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Trilogie der Streitenden Reiche - Band 3: Der Stein der Gnade Trilogie der Streitenden Reiche - Dritter Roman von O'Donell, Catherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.01.2015
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Trilogie der Streitenden Reiche - Band 3: Der Stein der Gnade

Das magische Finale: 'Der Stein der Gnade', dritter Roman der TRILOGIE DER STREITENDEN REICHE von Catherine O'Donell, jetzt als eBook bei dotbooks. Nur wer reinen Herzens ist, kann größte Opfer bringen ... Sein Name wird mit Blut geschrieben: Sanor, der dunkle Gott, ist aus seinem langen Schlaf erwacht und sprengt nun auch die letzten Ketten, die ihn Jahrhunderte fesselten. Nur eine kann sich ihm auf seinem Eroberungszug noch entgegenstellen: Eirion, Kind der drei Welten, die Prinzessin aus dem magischen Volk der Schwäne, aufgewachsen bei den Menschen und diesen in Liebe verbunden. Doch was ist ihre wichtigste Waffe im letzten Kampf gegen das Böse: der geheimnisvolle Stein der Gnade oder ihr Mut, der sie selbst in dunkelsten Stunden nicht verlässt? Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Der Stein der Gnade', dritter Roman der TRILOGIE DER STREITENDEN REICHE von Catherine O'Donell. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Catherine O'Donell ist ein Pseudonym, unter dem eine bekannte Übersetzerin und Autorin von historischen Romanen ihre Fantasyromane veröffentlicht. Sie lebt und arbeitet in Nordrhein-Westfalen. Bei dotbooks veröffentlichte Catherine O'Donells die TRILOGIE DER STREITENDEN REICHE mit den Einzelbänden 'Der verbotene See', 'Das Land der zwei Könige' und 'Der Stein der Gnade'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 456
    Erscheinungsdatum: 08.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955206697
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1298kBytes
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Trilogie der Streitenden Reiche - Band 3: Der Stein der Gnade

KAPITEL 1

Im Jahr 1002, in Tarlin

Marban, der sich jetzt König der Vereinten Reiche von Caernadon und Sonniana nannte, atmete tief den kühlen Morgenwind ein, der über die Zinnen von Burg Tarlin wehte. Doch wie erwartet brachte ihm das keine Erleichterung. Der Gestank des Bitterklees klebte in seinen Lungen und floss mit seinem Blut durch seinen Körper. Vier Mal in den letzten Monaten hatte der Gestank Tarlin heimgesucht, jedes Mal spät am Abend, um sich dann mit den ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages wieder zu zerstreuen. Und er schien in der Burg selbst seinen Ursprung zu haben, denn nirgendwo war der Geruch so durchdringend wie dort. Als der Ekel erregende Pesthauch sich zum zweiten Mal über die Stadt legte, hatte Marban von seinen Soldaten jeden Winkel der Burg durchsuchen lassen. Doch die Männer hatten nichts gefunden - auch nicht beim dritten Mal und auch nicht in der vergangenen Nacht ...

Marban schlug mit der Faust auf das Geländer der Brustwehr und zuckte zusammen. Ein stechender Schmerz, von dem er wusste, dass er den Namen "Gicht" trug, fuhr ihm bis in die Schulter hinauf. Übelkeit wollte in ihm aufsteigen, die Übelkeit ohnmächtiger Angst, doch er kämpfte diese Regung mit unbarmherziger Disziplin nieder. Seit das Purpurne Feuer vor etwa vier Monaten erloschen war, holten die Jahre, die er anderen gestohlen hatte, ihn mit Macht ein. Und obwohl er in jeder freien Minute mit der kleinen schwarzen Öllampe experimentiert und jede ihm verfügbare Magie zu Hilfe genommen hatte, blieb das Purpurne Feuer stumm. Nur ein einziges Mal hatte er geglaubt, eine Reaktion bei der Öllampe zu spüren, einen Funken Leben, der sich in dem bauchigen kleinen Gefäß regte. Es mochte reiner Zufall gewesen sein, dass jene seltsame weiße Seide bei diesem Experiment auf seinem Pult gelegen hatte. Und vielleicht war es auch tatsächlich nicht mehr als ein Zufall, denn es geschah kein zweites Mal. Schließlich hatte er in seiner Verzweiflung sogar versucht, das Purpurne Feuer wie eine ganz gewöhnliche Öllampe zu benutzen - er hatte die kostbarsten Öle, die auf Burg Tarlin zu finden waren, in den kleinen Behälter gefüllt und geduldig einen brennenden Holzspan an den Docht gehalten -, aber die Öllampe verweigerte ihm selbst diesen alltäglichen Dienst. Dieses letzte Experiment hatte dem König von Caernadon und Sonniana jedoch keineswegs den Mut genommen - vielmehr war seine Hoffnung gewachsen, als der ölgetränkte Docht sich stets aufs Neue der Flamme widersetzte. Das Purpurne Feuer hatte seine Magie also nicht gänzlich verloren; aus irgendeinem Grund verwehrte es ihm nur plötzlich den Gehorsam. Und es gab für ihn keinen Zweifel daran, welchen Namen dieser Grund trug.

Marban wandte den Blick nach Norden, wo jenseits der Provinz Orra die Sümpfe der Verlorenen begannen. Und im Herzen dieser Sümpfe lag Mara, ein Ort, den er nie mit eigenen Augen gesehen hatte und der doch seit vielen Jahren sein Denken beherrschte. Was war geschehen in Mara? Wo, wenn nicht dort, war Sanor, der jetzt seit Monaten mit ihm spielte wie eine fette, satte Katze mit einer Maus, die sie nur zum Vergnügen quälte?

Wieder schlug Marban auf das Geländer, und diesmal trieb ihm der Schmerz die Tränen in die Augen und raubte ihm den Atem. Beim allmächtigen Fál! Seine Knochen waren so trocken und brüchig wie die eines Greises. Stöhnend rieb er sich die dünn gewordenen Finger - und fuhr jäh herum.

Ein Laut, der beinahe wie ein Kichern klang, bösartig und vertraut, hatte ihn aufgeschreckt.

"Fühlt Ihr Euch heute Morgen nicht wohl, König von Caernadon und Sonniana?"

Ein hoch gewachsener Fremder stand vor ihm, so nah, dass er nur die Hand hätte auszustrecken brauchen, um ihn zu berühren. Der Mann überragte ihn um Haupteslänge. Er trug ein enges, grünes Wams, das sich über seinem ungewöhnlich muskulösen Körper spannte, als werde es bei der ersten unbedachten Bewegung bersten. Auch seine Beinkleider war

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