text.skipToContent text.skipToNavigation

Tagebuch der Apokalypse von Bourne, J. L. (eBook)

  • Erschienen: 31.01.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Tagebuch der Apokalypse

Dies ist der Untergang der Welt ... Viel Glück!

Willkommen in der Welt nach der Apokalypse! Dies ist das Tagebuch des unbekannten Soldaten, und es schildert auf eindringliche Weise den Untergang der menschlichen Zivilisation durch eine Plage, mit der keiner gerechnet hatte: Die Toten sind aus den Gräbern zurückgekehrt, und sie machen vor nichts halt. Im Angesicht des Todes kämpft jeder für sich allein...

J. L. Bourne, geboren in Arkansas, arbeitet hauptberuflich als Offizier der US-Marine, aber widmet jede freie Minute dem Schreiben. Seine Romanserie Tagebuch der Apokalypse hat weltweit inzwischen Kultstatus erlangt. Im Heyne-Verlag sind die Bände 1 bis 4 erschienen.

Produktinformationen

    Größe: 1262kBytes
    Reihe (Teil): Tagebuch der Apokalypse Bd.1
    Herausgeber: Heyne
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 336
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641105440
    Erschienen: 31.01.2013
Weiterlesen weniger lesen

Tagebuch der Apokalypse

Ich wünsche mir ein Frohes Neues Jahr. Nach einer heiter durchsoffenen Nacht war ich wieder nüchtern und machte mich auf den Heimweg. Mittlerweile hängt mir der Heimaturlaub zum Hals raus. Ich bin zwar dankbar für die Ausbildungspause, aber Arkansas altert schnell. Meine Freunde trinken alle noch das gleiche Bier und treiben den gleichen Stuss. Ich kann es kaum erwarten, wieder daheim in San Antonio zu sein. Vorsatz fürs Neue Jahr: Tagebuch schreiben.

Endlich keinen Kater mehr. Ist ein Fernseher in Reichweite, schaue ich gern Nachrichten, aber hier draußen, im Haus meiner Eltern, scheint man nur lokale Sender reinzukriegen. Interneteinwahl werde ich gar nicht erst versuchen, das würde mich eh nur an den Rand des Wahnsinns treiben. Es sollte reichen, zu Hause die E-Mails zu prüfen. Sieht aus, als wäre irgendwas in China los. Die Lokalnachrichten melden, dass da drüben irgendein Grippevirus rummacht. Wir hatten dieses Jahr eine üble Grippewelle. Ich habe mich auf dem Stützpunkt impfen lassen, weil ich nicht warten wollte, bis der Impfstoff knapp wird. Ich freue mich, dass ich morgen nach Hause fahre und wieder an mein Digitalkabel und meine Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung angeschlossen sein werde.

Nicht mal mein Scheißhandy funktioniert in dieser Einöde. Das Schlimmste hier ist das Wissen, mein altes Tempo nur durch eine Menge Flugrunden wieder erreichen zu können. Als ich zu den Marinefliegern ging, rechnete ich nicht damit, dass man ohne ununterbrochenes Arbeiten und Lernen nicht mal seine Mindestform halten kann.

Heute Morgen rief meine Großmutter an, um Mama zu sagen, dass wir Krieg gegen China führen werden. Sie wollte mich zum Desertieren überreden. Ich soll nach Kanada abhauen. Ich glaube ernsthaft, dass Oma einen an der Waffel hat. Ich habe die Fernsehnachrichten eingeschaltet und mehr oder weniger erwartet, irgendeinen Scheißdreck über ein gegen China verhängtes Handelsembargo zu hören. In den Nachrichten hieß es, der Präsident hätte zugestimmt, militärisches Personal zu Beratungszwecken nach China zu schicken.

Da fragt man sich schon, was wohl Amerika zu bieten hat, das ein großes böses Land wie China brauchen kann. Die haben doch alle Bodenschätze, die man sich wünschen kann. Seitdem frage ich mich ständig, ob ich in meinem Haus in San Antonio eine Lampe habe brennen lassen. Ich habe zwei Solarzellen auf dem Dach, bin aber auch ans Stromnetz angeschlossen. Die Zellen nutze ich, um dem Kraftwerk, wenn ich im Einsatz bin, Strom zu verkaufen. Die haben sich schon amortisiert.

Nach einer schönen 10-Stunden-Fahrt aus Nordwest-Arkansas bin ich gestern zu Hause angekommen. Zu Weihnachten habe ich ein Satellitenradio bekommen. Auf der Heimfahrt habe ich es eingeschaltet. Ich habe während der ganzen Fahrt BUZZ und FOX gehört, zwischendurch aber auch mal Musik aus dem MP3-Player. Bin leider nicht auf die Idee gekommen, das Radio im Haus meiner Eltern einzuschalten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch dort, mitten im Nirgendwo, funktioniert hätte.

Die China-Sache scheint sich zuzuspitzen. Die Nachrichten melden, dass wir mehr als zehn Leute an diesen China-Bazillus verloren haben. Die anderen "Militärberater", die sich noch in China aufhalten, müssen in Quarantäne, bevor sie in die USA zurückdürfen. Na toll. Da geht man rüber, um denen zu helfen, und was kriegt man dafür? Knast!

Der heutige Montag war nicht übel. Musste ein paar Übungseinsätze fliegen. Die EP-3 ist im Grunde eine C-130 mit einem Haufen Antennen. Man kann sie zwar kaum von Hand manövrieren, aber in 20 000 Fuß Höhe empfängt sie eine Menge wertvoller Daten.

Heute hat mein Freund aus Groton, Connecticut, angerufen. Bryce ist U-Boot-Offizier. Als ich vor ein paar Jahren die Platten in meinem Haus installiert habe, hat er mir oft mit Teilen aus abgewrackten Dieselbooten ausgeholfen. Er sagt, dass er sich scheiden lassen will; seine Frau hat

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    Hofer life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.