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Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers Illustrierte Jubiläumsausgabe von Perplies, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.08.2018
  • Verlag: Mantikore Verlag
eBook (ePUB)
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Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers

Sechzehn Jahre ist es her, seit die Westlichen Reiche vom Hexenmeister Calvas und seinen Wolfling-Horden in die Knie gezwungen wurden. Seitdem trägt Ritter Anreon von Agialon, der dem Bösen damals ungewollt zum Sieg verhalf, den Beinamen Fluchbringer. Sein Sohn Tarean, der in den Stunden der entscheidenden Schlacht geboren wurde, sehnt sich danach, die Ehre seiner Familie wieder herzustellen. Und so zieht er eines Tages aus, um Calvas zur Rechenschaft zu ziehen. Bewaffnet mit dem magischen Schwert Esdurial und begleitet von dem Irrlicht Moosbeere, der Albin Auril und dem Werbären Bromm begibt er sich auf ein Abenteuer, das die Welt veränden wird.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 18.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961880201
    Verlag: Mantikore Verlag
    Serie: Tarean 1
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Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers

DAS LEBEN IM ZWIELICHT

Das wirst du mir büßen, du Hund!"

Voller Zorn ließ Tarean das Schwert auf den Kopf seines Gegners hinabsausen. Klirrend schlugen die Klingen aufeinander, als sein Gegenüber zur Verteidigung seine eigene Waffe hochriss. Der andere Junge kippte die Schneide, um Tareans Schwert daran abgleiten zu lassen. Doch dieser hatte seine Waffe bereits wieder zurückgerissen. Gleich darauf führte er sie zuerst von rechts, dann von links gegen den Oberkörper des anderen. In einer raschen Serie wütender Attacken trieb Tarean seinen Gegner quer über den Burghof vor sich her, doch er fand in dessen Abwehr keine Blöße.

Schließlich duckte sich der andere Junge, Silas, ein drahtiger Bursche mit karottenrotem Haar, unter einem waagerecht geführten Hieb hindurch, wirbelte herum und holte Tarean mit gestrecktem Bein von den Füßen. Sofort war er über ihm, entwaffnete ihn mit einem kurzen Schwertstreich aus dem Handgelenk und hielt ihm dann die Klinge an die Kehle.

Tarean lag keuchend auf dem Rücken und funkelte seinen Bezwinger wütend an.

"Wer ist hier ein Hund, hm?", höhnte Silas, und verpasste Tareans Wange einen leichten Klaps mit der Breitseite seines Schwertes. "Du Versager!"

"Nimm die Klinge weg, oder du wirst es bereuen", knurrte Tarean.

"Tatsächlich?" Silas grinste breit und drückte die Spitze der Waffe leicht in Tareans Hals.

"Silas!" Der Name knallte wie ein Peitschenschlag über den Hof. "Es reicht."

Die beiden Jungen wandten den Kopf und blickten zu dem stämmigen Mann in dem dunkelbraunen Lederharnisch hinüber, der sich ihnen mit strenger Miene näherte. Sein Gesicht war bärtig und wettergegerbt, und mehrere Narben auf seinen nackten, muskulösen und unglaublich behaarten Armen zeugten davon, dass er bereits eine Menge Kämpfe erlebt - und überlebt - hatte.

Breitbeinig baute sich Ilrod, der Waffenmeister von Burg Dornhall, vor ihnen auf und stemmte die Hände in die Hüften. Unter buschigen Augenbrauen sah er die beiden Jungen tadelnd an. "Silas, pack die Waffe weg. Tarean, steh auf."

Der rothaarige Junge gehorchte mit sichtlichem Widerwillen. Tarean rappelte sich auf und klopfte sich den Staub von dem schlichten weißen Wollhemd und dem grauen Lederbeinkleid, das er am Leib trug.

"Was glaubt ihr, was ihr hier treibt, ihr Burschen?", verlangte der Waffenmeister zu wissen.

"Wir üben uns im Schwertkampf, Meister Ilrod, wie Ihr es uns befohlen habt", erwiderte Silas mit einem gewissen Trotz in der Stimme.

"Für mich sah es eher so aus, als wolltet ihr euch gegenseitig umbringen. Silas, nimm dein Schwert, säubere es und geh hinein. Die Übungsstunde ist für heute beendet."

Der Junge nickte und machte sich auf den Weg. Als Tarean ihm folgen wollte, hielt ihn der Waffenmeister jedoch zurück. "Du bleibst hier, Tarean."

Tarean verzog das Gesicht, und er konnte gerade noch das schadenfrohe Grinsen in Silas' Miene sehen, bevor ihn Ilrod mit sanfter Gewalt zu sich umdrehte.

"Also?", fragte der Waffenmeister. "Du hast mir doch sicherlich etwas zu erzählen."

"Er hat verächtlich über meinen Vater gesprochen", erwiderte der Junge, und damit war für ihn eigentlich alles gesagt.

Ilrod blickte ihn aus grauen Augen auffordernd an. Offenbar war damit noch nicht alles gesagt.

"Was möchtet Ihr hören, Meister? Ich habe ihn gewarnt, aber er wollte nicht aufhören. Ich bin wütend geworden. Und das Übrige habt Ihr gesehen." Der Junge zuckte mit den Schultern.

"Schön." Der Waffenmeister schien jetzt ganz ruhig zu sein. Tarean war sich nicht sicher, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war. "Aber d

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