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Tänzerin im Schatten Der Bund der Schattengänger 13 - Roman von Feehan, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.11.2017
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Tänzerin im Schatten

Die schöne Bella ist eine Schattengängerin und damit Teil einer Gruppe herausragender Kämpferinnen und Kämpfer, deren Fähigkeiten von dem genialen Wissenschaftler Dr. Peter Whitney verstärkt wurden. Als Bella von einem unglaublichen Verrat erfährt, bricht sie mit Dr. Whitney und flieht in die Bayous, um die dort lebenden Schattengänger zu warnen. Einer von ihnen ist der attraktive Arzt Ezekiel, und als sich die beiden das erste Mal begegnen, fliegen augenblicklich Funken. Endlich fühlt sich Bella nicht mehr nur wegen ihrer besonderen Kräfte begehrt. Doch dann schlagen die Feinde zu, und Bella droht Ezekiel für immer zu verlieren ...

Christine Feehan wurde in Kalifornien geboren, wo sie heute noch mit ihrem Mann und ihren elf Kindern lebt. Sie begann bereits als Kind zu schreiben und hat seit 1999 mehr als sechzig Romane veröffentlicht, die in den USA mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurden und regelmäßig auf den Bestsellerlisten stehen. Auch in Deutschland ist sie mit ihrer Schattengänger-Serie, den Drake-Schwestern und der Sea-Haven-Saga äußerst erfolgreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 13.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641216078
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Power Game - Ghostwalker Book 13
    Größe: 2150 kBytes
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Tänzerin im Schatten

1

BELLISIA ADAMS WARF einen Blick in den Spiegel. Neben ihr saß JinJing, eine nette Frau, die keine Ahnung hatte, dass der Mann, für den sie arbeitete, ein berüchtigter Krimineller war und die Frau an ihrer Seite so wenig chinesisch wie der Mann im Mond. Bellisias langes, glattes Haar, das ihr bis zur Taille reichte, sah aus wie ein Wasserfall aus Seide. Sie war klein und zierlich und hatte kleine Hände und Füße. Sie sprach denselben Dialekt wie JinJing und scherzte und plauderte in der kurzen Pause im Aufenthaltsraum akzentfrei mit ihr.

Sie achtete darauf, dass ihr Herzschlag sich nicht beschleunigte, obwohl die erhöhte Aufmerksamkeit und Nervosität der Wachen ihr verrieten, dass das, worauf sie in der vergangenen Woche gewartet hatte, endlich geschehen würde. Und das war auch gut so. Denn bald lief ihre Zeit ab. Wie die meisten Techniker im Labor trug sie keine Uhr, doch sie war sich der Tage und Stunden, die verstrichen, sehr bewusst.

Als die Glocke erklang, winkte JinJing ihr zu und ging eilig zurück an die Arbeit. Jeder, der nach der Pause auf den Fluren erwischt wurde, wurde umgehend entlassen. Oder zumindest nicht mehr gesehen. Und man erzählte sich, dass einen in dem Fall wenig Angenehmes erwartete. Die Cheng Company bezahlte gut. Bernard Lee Cheng besaß viele Firmen und beschäftigte eine große Anzahl von Menschen, aber er war ein sehr anspruchsvoller Chef.

Bellisia konnte nicht länger warten. Außerdem durfte sie nicht im Aufenthaltsraum erwischt werden. Vorsichtig nahm sie ihre lange Perücke und die lebensechte Gesichtsmaske ab und wickelte beides in ihren weißen Laborkittel. Dann streifte sie die Arbeitskleidung ab, sodass der hautenge, einteilige Bodysuit, den sie darunter trug, zum Vorschein kam - er reflektierte ihre Umgebung. Schließlich zog sie die rutschhemmenden Schuhe mit den Kreppsohlen aus und steckte sie in die Kitteltaschen. Ihr hellblondes Haar hatte sie zu einem festen Zopf verflochten. Nun war sie einsatzbereit. Sobald der schmale Flur vor dem Aufenthaltsraum leer war, schlüpfte sie aus dem Zimmer. Dank ihres scharfen Gehörs wusste sie immer ganz genau, wo die Techniker auf der Etage sich gerade befanden. Und sie wusste auch ganz genau, wo die Kameras waren und wie sie sie umgehen konnte.

Schnell kletterte sie die Wand hoch an die Decke und verschmolz dabei mit der schmutzig weißen Farbe, die aussah, als hätte sie bessere Tage gesehen. Über den Flur des Laborbereichs kroch sie weiter zu den Büros, und dort wurde aus dem Weiß ein frisches Hellblau. Sie wechselte die Farbe, bis sie sich perfekt angepasst hatte, und verlangsamte ihr Tempo, denn jede Bewegung konnte ungewollte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, und in dem Großraumbüro gab es viel mehr Angestellte als im Labor. Die meisten saßen in kleinen, offenen Kabinen, doch sie steuerte über eine Reihe von Arbeitsplätzen hinweg auf das eine große Büro zu, das wichtig für sie war. Kurz vor ihrem Ziel wechselte sie mit den Wänden erneut die Farbe in ein mattes Grün und schaute von außen durch die Glasscheibe.

In dem Büro saß eine Frau, mit dem Rücken zu ihr, den Blick auf den Mann hinter dem Schreibtisch gerichtet. Bernard Lee Cheng. Sie war mehr als nur versucht, ihn zu töten, die Chance, so nah an ihn herangekommen zu sein, zu nutzen und ihn einfach zu erledigen. Dann würde die Welt von einem sehr bösen Mann befreit sein, doch das war nicht ihre Aufgabe, so sehr sie es sich auch wünschte. Sie war auf die Frau angesetzt, die Senatorin Violet Smythe-Freeman - nun nur noch Smythe -, hauptsächlich um in Erfahrung zu bringen, ob diese Frau vorhatte, ihr Land zu verraten und damit auch die Schattengänger, denen sie selbst angehörte. Kaum jemand wusste von der Existenz dieser Spezialeinheit.

Es gab keine Möglichkeit, in das Büro hineinzukommen, aber das spielte keine Rolle. Vorsichtig kroch Bellisia über die Decke, vor aller Augen und dennoch uns

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