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Survival Quest: Der Weg des Schamanen Roman von Mahanenko, Vasily (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 21.12.2018 per Download lieferbar

Online verfügbar

Survival Quest: Der Weg des Schamanen

Daniel Mahan wurde reingelegt: Statt ein gespiegeltes und damit harmloses Sicherheitssystem zu hacken, wie vereinbart, dringt er unwissentlich ins echte System ein. Er wird zu acht Jahren Haft verurteilt, die er aber nicht im Gefängnis, sondern innerhalb des Online-Computerspiels Barliona absitzen muss. Dort soll Daniel Zwangsarbeit in einer Mine leisten. Doch es gibt Möglichkeiten, die Strafzeit in der Mine zu verkürzen und sogar ins normale Hauptspiel zu gelangen. Fortan setzt Daniel alles daran, diese Queste zu meistern!

Vasily Mahanenko wurde 1981 im russischen Severodvinsk geboren. Er gehört zu den erfolgreichsten Autoren des neuen Genres LitRPG, das Elemente des Online-Gamings mit SF- und Fantasyliteratur kombiniert. Während seiner Studienjahre an der Belgorod State University, wo er Physik und Mathematik studierte, war Mahanenko selbst begeisterter Gamer. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Moskau.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 381
    Erscheinungsdatum: 21.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732560936
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Survival Quest .1
    Originaltitel: Mir Barliona: Put' Shamana - Nachalo Puti
    Größe: 1515 kBytes
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Survival Quest: Der Weg des Schamanen

Kapitel 1: Einleitung

"... Befindet das Gericht den Angeklagten Daniel Mahan für schuldig, das Kontrollprogramm der städtischen Kanalisation gehackt und damit die Abschaltung des gesamten Systems verursacht zu haben. Er wird gemäß Artikel 637, Abschnitt 13 des Strafgesetzbuches zu acht Jahren Haft in einer Strafkapsel und zum Abbau von Bodenschätzen verurteilt. Der Haftort des Angeklagten wird automatisch vom System zugewiesen. Sollte der Sträfling die Bedingungen erfüllen, die in Artikel 78, Abschnitt 24 des Strafgesetzbuches festgelegt sind, erhält er die Möglichkeit, in die Hauptspielwelt zu wechseln. Dem Angeklagten werden vom Gericht folgende Eigenschaften zugewiesen: Volk: Mensch, Klasse: Schamane, Hauptberuf: Juwelier. Die Sinnesfilter der Kapsel werden für die gesamte Haftzeit abgeschaltet. Eine vorzeitige Entlassung ist möglich, wenn der Angeklagte die Gesamtsumme von 100 Millionen Goldmünzen bezahlt. Das Urteil ist rechtskräftig, es kann kein Einspruch eingelegt werden."

Man sagt, Gott ist Wahrheit. Ich weiß es nicht. Vielleicht stimmt es, doch ich habe mich noch nie damit beschäftigt, und daher werde ich mich nicht darüber streiten. Denn jeder Streit ist übel, richtig übel. Das ist eine Wahrheit, die sich nicht bestreiten lässt. Ein Wortspiel, wenn ihr so wollt.

Erlaubt mir, mich vorzustellen. Wie bereits erwähnt wurde, ist mein Name Daniel Mahan. Ich bin ein dreißig Jahre alter Experte für IT -Sicherheit und alles, was damit zusammenhängt. Ich bin Freiberufler und wurde bis zu dem Zeitpunkt, als ich verurteilt wurde, regelmäßig von Unternehmen damit beauftragt, Exploits - also Programme, die Sicherheitslücken in Computersystemen finden - in dem Onlinecomputerspiel Barliona aufzuspüren. Dieses Spiel hat die ganze Welt eingenommen und ist für manchen Nutzer seine ganze Welt. Ich behaupte nicht, dass ich der beste Sicherheitsexperte war, doch ich war bestimmt auch nicht der schlechteste. Ich befand mich irgendwo zwischen genial und völlig nutzlos.

Jedes Jahr mussten alle Experten, die offiziell mit der Suche nach Exploits in dem Spiel beauftragt wurden, an einer Fortbildung teilnehmen. Worin wir fortgebildet werden mussten, blieb uns ein Rätsel. Die Suche nach Exploits war für viele von uns die einzige Einkommensquelle, doch das Unternehmen hatte strenge Anforderungen: Wer nach Schwachstellen suchen wollte, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen, musste an dieser Fortbildung teilnehmen. Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, ging es vor allem um neue Gesetze, die die Strafen für Hacker erhöhten, anstatt uns Hilfsmittel und Methoden an die Hand zu geben, um Exploits zu finden. Das Unternehmen hatte strenge Kontrollmaßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass internes Know-how an Außenstehende durchsickerte, schon gar nicht an uns. Heute waren wir vielleicht ehrlich und folgten den Regeln, doch schon morgen mochte sich schließlich jeder von uns als bösartiger Angreifer entpuppen und versuchen, Barliona zu hacken.

Bei einer dieser Fortbildungen ergab es sich, dass ich mit einer ausgesprochen attraktiven Frau an einem Tisch saß und eine Unterhaltung mit ihr begann. Leider war natürlich auch sie eine freischaffende Künstlerin. Alle, die nach Spiel-Exploits suchten, nannten sich so, egal ob sie irgendwo fest angestellt waren oder nicht. Ich war drauf und dran, mit hochtrabenden und obskuren Fachbegriffen um mich zu werfen in der Erwartung, die Frau würde mir, begeistert von meinem brillanten Verstand, in die Arme fallen. Doch weit gefehlt. Marina war intelligent und hatte reichlich berufliche Erfahrung: In ihrem Hauptberuf war sie für die Informationssicherheit des städtischen Kanalisationsnetzes verantwortlich, während die Suche nach Spiel-Exploits für sie nur ein Hobby war.

Ich hätte es besser wissen müssen. Sag einer Frau nie - besonders einer intelligenten Frau nicht -, ihr Job sei eines freischaffenden Künstlers nicht würdig. Unweigerli

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