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Wyrm Roman von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2013
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Wyrm

Tief unter der Erde lauert eine Kreatur, die von der Welt verbannt wurde. Die Bedrohung, die sie für die Menschheit darstellt, überdauert Generationen. Und wenn sie das nächste Mal zur Oberfläche durchbricht, wird das Blut ihrer Opfer in Strömen fließen ... Wolfgang Hohlbein hat mit "Wyrm" ein unvergängliches Meisterwerk erschaffen. Wolfgang Hohlbein, Jahrgang 1953, war Industriekaufmann, bevor er 1982 mit seinem Debüt "Märchenmond" einen Autorenwettbewerb gewann. Seitdem schreibt er einen Erfolgsroman nach dem anderen und gilt als der Großmeister der deutschen Phantastik. Titel wie "Die Tochter der Himmelsscheibe", "Das Avalon-Projekt" sowie der "Enwor"-Zyklus wurden bei Piper zu Bestsellern. Zuletzt erschienen "Die Kriegerin der Himmelsscheibe" sowie sein Schlüsselwerk "Infinity. Der Turm". Wolfgang Hohlbein lebt mit seiner Familie und vielen Haustieren in der Nähe von Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 01.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492964418
    Verlag: Piper
    Serie: Wyrm .1
    Größe: 2221 kBytes
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Wyrm

01 Genau genommen war es ein Zufall, der Joffrey Coppelstones Leben so gründlich und auf so radikale Weise ändern sollte; nicht mehr als ein kleines Missgeschick und noch dazu eines, das nicht einmal ihm selbst widerfahren war. Verglichen mit den Ereignissen, die folgen sollten, war die ungeschickte Bewegung, mit der Steve Waiden, Coppelstones Mitarbeiter und Untergebener, vor zwei Tagen aus dem Bett aufgestanden war, um sich auf diese Weise den Knöchel des linken Fußes zu verstauchen, nicht einmal der Rede wert. Und doch: So wie schon die flüchtige Berührung eines kleinen Fingers ausreicht, um den ersten einer endlosen Reihe hintereinander aufgestellter Dominosteine umzustoßen und damit eine Katastrophe auszulösen, so sollte Waidens Fehltritt letztlich eine Lawine von Ereignissen auslösen, die an ihrem Ende Coppelstones Leben und das vieler anderer überrollte und in einen Scherbenhaufen verwandelte. Natürlich ahnte er von alldem nichts, als er an diesem Morgen den von Süden kommenden Highway gerade in dem Moment verließ, als sich die ersten Streifen von Rot in die verblassende Dämmerung mischten. Er lenkte seinen Wagen auf eine schmale Seitenstraße, die weder eine Randbefestigung noch irgendwelche Markierungen aufwies und darüber hinaus ebenso viele Schlaglöcher wie Kurven hatte. Dummerweise verlief sie alles andere als gerade. Das schwarze Teerband wand sich in zahllosen Kehren, Windungen, Schleifen und Kurven in westlicher Richtung vom Highway weg, in sanfter Neigung abfallend und - soweit man bei diesem willkürlichen Hin und Her überhaupt von einer Richtung sprechen konnte - tiefer in die von der Zivilisation noch fast unberührten Wälder hinein, die diesen Teil Neuenglands dominierten. Coppelstone fuhr einen ausgezeichneten Wagen - einen fast neuen Ford Modell T, dessen Federung den letzten Erkenntnissen der Ingenieurskunst Rechnung trug. Trotzdem sprang und hüpfte der Wagen so wild durch die Schlaglöcher und Spalten, dass seine Zähne immer wieder schmerzhaft aufeinanderschlugen. Die ehedem pedantisch sortierten Papiere, die er auf den Beifahrersitz aufgestapelt hatte, hatten sich längst selbstständig gemacht und sich im gesamten Wageninneren verteilt, und seit einigen Minuten glaubte er unter dem beruhigenden Brummen des Motors und dem regelmäßigen Quietschen der Federn noch ein anderes, störendes Geräusch zu hören: ein metallenes Klappern, das immer lauter wurde. Irgendetwas war im Begriff auseinanderzufallen. Und was der Staub und die hochgewirbelten Steinchen und Teerpartikel dem noch fast neuen Lack antun mochten, daran wagte er gar nicht zu denken. Der Ford hatte noch nicht einmal vierhundert Meilen auf dem Tacho, aber nach dieser Fahrt würde er vermutlich aussehen, als wären es vierzigtausend. Das allein war aber nicht der Grund, aus dem sich Coppelstones Laune im gleichen Maße weiter verschlechterte, in dem er sich seinem Ziel näherte. Was ihn mindestens ebenso sehr störte wie die diversen Beschädigungen, die an seinem Wagen entstehen mochten, das war die Straße selbst; und der bloße Umstand seiner Anwesenheit in dieser gottverlassenen Gegend. Coppelstone war ein Stadtmensch aus tiefster, ehrlicher Überzeugung heraus. Er liebte die Zivilisation, die Städte mit ihren Menschen, ihren Geschäften und Lichtern, ihrem pulsierenden Leben und all ihren Annehmlichkeiten, und im Gegenzug verabscheute er die Unordnung und das Chaos, in das er tiefer und tiefer hineinfuhr. Allein diese Straße war eine glatte Beleidigung seines Gefühles für Ordnung und Ästhetik. Und am schlimmsten war: Sie stimmte nicht mit der Karte überein. Aber um das in Ordnung zu bringen, war er schließlich hier. Der Wagen rumpelte durch ein weiteres Schlagloch, das diesmal tief genug war, den Ford wie ein Boot in stürmischer See auf die Seite zu kippen und mit einem magenumdrehenden Schlag wieder in die Waagerechte zurückfallen zu lassen, und damit nicht genug, wurde Coppelstone durch den unerwarteten Ruck

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