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Weltenspiegel Welten-Nebel Band III von Buchmann, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Weltenspiegel

Ungleicher können zwei Menschen kaum sein als die vor einer arrangierten Ehe geflohene Prinzessin Süylin und der wegen Heiratsschwindel gesuchte Verbrecher Rihnall. Und doch führt das Schicksal sie zusammen. Noch ahnen sie nicht, welche bedeutende Entdeckungen ihnen bevorstehen und welch schwere Prüfungen sie fernab ihrer Heimat Elung werden bestehen müssen. Eine Entdeckung, ein mit einer Karte versehener Spiegel, der ihnen die Existenz fremder Länder enthüllt, versetzt sie ohne ihr Zutun in eines dieser Reiche, Atress. Dort wartet eine nahezu unlösbare Aufgabe auf sie, aber auch neue Freunde, die ihnen dabei zur Seite stehen. Dritter Teil der Welten-Nebel-Tetralogie

Anja Buchmann 1985. Mit großer Leidenschaft schreibt sie Fantasyromane und Kurzgeschichten. Der Wunsch nach schreiberischer Fortentwicklung lässt sie sich immer wieder an neuen Genres versuchen, auch wenn Fantasy den klaren Schwerpunkt der Arbeit darstellt. Einen Überblick über das gesamte Schaffen bieten anjabuchmann.de sowie facebook/AutorinAnjaBuchmann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 158
    Erscheinungsdatum: 15.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739206158
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1418kBytes
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Weltenspiegel

Entdeckungen

Mond 4 Jahr 3688, Herbst, Galsee, Elung

Es war so weit, endlich hatten sie ihr Ziel erreicht. Er hätte es kaum noch länger aushalten können, zu dringlich waren die Bilder seines wiederkehrenden Traums, zu stark der Sog. Das kleine Schiff schaukelte, als er sich vorsichtig ins Wasser gleiten ließ. Er warf einen kurzen Blick auf Süylin, bevor er in die Tiefen des Sees eintauchte. Es war ein gutes Gefühl, er hatte es vermisst, sich frei im Wasser zu bewegen. Einige Augenblicke lang gab er sich ganz dem Gefühl hin, spürte, wie das Wasser seinen Körper umschmeichelte, weich und dennoch kraftvoll. Er tat einige kräftige Schwimmzüge, tauchte immer tiefer hinab. Das Licht schwand, doch seine Augen gewöhnten sich schnell an die Dunkelheit. Er sah die ersten Ruinen, hielt darauf zu.

Um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, schwamm er einmal um das ganze bebaute Areal herum. Es war größer, als er es für möglich gehalten hatte. Die Stadt musste größer als Bellan, sogar als Gal gewesen sein. Es würde sicher mehr als einen Mond dauern, alles zu erforschen. Und er würde einen Plan brauchen.

Da sicher schon einige Zeit vergangen war, entschied Rihnall, zum Boot zurückzukehren. Süylin machte sich sicher schon Sorgen um ihn. Er wünschte, ihr ihre Ängste nehmen zu können. Doch da sie diese nicht einmal konkret benennen konnte, war ihm dies gänzlich unmöglich. Stets sprach sie nur von einem diffusen Gefühl der Gefahr, konnte aber nicht sagen, woher es kam und welchen Aspekt der Unternehmung es betraf. Er selbst hatte keinerlei Bedenken. Im Wasser fühlte er sich sicher, er vertraute auf seine Fähigkeiten. Und von den Ruinen, die ruhig und totenstill unter ihm lagen, konnte wohl keine Bedrohung ausgehen.

Er kam in einiger Entfernung vom Boot an die Oberfläche. Er hatte gedacht, näher an seinem Ausgangspunkt zu sein. Das Boot hatte seine Position nicht verändert, sie hatten den Anker ausgeworfen. Er würde an seiner Orientierung arbeiten müssen.

Süylin half ihm an Bord. "Du warst lange unten. Hast du etwas gefunden?"

"Die Ruinen erstrecken sich über ein großes Gebiet, ich konnte es bis jetzt nur umrunden. Es wird sicher einige Zeit dauern, alles zu erkunden."

"Hast du eine konkrete Vorstellung, was du finden willst? Mal abgesehen von unendlichen Schätzen?"

Von dem Wunsch nach Reichtümern hatte er sich zwischenzeitlich verabschiedet und das wusste Süylin auch. Die Frage war daher nicht ganz ernst gemeint, eher ein Seitenhieb auf seine ehemals falschen Lebensziele.

"Nein. Aber auch wenn ich es nicht weiß, irgendwas von Bedeutung muss es dort geben, sonst hätte mich das Schicksal wohl kaum hergeführt. Ich werde die Ruinen systematisch durchsuchen. Allerdings wird es schwierig, ob ihrer Größe die Orientierung nicht zu verlieren. Für dieses Problem werde ich noch eine Lösung ersinnen müssen."

"Lass uns zur Insel zurückkehren, bevor es dunkel wird."

Glücklicherweise lagen die Ruinen nicht allzu weit von einer kleinen Insel entfernt. So konnten sie die Nächte an Land verbringen.

Ein Tag glich dem anderen. Stets brachen sie im Morgengrauen auf, fuhren ein Stück auf den See hinaus und Rihnall begann mit seinen Erkundungen. Zwanzig Tage tauchte er nun schon durch die Ruinen. Ihr blieb nur, auf ihn zu warten, etwas, was ihr denkbar schwerfiel. Es war weniger die Tatsache, dass sie nichts zu tun hatte, sondern vielmehr die Sorge um ihren Mann, die sie unruhig werden ließ. Auch wenn er bisher stets wohlbehalten zu ihr zurückgekehrt war und es keinerlei Anzeichen für irgendeine Gefahr gab, das diffuse Gefühl einer Bedrohung blieb.

Noch etwas belastete sie jedoch fast noch mehr: Seit sie aus Bellan aufgebrochen waren, war Rihnall ihr gegenüber sehr verschlossen gewesen. Hatten sie ihre gemeinsame Zeit bis dahin stets in vollen Zügen genossen, hatten ständig Küsse und Zärtlichkeiten ausgetauscht, s

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