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Versprechen der Dunkelheit von Singh, Nalini (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Versprechen der Dunkelheit

Eine neue Kurzgeschichte aus der Gestaltwandler-Reihe von Nalini Singh! Lange hatte der DarkRiver-Leopard Bastien Smith nach seiner Gefährtin gesucht und als er ihr nun endlich gegenübersteht, ist er fest entschlossen, sie nie wieder gehen zu lassen. Denn die süße Kirby entfacht eine Begierde in ihm - so ungezähmt und ekstatisch, wie er sie noch nie zuvor gespürt hat - (ca. 110 Seiten) Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 110
    Erscheinungsdatum: 02.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736300613
    Verlag: LYX
    Größe: 859 kBytes
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Versprechen der Dunkelheit

1

Sie hatte ihn reingelegt, das war Bastien Smith inzwischen vollkommen klar. Seine eigene Mutter hatte ihn nach Strich und Faden ausgetrickst, und eigentlich gab es jetzt nur noch eine Sache, die ihn unter Umständen versöhnlicher stimmen könnte - dass es ihn nicht allein getroffen hatte. "Schwöre, dass du keine Ahnung hattest!", zischte er seinem jüngeren Bruder Sage zu, der sich wie er in der Nähe der Tür herumdrückte, durch die sie jederzeit hätten flüchten können - was sie jedoch nicht wagten.

Sage verschränkte empört die Arme vor der Brust: "Traust du mir wirklich zu, dass ich gegen den Bro-Code verstoße?"

Bastien fuhr sich schon wieder mit der Hand durch das dunkelrote Haar, das mittlerweile ganz in Unordnung geraten war. "Tut mir leid!" Er war erschöpft und mürrisch, sonst wäre er nie auf die Idee gekommen, Sage eine solch ruchlose Tat zu unterstellen. "Mir hat Mom gesagt, sie brauche kurz mal eine starke Hand."

"Womit sie im Prinzip ja nicht gelogen hat." Sage deutete mit dem Kinn auf den schweren Esstisch, den die beiden im großen Wohnzimmer ihres Elternhauses aufgestellt hatten, nachdem vorher viele der restlichen Wohnzimmermöbel in andere Zimmer des Hauses verbannt worden waren. So hatte nicht nur der Tisch in dem Zimmer Platz, sondern auch die große Menge der Gäste, die sich darum drängte.

Für die beiden Männer war das keine besondere Sache gewesen, sie hatten ihrer Mutter gern geholfen, alles für den Lunch vorzubereiten, zu dem sie ihre Lesegruppe eingeladen hatte und auf den sie sich schon die ganze Woche gefreut hatte. Allerdings war ihnen verschwiegen worden, dass die Lesefreunde ihrer Mutter nicht allein, sondern in Begleitung sämtlicher heiratsfähiger Frauen ihrer Bekanntschaft auftauchen würden: Töchter, Nichten, Nachbarinnen, Arbeitskolleginnen und alle, die sich sonst noch hatten überreden lassen, an dieser unglaublich peinlichen Veranstaltung teilzunehmen.

Unter normalen Umständen hätte Bastien das alles zwar murrend, aber gutwillig durchgestanden, denn er liebte seine Mutter und wollte sie auf keinen Fall kränken. Aber unter normalen Umständen hätte er sich auch nicht so ausgelaugt und total durch den Wind gefühlt wie jetzt, nachdem er zwei Wochen lang kaum geschlafen hatte. Bastien wollte nämlich nicht irgendeine Frau, sondern eine ganz bestimmte. Er wollte die, in der sein innerstes Gefühl die richtige erkannt hatte, er wollte seine Partnerin - die er allen Gesetzen der Paarung von Gestaltwandlern zum Trotz einfach nicht wiederfinden konnte.

Er hatte die Witterung seiner schwer zu fassenden Auserwählten vor vierzehn Tagen, acht Stunden und siebzehn Minuten zum ersten Mal aufgenommen, und zwar auf einer Straße in Chinatown. Ihr Duft hatte sofort eine wilde, mit umwerfender Freude gepaarte Besitzgier in ihm geweckt, die ihn verharren und dann kehrtmachen ließ. Ja!, hatte er gedacht, denn dieser Duft sprach zu ihm, wie nie zuvor etwas zu ihm gesprochen hatte, und er hatte ihm unbedingt folgen wollen - nur war er da schon wieder verschwunden gewesen. Die Witterung hatte sich in einem dichten Nebel aufgelöst, den selbst die scharfen Sinne eines Gestaltwandlers nicht zu durchdringen vermocht hatten.

Er hatte es nicht fassen können. Er mochte nicht glauben, dass er sie wirklich verloren hatte, und verbrachte Stunden damit, das Gebiet abzusuchen, in dem er ihre Witterung zuerst wahrgenommen hatte. Erst als der Tag längst verblasst war und Mitternacht dunkel heraufzog, war er mit leeren Händen und aufgewühlter Seele nach Hause zurückgekehrt, voller Sehnsucht nach ihr, die er nicht finden konnte. Sein Leopard hatte ihn nicht lange schlafen lassen und nur wenige Stunden später wachgekratzt, weil er das Gefühl hatte, sie sei ganz in der Nähe, schwer verletzt und leidend. Seine Partnerin litt, und er war nicht bei ihr - er war sofort wieder losgezogen, denn allein schon der Gedanke daran d

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