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Unter den drei Monden (Die Monde-Saga 1) von A., Ewa (eBook)

  • Verlag: Dark Diamonds
eBook (ePUB)

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Unter den drei Monden (Die Monde-Saga 1)

Eine Liebesgeschichte, die geradewegs unter die Haut geht... "Genial. Überraschend. Lustig. Traurig. Zittrig. Alles in einem." (Bloggerstimme von The Anna Diaries) Die 19-jährige bildhübsche Kadlin ist die einzige Tochter des Stammeshäuptlings der Smar. Keine leichte Rolle für eine fast erwachsene Frau, die nach den Regeln ihres Volks längst verheiratet sein sollte. Doch anstatt dass sie sich wie alle anderen Mädchen auf dem Sonnenfest nach einem Mann umsehen darf, wurde ihre Hand bereits dem Stammessohn der herrschsüchtigen Ikol versprochen. Eigensinnig wie sie ist, geht sie dennoch hin, um dort den einzigen Mann zu umgarnen, der ihr Schicksal wenden könnte: Bram, den stattlichen Kriegersohn des Feindesstamms. Allerdings läuft nicht alles nach Plan und ehe sich Kadlin versieht, muss sie als Knabe verkleidet flüchten. Dabei landet sie ausgerechnet in Brams Trainingslager, wo dieser junge Krieger auf ihre Mannesprüfung vorbereitet... //Dies ist ein Roman aus dem Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.// Alle Bände der elektrisierenden Bestseller-Reihe "Die Monde-Saga": --Unter den drei Monden(Die Monde-Saga 1) --Im Schatten der drei Monde(Die Monde-Saga2) --Im Licht der drei Monde(Die Monde-Saga3) -- Alle drei "Monde"-Bände der elektrisierenden Bestseller-Reihe in einer E-Box// Alle Bände der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden und haben ein abgeschlossenes Ende. Ewa A. erblickte 1970 als fünftes Kind eines Verlagsprokuristen und einer Modistin das Licht der Welt. Im Jahr 2014 erfüllte sie sich den Traum, das Schreiben von Geschichten zu ihrem Beruf zu machen, und wurde selbständig freiberufliche Autorin. Nach wie vor lebt sie mit ihrem Ehemann und den zwei gemeinsamen Kindern in der Nähe ihres Geburtsortes, im Südwesten Deutschlands.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 515
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646300031
    Verlag: Dark Diamonds
    Größe: 2581 kBytes
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Unter den drei Monden (Die Monde-Saga 1)

Kapitel 1

Väter und Söhne

Elf Jahre später

Die Sonne brannte unbarmherzig auf die nackten Arme des jungen Mannes nieder. Es war nicht allein die Hitze, die dem Smar den Schweiß auf die Stirn trieb, sondern auch die Arbeit, die er verrichtete. Die dunklen Flecken auf seiner Tunika wuchsen mit jedem weiteren Salzstein, den er auf die hüfthohe Mauer setzte. Das Salz der Steinmauer, das nach und nach vom Regen hinausgewaschen werden und in den Boden sickern würde, hielt die gefräßigen Riesenschnecken von ihren Weiden, Plantagen und dem Dorf fern. Zwar waren die Schnecken reine Pflanzenfresser und ungefährlich, aber durch ihre Größe reichte ein bloßes Passieren aus, um alles zu zerstörten, was sich ihnen in den Weg stellte. Nebenher fraßen sie dann noch jedes Blatt auf, das ihnen vor die Fühler kam. Deswegen war die Instandhaltung der Mauer eine der wichtigsten Arbeiten und unerlässlich für den Stamm.

"Ragnar?"

Der quengelnde Tonfall der Mädchenstimme brachte den gutaussehenden Mann dazu, skeptisch seine Stirn zu runzeln. Diesen Ruf und das Mädchen, welches ihn ausstieß, kannte er zur Genüge, um zu erahnen, was auf ihn zukam. Es hieß, dass sie entweder etwas von ihm haben wollte oder dass sie etwas angestellt hatte, was er auslöffeln sollte. Wie immer. Natürlich würde er ihr helfen, wie jedes vergangene und jedes weitere Mal, das noch folgen würde. Schließlich war sie seine einzige Schwester und er liebte sie viel zu sehr, als dass er ihr eine Bitte hätte abschlagen können.

Ragnar legte den Salzstein in die Lücke der Mauer, die die Weidegründe, die Plantagen und das Dorf weitläufig umgab. Stöhnend richtete er sich auf und rieb sich dabei mit dem Handrücken seine langen Haare aus dem verschwitzten Gesicht, die sich aus den dünnen Zöpfen gelöst hatten. Mürrisch musterte er das Mädchen, welches nun vor ihm stand und das er um einen guten Kopf überragte. Ungern gestand sich Ragnar ein, dass seine kleine Schwester zu einer schönen Frau herangereift war. Das glatte Haar, das ihre Hüften umspielte, glänzte blauschwarz wie der Omoc-See bei Nacht, der unweit ihres Dorfes lag. Was umso außergewöhnlicher war, da er selbst, wie sein verstorbener Bruder, braune Haare hatte und sie niemand auf den ersten Blick für Geschwister halten würde. Ihre kleine, gerade Nase lag zwischen ihren dunkelbraunen Augen, die von rußschwarzen Wimpern umsäumt waren. All dies, mit den fast zu voll geratenen Lippen, zog mehr Blicke der Männer auf sie, als gut für sie war. Gut für seinen Vater war.

"Kadlin, wenn du dein Haar schon offen trägst, dann versteck es wenigstens unter dem Skal", befahl er barsch und nahm ihr den Lederbeutel ab, den sie ihm entgegenhielt. Während Ragnar gierig das kühle Wasser trank, beschwerte sich die junge Frau.

"Och, es ist so warm. Wir sind hier doch ganz allein, muss das sein?"

Ragnar wischte sich die letzten Wassertropfen vom Mund, gab seiner Schwester den Trinkbeutel zurück und begann erneut, die Mauer mit den Gesteinsbrocken auszubessern.

"Wir wissen nicht, ob Fremde in der Nähe sind. Wenn du schon das Zeichen deiner Weiblichkeit nicht ordentlich trägst, so wie es sich für eine Frau der Smar gehört, dann verhülle es wenigstens mit deinem Umhang."

Ruckartig raffte Kadlin ihre Haarpracht zusammen, flocht eilig einen dicken Zopf und äffte dabei ihren Bruder lautlos nach, aber selbstverständlich so, dass er es nicht bemerkte. Erneut fing sie an, in dem bettelnden Tonfall zu sprechen, denn nicht umsonst hatte sie den ganzen Weg auf die Weiden zurückgelegt.

"Ragnar? Was weißt du über den Stamm der Ikol?"

Ein kurzes Lachen entfuhr ihrem Bruder. "Aha, hat man es dir also gesagt?"

"Du wusstest es?"

Ohne von seinem Werk aufzuschauen antwortete Ragnar: "Ja. Es wurde lange genug darüber gestritten. Vater trägt seit geraumer Zeit den Gedanken mit sich herum, allerdings war Mutter stets dagegen. Aber als er hörte, da

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