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The New Day - Neue Welt von Thomson, Lorraine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.11.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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The New Day - Neue Welt

Mithilfe des Mutanten Einstein findet Sorrel nach langer Suche endlich ihren kleinen Bruder Eli wieder. Doch das Wiedersehen verläuft anders, als sie dachte und als dann auch noch ihre große Liebe David verschwindet, ist Sorrel am Boden zerstört. Im packenden dritten Teil der Trilogie muss das junge Mädchen für alles kämpfen, an das sie glaubt - um zu retten, wofür es sich zu leben lohnt.

Der finale Teil der Dark-Times-Trilogie jetzt als eBook bei beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 316
    Erscheinungsdatum: 13.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732555208
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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The New Day - Neue Welt

2.
Verloren

Sorrel und Einstein wanderten schweigsam durch das Tal, und ihre Schatten fielen vor sie. Sorrel hegte eine Menge Gedanken, aber sie blieben ihr im Hals stecken, blieben unausgesprochen, erstickt von einer drückenden Mischung aus Aufregung und Grauen. Aufregung darüber, endlich mit ihrem kleinen Bruder wiedervereint zu werden, Grauen über die Verfassung, in der sie ihn vielleicht vorfand.

In ihrer Vorstellung war Eli noch immer dasselbe Kind, das sie zuletzt in Amat gesehen hatte, stets zum Lachen aufgelegt und eifrig bedacht zu gefallen, aber an jenem verheerenden Tag hatte er die Mutter verloren, die Schwester, das Zuhause. Er hatte alles verloren, was er hatte. Es erging ihnen allen so. Die Ereignisse von damals konnten nicht ohne Spuren an Eli vorübergegangen sein, und Sorrel brachte es einfach nicht über sich, sich auszumalen, was ihm vielleicht in der Zwischenzeit widerfahren war und in welcher Weise es ihn verändert hatte, aber verändert musste er sich haben.

Sie selbst hatte sich verändert, das wusste sie, und David hatte es auch. An dem einst so unbeschwerten David hatte Zorn gefressen, und sein Urteilsvermögen war getrübt. Er war eifersüchtig und unvernünftig geworden. Er hätte sie nicht vor die Wahl zwischen ihm und Einstein stellen dürfen. Waren ihre Gefühle über die Wiedervereinigung mit Eli durch eine Kombination aus Aufregung und Grauen geprägt, so bestimmten Zorn und Verlust ihre Gefühle für David. Sie wollte doch nur, dass sie alle wieder zusammen waren. Das schien ihr nicht so viel verlangt.

Als sie das eindrucksvolle Bauwerk aus der Zeit Davor erreichten, das Brig als sein Heim beanspruchte, war das letzte Licht des Tages nur noch eine schwindende Erinnerung.

"Bist du bereit?", fragte Einstein.

Selbst dieser hatte sich in der Zeitspanne gewandelt, die sie ihn kannte. Sich angekettet in der Mine wiederzufinden, das hatte ihm etwas geraubt; und es hatte sie erschreckt, ihn geschrumpft zu erleben.

"Eigentlich nicht."

"Du kriegst das hin."

Sorrel holte tief Luft und stieg die breiten, flachen Stufen zur Tür hinauf. Diese öffnete sich, ehe sie anklopfen konnte.

Ein Mutant mit kurz geschorenen schwarzen Haaren und ohne erkennbaren Hals tauchte auf. Das Licht der Lampe, die er trug, warf tiefe Schatten auf die andere Hälfte seines Gesichts. "Wir haben euch schon erwartet."

Diese Worte beunruhigten Sorrel. Was meinte er mit erwarten? Wussten sie schon die ganze Zeit, dass Sorrel nach Eli suchte? Sie warf einen kurzen Blick auf Einstein.

"Ich denke, Olaf möchte uns damit sagen, dass sie uns im Auge behalten haben, seit wir im Tal eingetroffen sind."

Olaf kicherte. "Lange nicht gesehen, Einstein."

Er führte sie in eine Empfangshalle, die vom Licht weniger Kerzen erhellt wurde. Gemälde hingen an den Wänden, und obwohl die Beleuchtung zu schwach war, konnte Sorrel immerhin erkennen, dass auf den Leinwänden seltsame Tiere und wilde Landschaften abgebildet waren.

"Wer ist deine Freundin?" Olafs Frage war an Einstein gerichtet, aber es war Sorrel, die er anblickte.

"Ich heiße Sorrel."

"Sauerampfer." Olaf kicherte erneut.

Sorrel wurde wütend, als sie dieses Wort hörte. Es war im Gefängnis von Dinawl gewesen, als man sie zuletzt damit angesprochen hatte.

"Legt eure Waffen hier ab." Er deutete mit dem Kopf auf eine Anrichte.

Einstein legte den Speer ab. Sorrels Hand zögerte auf dem Weg zu ihrem Messer.

"Zwing mich bloß nicht, es dir wegzunehmen, Ampfer", mahnte Olaf.

"Leg es dorthin", sagte Einstein.

Sorrel zögerte einen Augenblick und legte dann ihr Messer ab.

"Muss ich euch nach weiteren Waffen abtasten?", fragte Olaf.

"Mehr haben wir nicht", antwortete Einstein.

Olaf schmunzelte angesichts von Speer und Messer. "Erstaunlich, dass ihr es so weit geschafft habt. Folgt mir. Brig erwartet euc

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