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Tarean 2 - Erbe der Kristalldrachen Illustrierte Jubiläumsausgabe von Perplies, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.04.2019
  • Verlag: Mantikore-Verlag
eBook (ePUB)
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Tarean 2 - Erbe der Kristalldrachen

Nach dem Sieg über den Hexer Calvas lebt Tarean bei den Vogelmenschen in Airianis, unsicher, wie sein zukünftiger Weg aussehen soll. Da ereilt ihn ein mysteriöser Hilferuf. Kesrondaia, die Mutter der Kristalldrachen, bittet ihn aus ihrem unterirdischen Kerker heraus, ihre Kinder zu retten, die von Calvas und seinem Meister, dem Herrn der Tiefe, gefangen gehalten werden. Erneut brechen Tarean und seine Gefährten auf, um sich einer schier unmöglichen Herausforderung zu stellen. Ihre Reise führt sie bis an die Grenzen Endars und darüber hinaus - in die legendären Dunkelreiche ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 08.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961880249
    Verlag: Mantikore-Verlag
    Serie: Tarean .2
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Tarean 2 - Erbe der Kristalldrachen

PROLOG

TRÄUME IN DER FINSTERNIS

Tief unter der Erde lag Kesrondaia und träumte .

Mit wachsamem Blick betrat der Junge die Höhle. Zögernd setzte er einen Fuß vor den anderen, als befürchte er, durch sein Eindringen irgendwelche Ungeheuer zu wecken, die unsichtbar in der Dunkelheit schliefen. Hoch über ihm wölbte sich die zerklüftete Decke des majestätischen Felsendoms und verlor sich, wie auch die Wände zur Linken und zur Rechten, in der Schwärze jenseits des schwachen Lichtkreises, in dessen Mitte und Schutz sich der Junge bewegte. Die Quelle dieses Lichts war eine etwa golden schimmernde, faustgroße Kristallkugel, die sich an der Spitze eines schlanken Metallstabes befand, den der Junge, mit der linken Hand fest umklammert, vor sich in die kalte Höhlenluft reckte.

In der rechten Hand hielt der Junge ein Schwert. Die blanke Klinge glänzte makellos, als sei sie noch nie in einem Kampf geführt worden. Von kunstfertiger Hand in das Metall eingelassene Kristallrunen zogen sich glitzernd auf beiden Seiten vom Heft bis zur Spitze hinauf. Die Waffe erweckte den Eindruck, sehr alt zu sein, sehr kostbar - und sehr mächtig.

Langsam drang der Junge in die Finsternis vor. Jeden Augenblick schien er einen plötzlichen Angriff zu erwarten, trotz oder vielleicht gerade wegen der beinahe unnatürlichen Stille, die ringsum herrschte. Unruhig schwenkte er den Stab und das Schwert mal hierhin, mal dorthin, und seine weit aufgerissenen Augen versuchten angestrengt, den lichtlosen Raum zu durchdringen, der ihn im Abstand von wenigen Schritten umlauerte. Doch welch namenlose Schrecken auch immer ihn mit gierigen Blicken aus dem Verborgenen verfolgen mochten, sie zeigten sich nicht.

Der Junge hatte sich ungefähr zwanzig Schritt in die Höhle hineingewagt, als, wie auf einen unhörbaren Befehl hin zum Leben erweckt, nicht weit vor ihm eine hohe, steinerne Felsnadel in düsterem Rot erblühte, einem gewaltigen Barren Eisen in der titanischen Esse eines Götterschmiedes gleich. Das unheilige Glühen, das den feurigen Strömen zähflüssigen Gesteins in den Eingeweiden der Erde geschuldet sein mochte, nahm an Kraft zu, bis es den sanft goldenen Schimmer der Lichtquelle des Jungen überstrahlte und ein weites Rund aus beinahe schwarzem, doch blutig rot beschienenem Fels enthüllte. Es war eine düstere, unheimliche Unterwelt aus riesigen, geborstenen Steinblöcken, die sich vor den Augen des Jungen auftat, das untergegangene Reich einer längst vergessenen Zivilisation.

Und dann trat hinter der Säule ein Mann hervor.

Er trug eine lange, dunkelblaue Robe aus schwerem Stoff. Seine vor dem Bauch gefalteten Hände verschwanden in den weiten Ärmelsäumen, und sein Gesicht lag im Schatten einer Kapuze verborgen, die der Mann über den Kopf gezogen hatte. Feine schwarze Dunstschleier umwaberten seine Gestalt, stiegen aus dem Gewand auf und von dem Boden, den seine Füße berührten. Sie verliehen dem Mann etwas seltsam Unwirkliches, als sei er ein Albtraum, der seinen Weg in die gewöhnliche Welt gefunden hätte. Der Mann machte ein paar Schritte auf den Jungen zu, hob die Hände und schlug die Kapuze zurück. Sein graues, scharf geschnittenes Antlitz wurde von wallendem, weißem Haar umrahmt, das im Licht der Felsnadel eine ungesund rötliche Farbe angenommen hatte. Und in tiefen Augenhöhlen loderte ein violettes Feuer, das von unversöhnlichem Hass kündete.

Beim Anblick des Fremden zuckte der Junge voller Entsetzen zurück. Erkennen und Unglauben huschten in rascher Folge über seine Züge. Er ließ den Stab fallen, der mit einem hellen, metallischen Klingen vom Felsboden abprallte und davonrollte, bevor er einige Schritt entfernt zur Ruhe kam. Dann ergriff der Junge sein Schwert mit beiden Händen und sprach einen einzelnen Satz: "Esdurial, steh m

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