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Was aus den Menschen wurde Erzählungen - Mit einem Vorwort von John J. Pierce von Smith, Cordwainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Was aus den Menschen wurde

Dies ist die Geschichte der Zukunft Willkommen in der fernen Zukunft der Menschheit! Dies ist die Geschichte der 'Alten Kriege'; die Geschichte, wie die 'Instrumentalität der Menschheit' entstand; die Geschichte der Scanner und Habermänner und ihrer legendären Reisen durch das All; die Geschichte, wie hinter dem Weltraum neue Räume entdeckt wurden; die Geschichte von der Fast-Unsterblichkeit und von Kreaturen, die die Menschen einst erschaffen haben; die Geschichte unseres Tanzes durch Raum und Zeit - dies ist die Geschichte, was aus den Menschen wurde! Cordwainer Smith war das Pseudonym von Paul Linebarger. 1913 in Milwaukee, Wisconsin geboren, verbrachte Linebarger seine Kindheit in den unterschiedlichsten Ländern. Sein Vater war pensionierter Richter und politisch aktiv; unter anderem pflegte er Beziehungen zu dem chinesischen Politiker Sun Yat-sen, der Pauls Taufpate war. Linebarger studierte Politikwissenschaft und wurde später Professor für Internationale Politik. Er arbeitete für den militärischen Geheimdienst der USA als Asien-Experte und gehörte dem Beraterstab von Präsident John F. Kennedy an. Er verfasste ein Handbuch über psychologische Kriegsführung, das bis heute als Standardwerk gilt. Daneben schrieb er unter verschiedenen Pseudonymen Kurzgeschichten und Romane; für seine SF-Erzählungen wählte er Cordwainer Smith. 'Cordwainer' ist eine veraltete Bezeichnung für Schuster, Smith bedeutet Schmied. Wie ein Handwerker baute Linebarger nach und nach sein Universum von der 'Instrumentalität der Menschheit' auf, mit dem er in den Fünfziger- und Sechzigerjahren bekannt wurde. Paul Linebarger starb im August 1966 und ist auf dem Nationalfriedhof in Arlington beerdigt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1056
    Erscheinungsdatum: 16.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641135010
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: The best Stories of Cordwainer Smith
    Größe: 1183 kBytes
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Was aus den Menschen wurde

Vorwort von John J. Pierce

Im Jahr 1950 erschien in einem obskuren und äußerst kurzlebigen Magazin namens Fantasy Book eine Kurzgeschichte mit dem Titel "Scanner leben vergebens". Niemand hatte zuvor jemals von dem Verfasser dieser Geschichte gehört: Cordwainer Smith. Und es schien damals, dass man auch niemals wieder in der Welt der Science Fiction von ihm hören würde.

"Scanner leben vergebens" jedoch war eine Story, die sich dagegen wehrte, in Vergessenheit zu geraten, und ihre Wiederveröffentlichung in zwei Kurzgeschichtenanthologien ermutigte den Autor ganz offensichtlich, sich nicht nur anderen Publikationsmärkten zuzuwenden, sondern um diese Story herum eine gigantische Geschichte der Zukunft zu errichten.

Heute gilt Cordwainer Smith als einer der kreativsten Science-Fiction-Autoren der modernen Zeit. Aber auch als einer der am wenigsten bekannten oder verstandenen. Nicht dass sich Dr. Paul Myron Anthony Linebarger (1913-1966) - das Pseudonym wurde ein Jahrzehnt nach dem Erstabdruck von "Scanner leben vergebens" gelüftet und war doch bis zu seinem Tod ein streng gehütetes Geheimnis - der Science Fiction geschämt hätte. Ganz im Gegenteil: Er war stolz auf das Genre und hat in einem Interview sogar einmal geschwärmt, dass die Science Fiction mehr Wissenschaftler angezogen hat als jedes andere Gebiet der Literatur.

Aber Linebarger war ein äußerst empfindsamer, ja "emotionaler" Schriftsteller, und es widerstrebte ihm, in eine enge Beziehung zu seinen Lesern zu treten; aus Furcht, sich in einer Form "erklären" zu müssen, die womöglich die Spontaneität seines Werkes zerstören konnte. Außerdem bereitete es ihm offenbar ein Vergnügen, als geheimnisvoller Mann zu gelten, so schwer zu fassen wie manche seiner Geschichten. Cordwainer Smith war ein Mythenschöpfer der Science Fiction - und vielleicht war eine mythische Gestalt erforderlich, um solche Mythen zu schaffen.

Dabei war Paul Linebargers Leben ohnehin schon aufregender als das der meisten anderen Menschen. In Milwaukee geboren - sein Vater, ein pensionierter Richter, der die meiste Zeit in politischer Mission rund um die Welt unterwegs war, wollte sichergehen, dass der Sohn als ein in den USA geborener Bürger zumindest theoretisch einmal würde Präsident werden können - verbrachte er die prägenden Jahre in Japan, China, Frankreich und Deutschland. Er war Patensohn von Sun Yat-sen, des Gründers der chinesischen Republik, den sein Vater juristisch beriet, lernte sechs Sprachen und machte sich mit den unterschiedlichsten Kulturen vertraut. Mit dreiundzwanzig Jahren erhielt er den Doktor in Politikwissenschaft an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore - wo er später auch viele Jahre lang Professor für Internationale Politik war - und veröffentlichte, neben der Herausgabe der Bücher seines Vaters, einige vielbeachtete Arbeiten über fernöstliche Politik.

Daneben arbeitete er für den Geheimdienst der U.S. Army - trotz partieller Blindheit und einem allgemein schlechten Gesundheitszustand -, und als der Zweite Weltkrieg ausbrach, nutzte er seine Stellung im "Operation Planning and Intelligence Board", um für die Teilnehmer an einer Geheimdienstoperation in China Qualifikationen zu verlangen, die nur er allein erfüllen konnte. So kam er als Army Lieutenant nach Chungking und setzte seine theoretischen Kenntnisse in psychologischer Kriegsführung in die Praxis um; nach Kriegsende schrieb er ein Buch über das Thema, das noch immer als eine der wichtigsten Arbeiten auf diesem Gebiet gilt. Später arbeitete er für die CIA und war Berater der britischen Streitkräfte in Malaya und der US-Armee in Korea, führendes Mitglied der "Foreign Policy Association" und einer der Asienexperten im Beraterstab Präsident Kennedys. Erst mit dem Vietnamkrieg änderte sich Linebargers Einstellung zur Außenpolitik seines Landes - er hielt das dortige amerikanische Engagement

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