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Trilogie der Streitenden Reiche - Band 1: Der verbotene See Trilogie der Streitenden Reiche - Erster Roman von O'Donell, Catherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.01.2015
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Trilogie der Streitenden Reiche - Band 1: Der verbotene See

Das magische Abenteuer beginnt: 'Der verbotene See', erster Roman der TRILOGIE DER STREITENDEN REICHE von Catherine O'Donell, als eBook bei dotbooks. Wer den Frieden sucht, muss die Menschen meiden ... Verborgen hinter den Nebeln lebt seit Anbeginn der Zeit das magische Volk der Schwäne. Nun aber prophezeien die Götter, dass in der Welt der Menschen eine uralte Macht erwacht, die alles Leben vernichten will. Nur ein Kind aus der königlichen Blutlinie kann dies verhindern. Und so opfert der Schwanenfürst seine neugeborene Tochter: Er nimmt ihr die Magie, schließt sie ein in einen menschlichen Körper und schickt sie in das Reich Caernadon, in dem jede Form von Zauberei bei Todesstrafe verboten ist. Als Mündel der Königin wächst Eirion zunächst behütet auf - doch dann bricht ein Krieg aus, der Vorbote ist für kommende Schrecken ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Der verbotene See', erster Roman der 'Trilogie der Streitenden Reiche' von Catherine O'Donell. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Catherine O'Donell ist ein Pseudonym, unter dem eine bekannte Übersetzerin und Autorin von historischen Romanen ihre Fantasyromane veröffentlicht. Sie lebt und arbeitet in Nordrhein-Westfalen. Bei dotbooks veröffentlichte Catherine O'Donells die TRILOGIE DER STREITENDEN REICHE mit den Einzelbänden 'Der verbotene See', 'Das Land der zwei Könige' und 'Der Stein der Gnade'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 487
    Erscheinungsdatum: 08.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955206673
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1258 kBytes
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Trilogie der Streitenden Reiche - Band 1: Der verbotene See

KAPITEL 1

Anguli, 984 nach Fál, dem Jahr 7892 des Zweiten Zeitalters

Olfros glitt durch den grauen Nebel, mit dem jeder Morgen das Reich Anguli begrüßte. Der Schwanenkönig hatte die ganze Nacht kein Auge zugetan, sondern in seiner Menschengestalt auf der Heiligen Insel im Herzen des Sees den Rat der Götter gesucht. Früher einmal waren sie für jeden Bewohner Ork Nuados mühelos erreichbar gewesen. Doch diese Zeiten schienen für immer dahin zu sein.

Olfros seufzte, und der leise Klagelaut fand ein Echo im Spiel der Wellen um ihn herum. Ja, hier in Anguli standen die Dinge noch in Einklang miteinander, die Welt der Laute und die der Bilder, die Sphären von Wissen, Ahnen und Fühlen. Doch auch hier geriet die natürliche Ordnung langsam aus den Fugen, das musste Olfros sich eingestehen. Sein Zaudern war der beste Beweis dafür.

Er zog seine mächtigen, trotz der Jahre noch immer schneeweißen Schwingen enger an den Leib, als suche er Schutz in seinem eigenen Körper. Nein, es gab keinen Zweifel, und es durfte kein weiteres Zögern geben. Das Kind, das ihm unter dem letzten runden Mond geboren worden war und auf das er und Nuria, seine Königin und Seelengefährtin, viele hundert Jahre geduldig gewartet hatten, dieses Kind würden sie nun nicht aufwachsen sehen. Es musste das Reich Anguli verlassen, denn es war ihre einzige Hoffnung auf Rettung. Die fernen Götter, die in diesen Zeiten nur noch so selten zu ihm sprachen, hatten es verfügt: Seine Tochter war das Kind der drei Welten, das von Anbeginn der Zeit in der Dimension zwischen Sein und Nichtsein dieses Tages geharrt hatte.

Mit schwerem Herzen, aber ohne seine Fahrt zu verlangsamen, änderte Olfros mit einer eleganten, unbewussten Bewegung seiner Füße die Richtung und steuerte das seichte, dicht bewachsene Nordufer an. Im trockenen Geäst saß dort Nuria mit ihrer kleinen Tochter. Nur ein leises Plätschern, das seinen sonst lautlosen Weg begleitete, verriet Olfros' Erregung.

"Nuria!"

Die kleinen, federzarten Blätter der Wassereiben raschelten erschrocken, als Olfros das Ufer hinaufging, ohne rechtzeitig seine menschliche Gestalt anzunehmen. Die Spitzen seiner großen Flügel wirbelten den feinen Sand auf, der am Ufer des Verbotenen Sees so ganz anders war als überall sonst auf der Welt, ein klebriger, feiner Goldstaub. Durch Olfros' Unachtsamkeit stoben nun unzählige Körnchen zwischen die empfindlichen Federn seines weißen Gewands; flüchtig dachte er daran, dass es ihn später viele Stunden kosten würde, die winzigen Goldkörner zu entfernen, die kitzelten und brannten, bis man das ganze Gefieder in mühsamer Kleinarbeit gereinigt hatte. Normalerweise achtete er darauf, dass so etwas nicht passierte.

Verspätet schlüpfte Olfros in seine andere Gestalt und stand im nächsten Augenblick als ein hoch gewachsener, kräftiger Mann vor seiner Gemahlin. Wie alle Schwäne besaß er lange, geschmeidige Gliedmaßen, die er mit selbstverständlicher Würde zu bewegen wusste. Die durchwachte Nacht hatte ihn jedoch Kraft gekostet, und die winzigen Falten, die sein Gesicht durchzogen, traten heute deutlicher zu Tage als sonst. Sein von Silberfäden durchzogenes schneeweißes Haar schimmerte feucht.

"Nuria", sagte er noch einmal, und seine heisere Stimme machte ihm selbst Angst.

Nuria, die schon viele Jahrhunderte Königin von Anguli war, hatte Olfros' Näherkommen nicht bemerkt, nicht einmal das Raunen der Eiben gehört, so vertieft war sie in den Anblick ihres Kindes. Warm und geborgen in ihrem Lager, das in einer flachen, mit Tang, Schilf und Binsen ausgelegten Mulde halb Bett, halb Nest war, lag Nuria da, einen Arm schützend um ihre kleine Tochter gelegt.

"Olfros?" Sie blickte mit einem warmen Lächeln auf, als ihr Gemahl und Seelengefährte einige Zweige beiseite schob, um sich zu ihnen zu gesellen. Aber dann erstarrte ihre Miene. Die bronzegoldene Stirnlocke, die sie unter allen Schwanenfrauen - selbst den

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