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Welten wie Sand Die Welt der tausend Ebenen, Band 2 - Roman von Farmer, Philip José (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Welten wie Sand

Planet der Fallen
Robert Wolff, ehemals Universitätsdozent, geriet einst durch ein Portal in die Welt der tausend Ebenen. Inzwischen gehört er selbst zu den Halbgöttern, die diese Parallelwelten beherrschen. Doch die Lords sind dekadent geworden und verstehen die Technologien, mit denen sie schier Unglaubliches erschaffen, nicht mehr. Eines Tages wird Wolffs Geliebte Chryseis von seinem Vater entführt. Wenn er sie wiedersehen will, muss er sich durch eine künstliche Welt kämpfen, die nur zu einem einzigen Zweck erschaffen wurde: ihn zu töten ...

Philip José Farmer wurde am 26. Januar 1918 in North Terre Haute, Indiana, geboren. Die Familie siedelte nach Illinois über, wo Philips Vater einen kleinen Betrieb hatte. Als dieser Mitte der 1930er Jahre pleiteging, musste Philip sein Collegestudium abbrechen und seine Familie mit allerhand Jobs finanziell unterstützen. Er studierte später neben dem Beruf und machte 1950 seinen Bachelor of Arts in Englisch. Danach arbeitete er als technischer Journalist für verschiedene Unternehmen, ehe er 1952 mit seiner Erzählung 'Die Liebenden' schlagartig berühmt wurde. Die Story, die mit dem Hugo Award ausgezeichnet wurde, war zuvor von renommierten SF-Magazinen abgelehnt worden, weil sie von einer sexuellen Beziehung zwischen einem Menschen und einem Alien handelt, was im prüden Amerika der 1950er Jahre für einen Skandal sorgte. Mit Romanen wie 'Fleisch' festigte Farmer sein Image als Tabubrecher; Reihen wie der Flusswelt-Zyklus, für die er seinen zweiten Hugo Award gewann, oder die 'Welt der tausend Ebenen'-Saga befassen sich mit neomythologischen Themen. Philip José Farmer starb am 25. Februar 2009 in seinem Heim in Peoria, Illinois.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641202668
    Verlag: Heyne
    Größe: 1458kBytes
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Welten wie Sand

Erstes Kapitel

Vor Tausenden von Jahren hatten die Herren der Dimensionen und Welten, die sich selbst als "Herren" oder "Lords" bezeichneten, unter Zuhilfenahme von Drogen, Elektronik, Hypnose und Psychotechniken versucht, ohne Schlaf auszukommen. Ihre Körper blieben tagelang, nächtelang, monatelang frisch und kräftig, ihre Augen ungetrübt. Aber ihr Geist nahm Schaden. Halluzinationen, grenzenloser Zorn und eine übermäßige Untergangsstimmung bemächtigte sich ihrer. Einige hielten dieser psychischen Dauerbelastung nicht stand. Sie verfielen dem Wahnsinn - und wurden getötet oder eingesperrt.

Und in jener Zeit erkannten die Lords, dass auch sie, die sie Schöpfer von Universen und Beherrscher einer Wissenschaft waren, die sie nur eine Stufe tiefer stellte als die Götter selbst, träumen mussten. Das Unterbewusstsein, dem man die Kommunikation mit dem Bewusstsein versagt hatte, revoltierte. Und die schlimmste Waffe des Unterbewusstseins war jener Wahnsinn, der die Säulen der Vernunft zum Einsturz brachte ...

Fortan akzeptierten die Lords die Notwendigkeit des Schlafens. Und sie träumten ...

Robert Wolff, der einst Jadawin hieß und der Herr des Planeten der vielen Ebenen - eine Welt, die in ihrer Konstruktion an den Turm von Babylon erinnerte - war, träumte. Und in seinem Traum sah er einen sechszackigen Stern ... Wie von Geisterhand bewegt, war dieser Stern durch das Fenster in sein Schlafgemach geschwebt. Nun stand er - leicht kreisend - über dem Fußende seines Bettes. Sein Zentrum war weißglühend, und jede Facette sandte einen Strahl aus - einer scharlachrot, einer orangefarben, einer azurblau, einer purpurrot, einer schwarz und einer gelb. Der Stern war eines der alten Symbole jener Religion, an die die Herren nicht mehr glaubten, ein Pandoogaluz. Ein Hexaculum.

Jetzt pulsierte es wie das Herz der Sonne ... Die Strahlen schienen intensiver zu werden. Sie zitterten über sein Gesicht, über seine Lider, und diese Berührung war sanft und doch bestimmt - wie die spielerische Berührung durch die Pfote einer Hauskatze, die ihre Klauen eingezogen hat.

"Was willst du?", fragte Wolff, und er wusste, dass er träumte. Das Hexaculum stellte eine Gefahr dar. Selbst jene Schatten, die sich zwischen den Strahlen manifestiert hatten, waren böse. Und Wolff wusste, dass das Hexaculum von seinem Vater ausgesandt worden war. Von Urizen, den er seit zweitausend Jahren nicht mehr gesehen hatte.

"Jadawin!"

Keine Stimme hatte seinen Namen ausgesprochen. Die Strahlen des sechszackigen Sternes hatten sich gebogen und gewunden, geschmeidig wie Feuerschlangen. Sie hatten Buchstaben gebildet, Buchstaben des alten Alphabets, der ursprünglichen Schrift der Herren. Wolff sah die leuchtenden Schriftzeichen deutlich - und doch verstand er sie nicht so sehr durch das Sehen ... Da war eine Stimme, welche tief in seinem Innern sprach. Ja, es schien, als reichten die Farben bis ins Zentrum seines Verstandes - um dort eine längst erstorbene Stimme zu erwecken. Die Stimme war tief, so tief, dass sie sein innerstes Selbst erschütterte, herumwirbelte und drohte, es zu Alptraumgebilden zu verformen ... Alptraumgebilde, die ihre schreckliche Gestalt für immer beibehalten würden ...

"Erwache, Jadawin!", grollte die Stimme seines Vaters.

Und bei diesen Worten wusste Wolff, dass dieses strahlende, blitzende Hexaculum nicht nur in seinem Geist existierte. Es war Realität!

Wolff öffnete seine Lider und starrte hinauf zur gewölbten Decke, die in einem weichen, pulsierenden Licht von innen heraus leuchtete - rot, schwarz, gelb und grün. Er streckte seine linke Hand aus, wollte Chryseis, seine Frau, leicht berühren. Aber sie lag nicht neben ihm.

Abrupt setzte er sich auf und sah sich um. Er war allein im Schlafgemach! Wo war Chryseis?

"Chryseis!", rief er.

Dann erblickte er das glitzernde, pulsierende, sechsstrahlige Etwas. Es war ein Stern, d

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