzwischen dabei, es zu benutzen, wenn ich "Scheibenkleister" zu schwach f

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